Finn Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk ist als Beobachter Asiens der Partner aller Frühaufsteher. Von Peking aus analysiert er die Chancen und Risiken des aufstrebenden Marktes in China.

Beiträge von Finn Mayer-Kuckuk:

Pekings gefälschtes Ikea-Möbelhaus

Am meisten haben es mir die blau-gelben Polohemden der Möbelberaterinnen angetan. Der Schriftzug links auf der Brust lautet zwar „Joyme“, nicht „Ikea“, doch ansonsten wirken sie so schweden-mäßig, wie das überhaupt nur sein kann. Doch eigentlich sind natürlich die Möbel viel beeindruckender. Da stehen sie, wie beim Original liebevoll in komplett eingerichtete Wohn- und Schlafzimmer zusammengestellt. Viele alte Bekannte sind dabei: Hemnes beispielsweise, Pax, Ivar und natürlich Billy.
Willkommen beim gefälschten Ikea in Peking. 

Eine vertraute Folge von fensterlosen Beispielzimmern: falsches Ikea in Peking.

Eine vertraute Folge von fensterlosen Beispielzimmern: falsches Ikea in Peking.

Konkurrenz ist das wichtigste Prinzip der Marktwirtschaft – und wer mit seiner Idee nach China geht, muss sich auf reichlich Wettbewerb gefasst machen. Anders als in Mitteleuropa machen die Angreifer jedoch nicht brav am Gartenzaun halt. Genau genommen machen sie vor so ziemlich gar nichts halt.
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Verschwörung zur Energiewende

Solarzellen in der Wüste von Qinghai.

Solarzellen in der Wüste von Qinghai.

Was hat ein kleiner Ort in einer chinesischen Wüste mit dem deutschen Solarunternehmer Frank Asbeck zu tun? Die Gemeinde Golmud zeigt, warum der Feldzug des schillernden Geschäftsmannes gegen Chinas Solarhersteller fehlgeleitet und egoistisch ist. (weiterlesen …)

Obama als Chinas weiser Richter

Obama als Bao Zheng

Mit Photoshop haben chinesische Blogger dem historischen Richter Bao Zheng das Gesicht des US-Präsidenten verpasst. Quelle: weibo.com

Was tut ein findiges Volk, das zwar keine Pressefreiheit, dafür aber Internetzugang hat? Es beschwert sich erst einmal im Netz. Aufmüpfige Chinesen haben dafür nun eine neue, wunderbare Plattform gefunden: Die Vorschlagswebseite des Weißen Hauses in Washington.  (weiterlesen …)

Chinas Anti-Apple-Show

Der Staatssender CCTV stellt die Kulanz von Apple infrage.

Der Staatssender CCTV stellt die Kulanz von Apple infrage.

Zwei der bekanntesten Weltkonzerne haben in China gerade ziemlichen Ärger. Das Staatsfernsehen hat sowohl Volkswagen als auch Apple am Freitag schlechten Kundendienst vorgeworfen – zur besten Sendezeit. Der Image-Schaden ist noch nicht abzusehen, auf jeden Fall aber sehr groß.  (weiterlesen …)

Scheidung für den Hauskauf

Braut in China: Scheidung und Scheinehe zum Steuernsparen

Braut in China: Scheidung und Scheinehe zum Steuernsparen

China hat eine neue Steuer von 20 Prozent auf Immobilienverkäufe erlassen. Doch Chinesen wären nicht Chinesen, wenn sie nicht schon einen Weg zur Vermeidung der Abgabe gefunden hätten. Die Methode ist ziemlich krass und erfordert drei Scheidungen und zwei Eheschließungen – scheint jedoch bereits ziemlich beliebt zu sein.  (weiterlesen …)

Chinas Stellenanzeige für Hacker

Die "Einheit 61398" sucht talentierten Computernachwuchs.

Die “Einheit 61398″ sucht talentierten Computernachwuchs.

Einer unabhängigen Nachrichtenwebsite ist ein faszinierender Fund gelungen: Eine Stellenanzeige für Informatik-Absolventen mit Chinas Volksbefreiungsarmee als potenziellem Arbeitgeber. Das chinesische Militär steht derzeit unter Verdacht, ganze Spionagefeldzüge gegen amerikanische Datennetze gestartet zu haben. (weiterlesen …)

Die Börse im Griff der Schlange

Peking im Zeichen der Schlange: Neujahrsdeko am Adidas-Laden.

Peking im Zeichen der Schlange: Neujahrsdeko am Adidas-Laden.

Am Wochenende hat in China das Jahr der Schlange begonnen. Die Nachrichtenmedien im chinesischen Raum überbieten sich nun mit Vorhersagen, was das Kriechtier für die Börsenkurse bringen wird. Auch seriöse Medien machen mit. Das Schlangenjahr werde ein Horrorjahr für die Märkte, so die einfach zu erfassende Geschichte. (weiterlesen …)

Das Handy des Diktators

 

Links neben dem Papierstapel ist das Smartphone von Kim Jong-Un zu entdecken. Bild: afp

Wenn ein bekanntes Staatsoberhaupt ein bestimmtes Produkt bevorzugt, kann das gute Werbung sein. Ich denke da beispielsweise die Ironman-Digitaluhren von Timex, die seinerzeit oft an Bill Clintons Handgelenk zu sehen waren. Doch derzeit tut Samsung alles, um nicht mit einem bestimmten Handy in Verbindung gebracht zu werden: dem von Kim Jong-Un.  (weiterlesen …)

Das chinesische Datenwunder

Nun liegt Chinas Wachstum im Gesamtjahr 2012 also bei 7,8 Prozent. Mal wieder genau auf dem Zielwert – das sind wir von China gewöhnt. Trotzdem, oder eigentlich gerade deshalb, wurde ich stutzig, als Statistiker Ma Jiantang heute auf der großen BIP-Pressekonferenz die Zahl nannte.

Denn im Oktober hatte sich ein bekannter, bestens vernetzter Ökonom von einer führenden staatlichen Uni in meinem Beisein verquasselt. „Ich denke, das Wachstum in diesem Jahr liegt eher bei 7,5 Prozent“, hat der grauhaarige Wissenschafts-Veteran gesagt. „Das sollte am Jahresende auch draufstehen. Außer, die drehen mal wieder dran.“

Hat China nun an der Statistik gedreht?  (weiterlesen …)

The Smog – Nebel des Grauens

Ein Land voller Dreckschleudern: Kohlekraftwerk in Hebei

Ein Land voller Dreckschleudern: Kohlekraftwerk in Hebei

Die Schwaden, die am Samstagnachmittag im Pekinger Stadtteil Chaoyang auf mich zukamen, erinnerten mich an den Film „Der Nebel des Grauens“. Nur dass darin keine toten Seeleute lauerten, sondern Feinstaubpartikel.

Der plötzliche Rekord-Smog kommt für mich etwas überraschend, weil der Trend eine Weile lang in Richtung besserer Luft ging. Gerade zu Jahresbeginn hatten wir wunderbar klares Wetter. Peking selbst tut zudem einiges, um die Luft zu verbessern – gerade haben zwei neue U-Bahnlinien eröffnet. Doch der Nebel des Grauens wabert flächendeckend über den Industrieregionen Nordchinas.  (weiterlesen …)