Die Regierung feiert sich. Mal wieder. Das Bundeskabinett hat den Bericht des Normenkontrollrates verabschiedet. Klingt abstrakt? Hat aber ganz praktische Bedeutung, denn es geht dabei um den von allen geforderten Abbau von Bürokratie. Die deutsche Wirtschaft sei um 1,2 Milliarden Euro an Bürokratiekosten entlastet worden, heißt es dort. Das Ziel, diese Belastungen um 25 Prozent zu senken, sei erreicht. Im Vorwort des Berichts spricht Staatssekretär Eckart von Klaeden von einer „positiven Entwicklung“, für die zahlreiche Initiativen der Bundesministerien verantwortlich seien.
Archiv der Kategorie: Konjunktur
Verschwörung zur Energiewende
Was hat ein kleiner Ort in einer chinesischen Wüste mit dem deutschen Solarunternehmer Frank Asbeck zu tun? Die Gemeinde Golmud zeigt, warum der Feldzug des schillernden Geschäftsmannes gegen Chinas Solarhersteller fehlgeleitet und egoistisch ist. » weiterlesen
Obama als Chinas weiser Richter

Mit Photoshop haben chinesische Blogger dem historischen Richter Bao Zheng das Gesicht des US-Präsidenten verpasst. Quelle: weibo.com
Was tut ein findiges Volk, das zwar keine Pressefreiheit, dafür aber Internetzugang hat? Es beschwert sich erst einmal im Netz. Aufmüpfige Chinesen haben dafür nun eine neue, wunderbare Plattform gefunden: Die Vorschlagswebseite des Weißen Hauses in Washington. » weiterlesen
Ein deutscher Euro-Austritt wäre brutal teuer
Bei George Soros kann man sicher sein, dass er provoziert. Deshalb war ich am Dienstag bei seiner Rede in Frankfurt. Er hat geliefert. Seine Botschaft an das deutsche Publikum hatte es in sich: „Nehmt Euro-Bonds oder tretet aus.“
Die Logik dahinter lässt sich knapp zusammenfassen. Der Euro hatte einen entscheidenden Konstruktionsfehler: Er machte Staatspleiten der Mitgliedsländer möglich.
Eigentlich gibt es dieses Risiko nur in Dritte-Welt-Ländern, die sich in fremder Währung verschulden. Industrieländer wie die USA oder Japan haben eine eigenständige Notenbank, die im Notfall immer genug Geld drucken kann, um die Staatsschulden zu zahlen.
Chinas Anti-Apple-Show
Zwei der bekanntesten Weltkonzerne haben in China gerade ziemlichen Ärger. Das Staatsfernsehen hat sowohl Volkswagen als auch Apple am Freitag schlechten Kundendienst vorgeworfen – zur besten Sendezeit. Der Image-Schaden ist noch nicht abzusehen, auf jeden Fall aber sehr groß. » weiterlesen
Schlagt die Abzocker mit ihren eigenen Waffen!
Die Schweizer Initiative gegen Abzocke hat auch in Deutschland eine Debatte um überzogene Gehälter losgetreten. Nirgendwo sind die Exzesse so krass wie bei den Banken. 80 Millionen Euro Bonus zahlte die Deutsche Bank ihrem Händler Christian Bittar, der unter Manipulationsverdacht steht.
Die Schweizer Regelung setzt bei den Vorstands-Gehältern an. Sie müssen künftig jedes Jahr von den Aktionären abgesegnet werden. Wie viel das bringt, bleibt abzuwarten. Bei den Banken verdienen einzelne Händler zum Teil deutlich mehr als ihre Vorgesetzten in der Chefetage.
Deshalb ist noch etwas anderes nötig, um Gehalts-Exzesse wirksam einzudämmen: Die staatlichen Regulierer sollten einige der besten Köpfe aus den Banken mit Millionen-Gehältern abwerben. » weiterlesen
Der Ausstieg aus dem Euro
Trotz des Chaos in der italienischen Politik scheinen die Märkte sich im Moment nicht allzu sehr zu sorgen, dass die Euro-Zone auseinanderbricht. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, auch für gering. Trotzdem stelle ich mir manchmal die Frage: Was wäre denn ein realistisches Ausstiegsszenario?
Homo oeconomicus – das unverstandene Wesen
Und wieder brandet die Diskussion um den “homo oeconomicus” auf, bei der sich mir die Fingernägel aufrollen. Da wird ein abstraktes Konzept als anthropologisches Modell des Menschen als eines allein eigennützigen Wesens missverstanden, um dann zu versuchen, diese angeblichen Mängel mit Versatzstücken aus der Psychologie irgendwie aufzupeppen. Besonders grausam ist es, den so konstruierten einseitigen Menschen dann auch noch Adam Smith zu unterschieben, der einer der bedeutendsten Moralphilosophen der Neuzeit war und in seiner “Theory of Moral Sentinments” ein sehr feines Bild des Mensch gezeichnet und die Moral letztlich auf unsere Fähigkeit zur Empathie zurückgeführt hat.
Die Börse im Griff der Schlange
Am Wochenende hat in China das Jahr der Schlange begonnen. Die Nachrichtenmedien im chinesischen Raum überbieten sich nun mit Vorhersagen, was das Kriechtier für die Börsenkurse bringen wird. Auch seriöse Medien machen mit. Das Schlangenjahr werde ein Horrorjahr für die Märkte, so die einfach zu erfassende Geschichte. » weiterlesen
Im Paradies für Keynesianer
Ich reise gerade mit einer Journalistengruppe durch Brasilien. Vorgestern haben wir das einzige Atomkraftwerk des Landes in Angra dos Reis, in der Nähe von Rio, besucht. Es liegt wirklich sehr idyllisch – umgeben von Palmen, Strand und Bergen. Zwei Reaktoren liefern Strom nach Rio. Interessant ist die Geschichte des noch nicht fertigen dritten Reaktors.






