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	<title>Handelsblog &#187; Konjunktur</title>
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	<description>Just another Handelsblatt Blogs weblog</description>
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		<title>Über &#8220;zauberhafte Täubchen&#8221; in Griechenland und die Alt-Herren-Häme der FAZ</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/05/10/uber-zauberhafte-taubchen-in-griechenland-und-die-alt-herren-hame-der-faz/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 21:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Printausgabe der FAZ bekomme ich seit meinem Umzug nach London nur noch selten zu Gesicht. Heute war so ein Tag. Dank der Lufthansa, die schon in der 7.10-Uhr-Maschine ab Heathrow die aktuelle Ausgabe verteilt. An sich bin ich großer Fan des Fotos und der Bildzeile auf Seite eins. Heute morgen ist mir aber, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Printausgabe der FAZ bekomme ich seit meinem Umzug nach London nur noch selten zu Gesicht. Heute war so ein Tag.</p>
<p>Dank der Lufthansa, die schon in der 7.10-Uhr-Maschine ab Heathrow die aktuelle Ausgabe verteilt.</p>
<p>An sich bin ich großer Fan des Fotos und der Bildzeile auf Seite eins. Heute morgen ist mir aber, wie man in meiner alten Heimat, dem Ruhrgebiet, so schön sagt, der Kitt aus der Brille gefallen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-639368" href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/05/10/uber-zauberhafte-taubchen-in-griechenland-und-die-alt-herren-hame-der-faz/faz/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-639368" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/05/faz-420x328.jpg" alt="" width="420" height="328" /></a></p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, was mich mehr ärgert: Die überhebliche Häme gegenüber den Griechen, oder das altherrenhafte Wortspiel mit den &#8220;zauberhaften Täubchen&#8221;.</p>
<p>(Oder bin ich der einzige, der dabei an die &#8220;herrlich lachende Griechin&#8221; denken muss?).<span id="more-639367"></span></p>
<p>Keine Frage, die wirtschaftspolitische Bilanz der griechischen Regierungen fällt nicht gerade rosig raus. Aber  den Kollegen, die bestimmt auch noch stolz sind auf ihre vermeintlich amüsanten und geistreichen Zeilen auf der ersten Seite von einer der wichtigsten überregionalen Zeitungen Deutschlands, sei mal ein Blick in den aktuellen <a href="http://www.imf.org/external/pubs/ft/fm/2012/01/pdf/fm1201.pdf">Fiscal Monitor des IWF</a> empfohlen.</p>
<p>Da würdet ihr auf Seite 63 in Tabelle 3 erfahren, dass Griechenland seit dem Jahr 2010 seine Staatsausgaben um mehr als 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurückgefahren hat. So konsequent hat kaum ein anderes Industrieland in so kurzer Zeit seinen Staatshaushalt zusammengeschrumpft. Wenn das in Deutschland  passieren würde, möchte ich nicht wissen, was im Land loswäre, und ob nicht auch Deutschland &#8220;heillos zerstritten&#8221; wäre.</p>
<p>Vollkommen unabhängig davon, wie man zu Griechenland und der Wirtschaftspolitik dort steht &#8211; das FAZ-Seite-1-Foto von heute finde ich einfach nur zutiefst respekt- und geschmacklos.</p>
<p><a href="http://olafstorbeck.com/">Besuchen Sie mein englisches Weblog “Economics Intelligence”</a> und <a href="http://www.facebook.com/o.storbeck/"> meine Facebook-Seite</a> &#8211; ich freue mich über jedes “like”!</p>
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		<title>Hört auf die Unternehmen!</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/04/20/hort-auf-die-unternehmen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorit Heß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstumsprognosen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutschen Unternehmen haben im April wieder einmal eines gezeigt: Mit ihnen ist zu rechnen. Selbstbewusst haben die Firmen bei der monatlichen Ifo-Umfrage klar gemacht, dass sie trotz der wieder aufflammenden Euro-Schuldenkrise erfolgreich Geschäfte machen &#8211; und annehmen, dass das künftig so bleibt. Der Chef der Münchener Wirtschaftsforscher aus der Poschingerstraße, Hans-Werner Sinn, sagt das so: Die deutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutschen Unternehmen haben im April wieder einmal eines gezeigt: Mit ihnen ist zu rechnen. Selbstbewusst haben die Firmen bei der monatlichen Ifo-Umfrage klar gemacht, dass sie trotz der wieder aufflammenden Euro-Schuldenkrise erfolgreich Geschäfte machen &#8211; und annehmen, dass das künftig so bleibt. Der Chef der Münchener Wirtschaftsforscher aus der Poschingerstraße, Hans-Werner Sinn, sagt das so:</p>
<blockquote><p>Die deutsche Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig.</p></blockquote>
<p>Was sich daran ablesen lässt? Die These, dass die deutsche Wirtschaft im Winter nur eine Wachstumspause eingelegt hat &#8211; <a href="https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/02/PD12_063_811.html">im vierten Quartal 2011 war das Bruttoinlandsprodukt im Vorquartalsvergleich geschrumpft</a> &#8211; hat neues Futter bekommen. Inzwischen spricht sehr viel dafür, dass die Zeit der Pessimisten vorbei ist &#8211; und das Wachstum spätestens im zweiten Quartal zurückgekehrt ist.<span id="more-639328"></span></p>
<p>Der Ifo-Index hat zudem einmal mehr gezeigt: Eine große Zahl an Unternehmen kann die Wirtschaftskraft besser beurteilen als eine kleine Zahl an Konjunkturbeobachtern. Bankökonomen nämlich hatten erwartet, dass das Ifo-Geschäftsklima nach fünf Anstiegen in Folge im April sinken wird. Tatsächlich gab es den sechsten Anstieg in Folge, Details stehen <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/a-winfo/d1index/10indexgsk">hier.</a><br />
Die sogenannten Experten hatten diese Woche schon einmal daneben gelegen: Auch für den ZEW-Index hatten sie einen Rückgang erwartet &#8211; <a href="http://www.zew.de/de/presse/1973">das Barometer dagegen stieg den fünften Monat hintereinander</a>.</p>
<p>Deswegen: Hört auf die Unternehmen. Sie kennen ihre Auftragslage am besten. Und nur sie wissen, wie sehr die Unsicherheit über die Schuldenkrise, den Ölpreis oder die Frage, ob China eine weiche Landung gelingt oder eine harte bevorsteht, sie und ihre Geschäftspartner beeinträchtigt. Die gute Nachricht des Tages: Das Selbstbewusstsein weicht der Krise weiterhin nicht.</p>
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		</item>
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		<title>Die Deutschen und die Inflation</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/04/13/die-deutschen-und-die-inflation/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 12:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlte Inflation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutschen seien so sensibel, was die Inflation angeht, heißt es oft. Das Trauma der Hyperinflation von 1923 habe sich so sehr in das deutsche Gefühlsleben eingebrannt, dass wir bei steigenden Preisen schnell zur Panik neigen, ist dabei meist die zentrale These. Aber sind wir wirklich so feinfühlig, was Preissteigerungen angeht &#8211; mehr als andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutschen seien so sensibel, was die Inflation angeht, heißt es oft. Das Trauma der Hyperinflation von 1923 habe sich so sehr in das deutsche Gefühlsleben eingebrannt, dass wir bei steigenden Preisen schnell zur Panik neigen, ist dabei meist die zentrale These.</p>
<p>Aber sind wir wirklich so feinfühlig, was Preissteigerungen angeht &#8211; mehr als andere Europäer? Eine schöne Statistik, um das zu prüfen, sind die monatlichen Konsumenten-Umfragen der Europäischen Union. Die lässt die Forschungsinstitute nämlich regelmäßig die Frage stellen, wie man die Preisentwicklung der zurückliegenden zwölf Monate empfunden hat – gestiegen, gefallen oder gleich geblieben?</p>
<p><span id="more-639278"></span>Der Wert für die sogenannte gefühlte Inflation ist dann die Differenz zwischen dem prozentualen Anteil derjenigen, die steigende Preise empfunden haben, und denen, die die Preise eher als sinkend erachten. Bei einem Wert von null gleichen sich also die Anteile der einen und der anderen genau aus. Zwar sind die Antwortmöglichkeiten relativ grob, doch durch die Berechnung des Saldos aus Tausenden von Antworten wird daraus eine feine und aussagekräftige Statistik. Kleine Änderungen der Inflationsraten sind meist verbunden mit entsprechenden Änderungen der Saldo-Werte  (siehe Grafik).</p>
<p><a rel="attachment wp-att-639279" href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/04/13/die-deutschen-und-die-inflation/infla1/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-639279" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/04/infla1-420x240.jpg" alt="" width="420" height="240" /></a></p>
<p>Ich habe die monatlichen Saldo-Werte der letzten zwölf Jahre einmal mit den tatsächlichen Inflationsraten verglichen – und eine Trendgerade berechnet. Dabei fällt auf: Im Schnitt liegt der Saldo bei null, wenn die wahre Inflationsrate ziemlich genau ein Prozent beträgt (verglichen mit dem Vorjahr). Die Deutschen scheinen also Preissteigerungen von einem Prozent gar nicht als solche zu empfinden – zumindest der Durchschnittsdeutsche nicht. Doch ansonsten sind wir tatsächlich relativ sensibel: Läge die wahre Inflation bei drei Prozent, wären – statistisch gesehen – bereits alle Befragten der Meinung, die Preise würden steigen.</p>
<p>Dass das sensibel sein soll, erscheint vielleicht auf den ersten Blick unlogisch – schließlich ist ja eine Inflation von drei Prozent schlichtweg eine starke Preissteigerung. Doch in anderen europäischen Ländern wären bei drei Prozent Inflation längst nicht alle überzeugt, dass die Preise tatsächlich steigen (siehe Grafik unten). In Italien wäre das erst bei gut vier Prozent der Fall, in Großbritannien sogar erst bei fast sieben. Vor allem für die Briten muss die tatsächliche Inflation also erst richtig hoch sein, damit sie von steigenden Preisen sprechen. Das zeigen auch die nackten Zahlen: Mit 2,2 Prozent war die durchschnittliche Inflation im betrachteten Zeitraum im Königreich einen halben Prozentpunkt höher als in Deutschland – der durchschnittliche Wert der gefühlten Inflation mit 13 aber deutlich niedriger als hierzulande – wo er bei 34 lag.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-639280" href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/04/13/die-deutschen-und-die-inflation/infla2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-639280" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/04/infla2-420x337.jpg" alt="" width="420" height="337" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Drei Mythen zum Benzinpreis</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/04/03/drei-mythen-zum-benzinpreis/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 11:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Mallien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Pendlerpauschale]]></category>
		<category><![CDATA[Tankstellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Pünktlich vor Ostern gibt es mal wieder eine Debatte über den Benzinpreis. Einige Mythen sind dabei einfach nicht tot zu kriegen. Mythos 1: Parallele Preisänderungen verschiedener Tankstellen beweisen, dass sich die Anbieter absprechen. Tatsächlich ist es häufig so: Hebt die eine Tankstelle ihre Preise an, ziehen die anderen kurze Zeit später nach – so dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich vor Ostern gibt es mal wieder eine Debatte über den Benzinpreis. Einige Mythen sind dabei einfach nicht tot zu kriegen.</p>
<p>Mythos 1: Parallele Preisänderungen verschiedener Tankstellen beweisen, dass sich die Anbieter absprechen.</p>
<p>Tatsächlich ist es häufig so: Hebt die eine Tankstelle ihre Preise an, ziehen die anderen kurze Zeit später nach – so dass nahezu gleiche Preise herrschen. Ein solches Verhalten der Unternehmen kann jedoch zwei völlig unterschiedliche Erklärungen haben: Es kann darauf hindeuten, dass es nicht genug Wettbewerb gibt. Es kann aber auch Ausdruck besonders intensiven Wettbewerbs sein, bei dem keiner dem Anderen Marktanteile schenkt.</p>
<p>Mythos 2: Der abrupte Anstieg des Benzinpreises vor Ostern zeigt, dass der Markt nicht funktioniert.</p>
<p><span id="more-639271"></span>Auch in anderen Branchen ist es üblich, dass die Preise bei einer erhöhten Nachfrage steigen. Deshalb erheben Fußballvereine zum Beispiel bei Spitzenspielen einen Topspiel-Zuschlag und Hotels erhöhen ihre Preise, wenn Messen stattfinden. Unabhängig davon, ob der Wettbewerb zwischen Tankstellen funktioniert oder nicht, ist das Preisverhalten schwer zu interpretieren.</p>
<p>Mythos 3: Die Pendlerpauschale ist ein probates Mittel, um die Wirkung der hohen Benzinpreise auf die Verbraucher abzufedern.</p>
<p>Dagegen gibt es viele Argumente, hier nur eines: Eine höhere Pendlerpauschale würde die Ölförderländer zu höheren Preisen ermuntern. Trotz aller Debatten um Preisabsprachen der Tankstellen ist der Ölpreis immer noch die Hauptursache für den hohen Benzinpreis. Und der Ölpreis hängt von den Quoten der Förderländer ab, die möglichst viel Geld verdienen wollen. Sie wägen dabei zwei Effekte ab: Eine niedrigere Fördermenge sorgt einerseits für höhere Preise – sie schwächt andererseits aber auch die Nachfrage. Immer dann, wenn der Ölpreis am höchsten ist, setzt die Forderung nach staatlichen Hilfen ein – auf der ganzen Welt. Je stärker aber die Politik diesem Drängen nachgibt, desto größer wird der Spielraum der Ölförderländer für weitere Preiserhöhungen. Sie können dann davon ausgehen, dass die Nachfrage trotz Preiserhöhungen stabil bleibt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Zahl der Erwerbstätigen steigt doppelt so schnell wie die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Woran liegt das?</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/27/die-zahl-der-erwerbstatigen-steigt-doppelt-so-schnell-wie-die-zahl-der-arbeitslosen-sinkt-woran-liegt-das/</link>
		<comments>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/27/die-zahl-der-erwerbstatigen-steigt-doppelt-so-schnell-wie-die-zahl-der-arbeitslosen-sinkt-woran-liegt-das/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 18:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Erwerbstätigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Staatsschulden, unsichere Renten, Inflation – das sind, laut einer Umfrage des Forsa-Instituts,  momentan die Hauptsorgen der Deutschen. Arbeitslosigkeit kommt dagegen erst auf dem sechsten Rang – was zeigt, wie sehr sich die Deutschen inzwischen an den Arbeitsmarkt-Boom gewöhnt haben. Kein Wunder &#8211; mit rund sieben Prozent ist die Quote der Jobsuchenden hierzulande so niedrig wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Staatsschulden, unsichere Renten, Inflation – das sind, laut einer Umfrage des Forsa-Instituts,  momentan die Hauptsorgen der Deutschen. Arbeitslosigkeit kommt dagegen erst auf dem sechsten Rang – was zeigt, wie sehr sich die Deutschen inzwischen an den Arbeitsmarkt-Boom gewöhnt haben. Kein Wunder &#8211; mit rund sieben Prozent ist die Quote der Jobsuchenden hierzulande so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb110.html?nn=55254" target="_blank">Waren vor zwei Jahren noch 3,6 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, so sind es zurzeit nur noch knapp 3,1</a>.</p>
<p>Im Saldo haben also scheinbar 500 000 Menschen einen neuen Job gefunden. Doch tatsächlich sind es sogar mehr als doppelt so viele: Denn die <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/karb811.html?nn=55254" target="_blank">Gesamtzahl der Erwerbstätigen ist in der gleichen Zeit um 1,1 Millionen gestiegen</a>. Der wahre Arbeitsmarkt-Boom – er ist also noch viel größer. Mit (saisonbereinigt) 41,4 Millionen Menschen arbeiten hierzulande heute so viele wie nie zuvor.</p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-639253" href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/27/die-zahl-der-erwerbstatigen-steigt-doppelt-so-schnell-wie-die-zahl-der-arbeitslosen-sinkt-woran-liegt-das/al-2/"><img class="aligncenter size-full wp-image-639253" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/03/al.jpg" alt="" width="296" height="300" /></a></p>
<p><span id="more-639242"></span>Doch wo kommen die ganzen zusätzlichen Arbeitskräfte her? Bei einer  schrumpfenden Bevölkerung sollte man ja eher erwarten, dass die Zahl der  Arbeitslosen in einem Boom schneller sinkt als die Zahl der  Erwerbstätigen steigt. Denn schließlich gehen zurzeit pro Jahr rund 150  000 ältere Arbeitnehmer mehr in Rente als junge auf den Arbeitsmarkt  kommen. Und ein frei gewordener Arbeitsplatz könnte dann ja theoretisch  von einem Arbeitslosen übernommen werden.</p>
<p>Betrachtet man die Grafik (auf der ich die Zahl der Arbeitslosen rosa und verkehrt herum auf der rechten und die Zahl der Erwerbstätigen blau und richtig herum auf der linken Achse abgetragen habe), dann sieht man, dass es in den letzten sechs Jahren erstmal auch so war: Zwischen Januar 2006 und Februar 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen schneller als die der Erwerbstätigen stieg. Doch im Juni 2009 kehrte sich das Bild endgültig um. „Dass die Erwerbstätigkeit der Arbeitslosenszahl kontinuierlich davonrennt, hatten wir lange nicht mehr“, sagt Enzo Weber, Leiter der IAB-Prognoseabteilung beim Nürnberger „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB).</p>
<p>Das Rätsel hat zwei Lösungen,<a href="http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb0312.pdf" target="_blank"> wie IAB-Zahlen belegen</a>: Einmal wandern wieder mehr Menschen nach Deutschland ein, um hier zu arbeiten: 2010 waren es 130 000, 2011 sogar fast doppelt so viele. Und auch in diesem Jahr wird die Zahl derer, die nach Deutschland einwandern, ähnlich deutlich über der der Abwanderer liegen, schätzt das IAB. Besonders aus den von der Eurokrise gebeutelten Ländern Südeuropas werden demnach Menschen nach Deutschland kommen, um zu arbeiten.</p>
<p>Auf der anderen Seite arbeiten inzwischen viel mehr Menschen, die das vorher nicht taten, aber sich auch nicht arbeitslos gemeldet hatten – weil sie nicht wollten, sich nicht trauten oder an einer Fördermaßnahmen der Agentur für Arbeit teilnahmen. Besonders groß sei der Zuwachs bei den 55- bis 64-Jährigen und bei den Hausfrauen, sagt Enzo Weber.</p>
<p>Doch die vielen neuen Arbeitkräfte, sie reichen bei weitem nicht aus, um die Nachfrage zu erfüllen: <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/karb830.html?nn=55254" target="_blank">Mit rund 500 000 befindet sich auch die Zahl der offenen Stellen auf Rekordniveau.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>35 Milliarden Schulden in 2012! Und trotzdem hätte die Schuldenbremse sogar noch mehr erlaubt.</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/22/35-milliarden-schulden-in-2012-und-trotzdem-hatte-die-schuldenbremse-sogar-noch-mehr-erlaubt/</link>
		<comments>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/22/35-milliarden-schulden-in-2012-und-trotzdem-hatte-die-schuldenbremse-sogar-noch-mehr-erlaubt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 07:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesbank]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenbremse]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern flatterte uns Wirtschaftsjournalisten eine neue Pressemitteilung des Bundesfinanzministers ins Haus. Darin wird der Nachtragshaushalt 2012 erläutert, der nötig wurde, weil Deutschland extra Geld an den neuen Euro-Rettungsschirm ESM überweisen muss. Grob gesagt will der Bund in diesem Jahr rund neun Milliarden Euro Schulden mehr aufnehmen als ursprünglich gedacht – insgesamt sind es dann rund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern flatterte uns Wirtschaftsjournalisten eine neue <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Bundeshaushalt/Bundeshaushalt__2012/21-03-2012-Regierungsentwurf-Nachtragshaushalt,templateId=raw,property=publicationFile.pdf" target="_blank">Pressemitteilung des Bundesfinanzministers</a> ins Haus. Darin wird der Nachtragshaushalt 2012 erläutert, der nötig wurde, weil Deutschland extra Geld an den neuen Euro-Rettungsschirm ESM überweisen muss. Grob gesagt will der Bund in diesem Jahr rund neun Milliarden Euro Schulden mehr aufnehmen als ursprünglich gedacht – insgesamt sind es dann rund 35 Milliarden, also fast anderthalb Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).</p>
<p>35 Milliarden! Das klingt ziemlich viel. Doch es sind trotz allem deutlich weniger Milliarden als nach den (Übergangs-) Regeln der neuen Schuldenbremse erlaubt wären: Nämlich 50 Milliarden &#8211; beziehungsweise zwei Prozent des BIPs.<span id="more-639234"></span></p>
<p>Aber Momemt mal: Sollte die Schuldenbremse nicht deutlich strenger sein als die bisher gültige Maastricht-Regel, die die gesamtstaatliche Neuverschuldung auf drei Prozent des BIPs begrenzt? Ist es dann nicht seltsam, wenn der Bund alleine schon zwei Prozent aufnehmen darf &#8211; in einem Jahr mit immerhin moderatem Wachstum? Doch, ist es. Das findet auch die Bundesbank. Zumal der Bund die „überschüssigen“ 15 Milliarden auch noch auf sein imaginäres Kontrollkonto bucht. Als Guthaben für kommende Konjunkturabschwünge wohlgemerkt! Dabei hat er in diesem Jahr gar keinen Überschuss gemacht – sondern lediglich weniger Schulden als erlaubt.</p>
<p>Doch was nach Schummelei aussieht, ist tatsächlich möglich &#8211; den komplizierten Übergangsregeln der Schuldenbremse sei dank. Die Rechnung geht folgendermaßen: Eigentlich erlaubt die Bremse dem Bund eine strukturelle jährliche Neuverschuldung von 0,35 Prozent. (Dazu kommt noch die so genannte Konjunkturkomponente: In Abschwüngen sind zusätzliche Schulden erlaubt, in Boomphasen müssen Überschüsse her. Über den Zyklus hinweg soll sich das dann zu null addieren.)</p>
<p>Doch die 0,35 Prozent gelten erst ab 2016. Zwischen 2010 und 2016 muss die strukturelle Verschuldung – ausgehend vom Wert von 2010 &#8211; in gleichmäßigen Schritten abgebaut werden. Und weil dieses strukturelle Defizit 2010 mit 2,2 Prozent recht hoch war, waren in 2011 rund 1,9 Prozent strukturelle Schulden erlaubt – und in 2012 immerhin noch etwa 1,6. (Dass es im Endeffekt zwei Prozent sind, liegt daran, dass die Konjunktur gerade nicht mehr so läuft wie in den letzten beiden Jahren und das Geld für den ESM zwar aus neuen Schulden bezahlt wird, aber teilweise nicht als Schulden verbucht werden muss.)</p>
<p>Es ist paradox: Der Bund darf heute viele Schulden machen, weil es schon 2010 so viele waren. Doch letzteres bezweifelt die Bundesbank: In ihren Monatsberichten hat sie der Bundesregierung zuletzt gleich zwei Mal (<a href="http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/monatsberichte/2011/201110mb_bbk.pdf" target="_blank">Oktober</a> und <a href="http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2012/201202mba_offinanz.pdf" target="_blank">Februar</a>) vorgeworfen, die strukturellen Schulden des Jahres 2010 mit Absicht zu hoch angesetzt zu haben, um bis 2016 langsamer konsolidieren und das Kontrollkonto auffüllen zu können. Sprungschanzeneffekt nennen die Währungshüter das. Sie glauben, dass sich der Bund auf diese Weise länger als nötig Zeit lassen wird, bis er zum ersten Mal richtige Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet.</p>
<p>Während der Übergangsphase bis 2016 ist die Schuldenbremse also längst nicht so streng wie viele glauben. Heftig werden dürfte es erst danach.</p>
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		<title>Video-Interview mit Robert Johnson von Inet</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/03/07/video-interview-mit-robert-johnson-von-inet/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 14:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Hinrich Heilmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Nachgang zur Konferenz &#8216;Ökonomie neu denken&#8217; von Handelsblatt und Stifterverband Ende Januar in Frankfurt gibt es hier noch ein Video-Interview mit Robert Johnson, dem Direktor des Institute for New Economic Thinking.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachgang zur Konferenz &#8216;Ökonomie neu denken&#8217; von Handelsblatt und Stifterverband Ende Januar in Frankfurt gibt es hier noch ein Video-Interview mit <a href="http://vimeo.com/38091481">Robert Johnson</a>, dem Direktor des Institute for New Economic Thinking.</p>
<p><iframe width="430" height="242" src="http://www.youtube.com/embed/zmXzkVqgRQE?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Über „Euro-Standard Bills“, „Euro-Safe-Bonds” und “Eurobills”</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 09:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Werner Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Target 2-Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Bonds]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ideen-Palette zum Thema Euro-Bonds ist seit gestern um einen Vorschlag reicher: In ihrem neuen Report hat die „European Economic Advisory Group“ (eine Gruppe von acht Forschern um Ifo-Chef Hans-Werner Sinn und KOF-Chef Jan-Egbert Sturm) sogenannte „Euro-Standard Bills“ zur Diskussion gestellt. Sie sollen es möglich machen, die positiven Merkmale der Euro-Bonds zu nutzen, die negativen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ideen-Palette zum Thema Euro-Bonds ist seit gestern um einen Vorschlag reicher: In ihrem neuen Report hat die <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/70eeagreport/_publeeagintro?item_link=eeag-group-intro.htm" target="_blank">„European Economic Advisory Group“</a> (eine Gruppe von acht Forschern um Ifo-Chef Hans-Werner Sinn und KOF-Chef Jan-Egbert Sturm) sogenannte <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/pls/portal/docs/1/1215245.PDF" target="_blank">„Euro-Standard Bills“</a> zur Diskussion gestellt. Sie sollen es möglich machen, die positiven Merkmale der Euro-Bonds zu nutzen, die negativen aber zu vermeiden.</p>
<p>Zuvor hatten andere Forscher-Gruppen bereits ähnliche Vorschläge gemacht – und ihnen lustige Namen gegeben: So etwa <a href="http://www.voxeu.org/index.php?q=node/7375" target="_blank">Christian Hellwig/ Thomas Philippon mit ihren „Euro-Bills“</a> und <a href="http://www.voxeu.org/index.php?q=node/7121" target="_blank">Markus Brunnermeier et al. mit ihren „Euro-Safe-Bonds“</a>.</p>
<p><span id="more-639132"></span>Die Idee der Eurobonds unterscheidet sich fundamental von der derzeitigen Politik der Rettungspakete: So versucht man in der EU gerade, den angeschlagenen Staaten mit teuren „einmaligen“ Milliarden-Zuschüssen und –Bürgschaften zu helfen, ihre Zinsen zu senken – in der Hoffnung, danach wieder den Status Quo herstellen zu können, bei dem alle selbst für ihre Schulden verantwortlich sind. Mit Eurobonds würden dagegen alle gemeinsam – und auf  Dauer &#8211; füreinander haften, indem sie gemeinsame Staatsanleihen ausgeben: Eine Politik, die erstmal billiger, aber in der Zukunft möglicherweise riskanter wäre – zumal die reichen Staaten nicht mehr die Möglichkeit hätten, die Reissleine zu ziehen.</p>
<p><strong>Die Vorteile der Eurobonds:</strong></p>
<ol>
<li>Die angeschlagenen Staaten müssten für neue Kredite viel weniger Zinsen zahlen – und hätten so eine Chance, sich zu sanieren.</li>
<li> Staatsanleihen würden wieder zur sicheren Anlageklasse: Das fatale Problem, dass aus den Null-Risiko-Staatsanleihen vieler Staaten plötzlich hochriskante Zocker-Papiere geworden waren, wäre beseitigt. Letzteres hatte viele Banken in der Eurozone (größtenteils unverschuldet) erst illiquide und dann fast insolvent gemacht &#8211; weil große Teile ihrer Vermögenswerte aus Anleihen ihrer Heimatstaaten bestanden.</li>
</ol>
<p><strong>Die Nachteile:</strong></p>
<ol>
<li> Wirtschaftlich solide Staaten wie Deutschland müssten für ihre Schulden höhere Zinsen zahlen.</li>
<li> Staaten mit mangelnder fiskalpolitischer Disziplin könnten Trittbrett fahren – und weiterhin hohe Schulden anhäufen. Denn das wäre ja dann wieder billiger.</li>
</ol>
<p>Die drei Vorschläge für modifizierte Euro-Bonds versuchen nun, einen Weg zu finden, zumindest den zweiten Nachteil auszuschließen. Dabei haben alle den gleichen Grundgedanken: Die Staaten sollen „gerechtfertigte“ Kredite zu niedrigen (EU-weit einheitlichen) Zinsen aufnehmen können, „ungerechtfertigte“ jedoch nur zu hohen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass laxe Disziplin bestraft wird, echte Anstrengungen aber gefördert. Vorgeschlagen wird jeweils, neue Europa-Anleihen gemeinsam als neue, sichere Anlageklasse anzubieten – und im Falle einer Staatspleite bevorzugt zu bedienen.</p>
<p>Wie so etwas umgesetzt werden könnte – und welche Schulden eigentlich gerechtfertigt wären und welche nicht &#8211; darüber gehen die Meinungen aber auseinander:</p>
<p><strong><a href="http://www.voxeu.org/index.php?q=node/7121" target="_blank">Euro-Safe-Bonds</a>:</strong> Brunnermeier et al. empfehlen, dass eine gemeinsame Organisation den Eurostaaten Schulden im Wert von jeweils 60 Prozent der Wirtschaftsleistung abnehmen – und diese am Kapitalmarkt als neue Anlage anbieten soll. Für diese Anleihen (insgesamt 5,5 Billionen Euro) bürgen dann alle Staaten gemeinsam, so dass die Zinsen sinken (und die Ratingagenturen ein schönes „AAA“ draufkleben). Für alle Schulden, die die Staaten darüber hinaus haben, haften die einzelnen Länder dann alleine. Die Botschaft: Bis 60 Prozent ist alles in Ordnung, danach wird es teuer. Das dürfte die Staaten dann ausreichend disziplinieren, trotz gemeinsamen Bonds nicht Trittbrett zu fahren, so die Hoffnung.</p>
<p><a href="http://www.voxeu.org/index.php?q=node/7375" target="_blank"><strong>Euro-Bills:</strong></a> Hellwig und Philippon schlagen vor, dass eine EU-Behörde zu einem bestimmten Stichtag beginnt, gemeinsame einjährige Anleihen auszugeben, deren Erlöse dann den Staaten zur Verfügung gestellt werden. Die Summe wird pro Staat auf zehn Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzt – und alle Staaten, die nicht wie versprochen konsolidieren, werden an die kurze Leine genommen und im nächsten Jahr vom Handel ausgeschlossen. Die Staaten müssten den Rest ihrer Schulden dann teuer über eigene Langfrist-Anleihen finanzieren.</p>
<p><a href="http://www.cesifo-group.de/portal/pls/portal/docs/1/1215245.PDF" target="_blank"><strong>Euro-Standard-Bills:</strong></a> Die European Economic Advisory Group setzt ebenfalls auf Kurzfrist-Anleihen. Anders als bei Hellwig und Philippon sollen aber keine gemeinsamen, sondern weiterhin individuelle Anleihen ausgegeben werden. Diese sollen allerdings dadurch für Anleger attraktiv gemacht werden, dass sie strengen einheitlichen Regeln unterliegen sowie bevorzugt bedient, durch einen Pfand (Immobilien oder Steuereinnahmen) besichert und auf einen bestimmten Prozentsatz der Wirtschaftsleistung begrenzt werden. Abhängig von der Bonität der einzelnen Länder ergäben sich dann zwar trotzdem Unterschiede bei den individuellen Zinsraten, erwarten Sinn und seine Kollegen – doch anders lasse sich das Problem des Trittbrettfahrens nicht in den Griff bekommen.</p>
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		<title>Ökonomie neu denken &#8211; das Video zur Tagung</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/02/24/okonomie-neu-denken-das-video-zur-tagung/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 14:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast auf den Tag genau vier Wochen ist es her: Am 23. und 24. Januar haben Stifterverband und Handelsblatt in Frankfurt den Kongress &#8220;Ökonomie neu denken&#8221; veranstaltet. Zahlreiche hochkarätige Referenten haben über die Wirtschaftskrise als Krise der Wirtschaftswissenschaft diskutiert. Wer die Tagung verpasst hat &#8211; oder seine Erinnerung auffrischen will &#8211; , für den hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau vier Wochen ist es her: Am 23. und 24. Januar haben Stifterverband und Handelsblatt in Frankfurt den Kongress &#8220;Ökonomie neu denken&#8221; veranstaltet.</p>
<p>Zahlreiche hochkarätige Referenten haben über die Wirtschaftskrise als Krise der Wirtschaftswissenschaft diskutiert.</p>
<p>Wer die Tagung verpasst hat &#8211; oder seine Erinnerung auffrischen will &#8211; , für den hat der Stifterverband die wichtigsten Aussagen jetzt in einem Video zusammengeschnitten.</p>
<p><iframe width="430" height="242" src="http://www.youtube.com/embed/4apoUqfqzbM?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>.</p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif"><span><a href="http://olafstorbeck.com/">Besuchen Sie mein englisches Weblog “Economics Intelligence”</a> und <a href="http://www.facebook.com/o.storbeck/"> meine Facebook-Seite</a> &#8211; ich freue mich über jedes “like”!<br />
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</span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie es wirklich um Deutschland steht</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/02/23/wie-es-wirklich-um-deutschland-steht/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 17:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[alternative Konjunkturindikatoren]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir beim Konjunkturteam des Handelsblatts schauen ja immer auf die knallharten Wirtschaftsdaten, wenn wir analysieren, wie es einem Land geht. Doch Wachstum ist natürlich nicht alles &#8211; wir Menschen wollen ja nicht nur viel kaufen und besitzen, sondern in erster Linie  schön leben. Ökonomen wie die Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Amartya Sen fordern daher, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir beim Konjunkturteam des Handelsblatts schauen ja immer auf die knallharten Wirtschaftsdaten, wenn wir analysieren, wie es einem Land geht. Doch Wachstum ist natürlich nicht alles &#8211; wir Menschen wollen ja nicht nur viel kaufen und besitzen, sondern in erster Linie  schön leben.</p>
<p>Ökonomen wie die Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Amartya Sen fordern daher, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/neue-indikatoren-wie-sich-der-wohlstand-eines-landes-genauer-messen-laesst/3670298.html">auch die Lebensqualität der Menschen, ihre Zufriedenheit und die Nachhaltigkeit ihrer Lebensweise zu berücksichtigen, wenn der Wohlstand eines Landes gemessen wird</a>. Seit zwei Jahren diskutiert auch eine Enquete-Kommission des Bundestages, wie das gehen könnte  (<a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/37330454_kw03_pa_enquete_wachstum/index.html">auch wenn sich die Abgeordneten dabei seit neuestem vor allem in die Haare kriegen</a>).<span id="more-639123"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-639124" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/02/destatis-420x291.jpg" alt="" width="280" height="197" /></p>
<p>Das <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/UmweltoekonomischeGesamtrechnungen/Umweltindikatoren/IndikatorenPDF__0230001,property=file.pdf">Statistische Bundesamt hat jetzt zum vierten Mal Statistiken</a> vorgelegt, die Aufschluss geben über den nicht-ökonomischen Wohlstand Deutschlands. Hier ein Überblick im Schnelldurchlauf:</p>
<p>Die schlechten Nachrichten zuerst: Die Zahl der Vogelarten geht weiter zurück, wir transportieren nur noch jede zehnten Frachtcontainer auf der Schiene (ein Viertel weniger als vor  zehn Jahren) und wir haben nur für einen von zehn Knirpsen einen Krippenplatz (obwohl wir längt für zwei weitere einen haben wollten) . Außerdem ändert sich seit Jahren nichts daran, dass Frauen ein Viertel weniger verdienen als Männer. Dazu kommt: Immer mehr von uns sind zu dick.</p>
<p>Die guten Nachrichten: Wir betonieren nur noch 77 Hektar Land pro Tag zu (statt über 120 vor zehn Jahren), schicken 40 Prozent unseres Nachwuchses auf die Uni (statt 30 vor zehn Jahren), können eine Tonne Zeug mit 20 Prozent weniger Energie durch die Gegend transportieren, bauen doppelt so viel Öko-Essen an, begehen weniger Straftaten und sterben seltener, bevor wir ins Rentenalter kommen. Gleichzeitig rauchen nur noch 13 Prozent der Jugendlichen &#8211; halb so viele wie vor zehn Jahren.</p>
<p>Die subjektive Zufriedenheit der Deutschen hat das Statistische Bundesamt nicht gemessen. Bei der letzten Berechnung des <a href="http://www.happyplanetindex.org/">Happy-Planet-Indexes</a> vor drei Jahren hatten wir in der Kategorie Lebenszufriedenheit einen Wert von 7,2. Wie glücklich sich 7,2 anfühlt, weiß man leider nicht &#8211; aber Deutschland lag damit auf Platz 27 (von 143).</p>
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