Die Top-Fakultäten für BWL

Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil der Ergebnisse des BWL-Rankings. Nach den Ranglisten für die Einzelforscher folgt jetzt das Ranking für die Fakultäten.

Die Liste ist hier verfügbar:

Top-25 Fakultäten Betriebswirtschaftslehre

Zudem haben wir gestern korrigierte Daten für die Listen der Einzelforscher hochgeladen. Ein Wissensschaftler waren  gegen seinen Willen zu den Ranking-Verweigerern gezählt worden, ein anderer wurde trotz Boykott-Aufruf irrtümlich ausgewiesen.

Zudem waren einige, wenige Forscher irrtümlich als nicht Ranking-relevant eingestuft wurden. Hinzu kamen Korrekturen bei einigen wenigen Forschern, bei denen es noch Korrekturen bei den erfassten Publikationen (insbesondere Zahl der Koautoren) gab. Hier die neuen Ergebnisse:

Top-250 Lebenswerk (Publikationen seit Karrierebeginn)

Top-100 Unter 40 Jahren

Top-100 aktuelle Forschungsleistung (Publikationen seit 2008)

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Studie “Which Factors Drive the Decision to Boycott and Opt Out of Research Rankings?”  von Michael Berlemann und Justus Haucap, die den Ranking-Boykott empirisch anaylsiert haben. Die Studie hat heftige Kritik von Alfred Kieser und Margit Osterloh provoziert,  die  Berlemann und Kieser aber zurückweisen (Details dazu hier.)

 

 

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Der Streit um das BWL-Ranking geht in die nächste Runde

Die Wissenchaftler Michael Berlemann und Justus Haucap haben anhand der Rohdaten des Handelsblatt-Rankings BWL untersucht, ob es bestimmte systematische Merkmale gibt, die den Boykott des Handelsblatt-Rankings treiben.

Ihre Analyse ist am Freitag  unter dem Titel “Which Factors Drive the Decision to Boycott and Opt Out of Research Rankings?” bei SSRN als Arbeitspapier erschienen. Die Forscher stellen fest:

“Firstly, a withdrawal from the ranking is the less likely the more points a scholar has achieved over his academic career. Secondly, more senior scholars are more likely to boycott the ranking than younger ones. And thirdly, the more reputed the average outlet is in which a scholar published his or her papers the less likely he or she is to boycott the ranking.”

Dies führt Berlemann und Haucap zu folgendem Fazit:

“This finding supports the impression that we currently do not only see a change of generations within the German‐speaking community of business researchers, but also a change of culture. Younger researchers are more internationally oriented and strive for publications in internationally well renown journals with high impact factors.”

Ich hatte mit dem Einverständnis von Berlemann und Haucap eine vorläufige Version der Studie an die Ranking-Kritiker Alfred Kieser und Margit Osterloh weitergeleitet. Sie haben mir eine Stellungsnahme geschickt, in der sie die Arbeit heftig kritisieren: Die Forscher würden “gravierende methodische Fehler” machen,betrieben eine “wissenschaftliche Veredelung von Vorurteilen” und stempelten die Aussteiger “zu Losern”.

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BWL-Ranking 2012 – die Ergebnisse

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel darüber diskutiert, und mehr als  300 Forscher boykottieren es: Das Handelsblatt BWL-Ranking 2012.

Hier die Ergebnis-Tabellen für das Personenranking (die Ergebnisse des Uni-Rankings veröffentlichen wir nächste Woche Montag)

Top-250 Lebenswerk (Publikationen seit Karrierebeginn)

Top-100 Unter 40 Jahren

Top-100 aktuelle Forschungsleistung (Publikationen seit 2008)

Der Boykott hat übrigens sehr überschaubare Auswirkungen auf die Aussagekraft der Ranking-Ergebnisse (Details dazu hier).

Update: Der Begleittext zum Ranking, eine Dokumentation der wichtigsten Kritikpunkte der Ranking-Gegner sind inzwischen online. Die Methodik des Rankings wird hier erläutert, die Zeitschriftenliste findet sich hier.

Die Initiatoren des Offenen Briefs gegen das Handelsblatt-Ranking,  Alfred Kieser und Margit Osterloh, beziehen in  einen Gastbeitrag zur Handelsblatt-Berichterstattung Stellung (dieser Text ist parallell auch im Blog der Ranking-Gegner erschienen.)

 

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So wirkt sich der Boykott-Aufruf auf das BWL-Ranking aus

Jörg Schläpfer von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich hatte in den vergangenen Tagen allerhand zu tun: Er pflegt die Forschungsmonitoring-Datenbank, die  unter anderem Grundlage für das Forschungsranking BWL des Handelsblatts ist. Seit dem vergangenen Wochenende hat Jörg sich durch hunderte von E-Mails gearbeitet und in der Datenbank vermerkt, welche Forscher  nicht im Personenranking erfasst sein wollen.

Insgesamt haben sich in diesem Jahr 339 Betriebswirte auf die “Robinson-Liste” setzen lassen – deutlich mehr als bei unserem ersten BWL-Ranking vor drei Jahren. Die allermeisten Forscher haben sich nach dem von Alfred Kieser und Margit Osterloh initiierten Boykott-Aufruf bei uns gemeldet. (Zu den Argumenten der Kritiker habe ich hier im Handelsblog Stellung bezogen, eine ausführlichere Stellungnahme folgt in den nächsten Tagen.)

Insgesamt haben wir 3016 für das BWL-Ranking relevante Forscher in unserer Datenbank erfasst, von denen 2224 mindestens eine für das Ranking relevante Publikation haben. Grob geschätzt machen die Ranking-Verweigerer also elf Prozent der Wissenschaftler nicht mit.

Die Auswirkungen auf das Personenranking sind aber deutlich geringer, als diese nackten Zahlen suggerieren.

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