Über das Blog

„HandelsBlog – Der Club zur Unterwanderung des wirtschaftlichen Sachverstandes“. Hier diskutiert ein Team aus Redakteuren und internationalen Korrespondenten über ökonomische Konflikte, politische Irrtümer, Unwahrheiten und überraschende Fakten aus der Wirtschafts- und Finanzwelt.

Wir betrachten das volkswirtschaftliche Geschehen aus neuen Blickwinkeln, hinterfragen alte Glaubenssätze, spüren Trends nach und scheuen uns nicht vor der provokativen Zuspitzung. Wir kommentieren für Sie aktuelle Daten, weisen auf spannende Studien hin, beobachten die internationalen Wirtschaftsmedien und meinungsführende Wirtschafts-Blogs, immer auf der Suche nach neuen Ideen.

Wie jedes gute Blog lebt das –„Handelsblog“ vom Dialog. Also bitte antworten Sie, widersprechen Sie, ergänzen Sie uns – wir freuen uns auf eine lebhafte Debatte. Werfen Sie gerne auch neue Themen auf, die wir diskutieren sollen. Wir stellen uns das „Handelsblog“ als offene Plattform für alle an volkswirtschaftlichen Themen interessierten Menschen vor.

 

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Alle Kommentare [4]

  1. Es ist wie mit jeder Spekulationsblase, irgendwann platzt sie. Warum soll das ausgerechnet mit der weltweiten Staatsverschuldung anders sein?

    Früher, also in den Jahren von 1900 bis 1948, war das viel einfacher. Staat und Finanzwirtschaft gingen noch getrennte Wege. Klar krankten auch damals schon Staaten an Überschuldung, doch der nächste Krieg stellte alles wieder auf Anfang. Alte, inflationäre Währungen wurden beherzt mit einem Schuldenschnitt gestutzt, auf Kosten der verarmten Bevölkerung.

    Heute schlagen sich die entwickelten Industrieländer nicht mehr gegenseitig die Köpfe ein. Heute werden Staaten und Währungen versenkt, die uns im Grunde genommen egal sind. Außer, sie stehen dann als Wirtschaftsflüchtlinge oder Terroristen bei uns auf der Matte.

    Zu Hause, also bei uns, will sagen in der entwickelten Industriegesellschaft, gibt es schon lange kein Korrekturmittel für das Staatsdefizit mehr, wie früher mit den Kriegen. Heute liegen Staat und Finanzindustrie in einem Bett und gebären eine Staatsverschuldung nach der anderen Finanzierungsspritze. Dabei freut sich die Finanzwirtschaft über jedes Haushaltsloch der Politik. Pfui Teufel, ist die Metapher schmutzig.

    Was hier im Euroraum gerade geschieht, ist das platzen dieser Spekulationsblase, genannt Staatsverschuldung, im Zeitlupen-Tempo. Ja ihr Warren Buffetts und George Soros, seht genau hin. Was hier in der Petrischale der Eurozone passiert, ist die Implosion der Vorstellung, dass Wohlstand und Zukunft auf Kosten der nachfolgenden Generationen erkauft werden kann. Die schwächsten Staaten trifft es zuerst. Aber keine Sorge, sie ziehen die Starken beharrlich hinter her. Hier entwickelt sich die Keimzelle einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, da war der Zusammenbruch von Lehman Brothers ein Furz im Orkan.

    Die Frage, tritt Deutschland aus dem Euro-Raum aus, oder die, der Pleite nahen Staaten, stellt sich für mich gar nicht. Hier geht es einfach darum, hält das System Euro-Raum dem inneren Druck der Umverteilung aus? Begreifen die Nehmer-Länder die Solidarität als Ansporn zu Reformen oder als weiter so? Und halten die Geber-Länder politisch und finanziell so lange durch, um den Erfolg ihrer Mühen noch zu erleben?

    Sollte es doch zum Zusammenbruch des Euro-Raums kommen, ist es irrelevant wie viel Schulden welches Land hat. Es kann sie am Ende nie bezahlen. Viele haben sich dann verspekuliert. Richtig zur Kasse gebeten werden aber alle Kleinsparer, Rentenbezieher, und alle Erwerbstätigen. Deren Erspartes ist in jedem Fall weg. Den Rest frisst die Inflation. Genau wie nach einem richtigen Krieg.

  2. Hallo Redaktion,
    könnt ihr bitte anzeigen, wenn Kommentar-Funktion gesperrt ist. Ihr verärgert
    nur die Leute, wenn sie was reinschreiben und dann die Sperrung an den
    Kopf geknallt kriegen.

  3. Endlich wird die Volkswirtschaftslehre wieder in den Vordergrund gestellt. Nur auf diese Weise werden sich die Menschen wieder bewusst, dass unsere Wirtschaft gelenkt wird.

  4. Mit Interesse lese ich ihre Beiträge zur Krise in Europa und möchte sie auf ein spannendes Projekt zu den Ursachen der Wirtschaftskrise aufmerksam machen. Die Website diekriseverstehen.net präsentiert die Zusammenhänge interaktiv und gut verständlich. Das interaktive Konzept der Seite macht die Auseinandersetzung mit den wirtschaftspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre zu einer informativen Entdeckungsreise.
    Vielelicht ist das ja auch ein Thema für ihren Blog.