Der Fiskus wittert Einnahmen bei TV-Chaoten

Die Moderatoren des Dschungel-Camps. Bild: dpa

Wie wir unser Geld verdienen, ist dem Fiskus eigentlich egal. In den meisten Fällen, nimmt er sich sowieso einfach seinen Teil – die Einkommensteuer macht’s möglich. Ob wir für dieses Einkommen hart geschuftet haben oder es sich dabei um leicht verdientes Geld handelt, spielt keine Rolle – wer könnte das auch objektiv prüfen? Wichtig schien bisher nur: Irgendeine Leistung musste man erbracht haben. Und das galt auch, wenn eine Fernsehshow zum Geldsegen verholfen hat.

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Im Paradies für Keynesianer

Brasiliens Megacity Sao Paulo.

Ich reise gerade mit einer Journalistengruppe durch Brasilien. Vorgestern haben wir das einzige Atomkraftwerk des Landes in Angra dos Reis, in der Nähe von Rio, besucht. Es liegt wirklich sehr idyllisch – umgeben von Palmen, Strand und Bergen. Zwei Reaktoren liefern Strom nach Rio. Interessant ist die Geschichte des noch nicht fertigen dritten Reaktors.

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Verstaatlicht die private Altersvorsorge!

Gesundheitsminister Daniel Bahr ist der Namenspate des neuen Versicherungsprodukts “Pflege-Bahr”. Bild: dapd

Zum neuen Jahr beglücken uns Politik und Versicherungswirtschaft mit einem neuen Produkt. Nach Riester- und Rürup-Rente ist es diesmal der nach dem FDP-Gesundheitsminister benannte Pflege-Bahr. Eine private Pflegezusatzversicherung, die der Staat mit einer jährlichen Zulage von 60 Euro fördert.

Es mag sinnvoll sein, für den Pflegefall vorzusorgen. Allerdings sind die Erfahrungen mit solchen staatlich alimentierten Privatversicherungen eine ziemliche Katastrophe. Als überzeugter Anhänger der Marktwirtschaft fällt es mir schwer, das zu sagen. Noch schwerer fällt es, nach dem Staat zu rufen.

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Das chinesische Datenwunder

Nun liegt Chinas Wachstum im Gesamtjahr 2012 also bei 7,8 Prozent. Mal wieder genau auf dem Zielwert – das sind wir von China gewöhnt. Trotzdem, oder eigentlich gerade deshalb, wurde ich stutzig, als Statistiker Ma Jiantang heute auf der großen BIP-Pressekonferenz die Zahl nannte.

Denn im Oktober hatte sich ein bekannter, bestens vernetzter Ökonom von einer führenden staatlichen Uni in meinem Beisein verquasselt. „Ich denke, das Wachstum in diesem Jahr liegt eher bei 7,5 Prozent“, hat der grauhaarige Wissenschafts-Veteran gesagt. „Das sollte am Jahresende auch draufstehen. Außer, die drehen mal wieder dran.“

Hat China nun an der Statistik gedreht?  » weiterlesen

EU startet Casting – aber ohne TV-Show

Auf diesem Foto ist eigentlich alles falsch: Beim EU-Casting gibt es keinen Dieter Bohlen und der Daumen muss runter zeigen. Bild: dpa

„Deutschland sucht den Superstar“ war gestern, jetzt mischt sich die Europäische Union (EU) in die Suche nach dem Ultimativen ein. Eigentlich werden in solchen Shows immer die besten Sänger, die größten Talente und schönsten Frauen gesucht. Bei „Deutschland sucht den Superstar“ treten Tausende Gesangstalente an. Manche mehr und viele weniger begnadet – doch alle vereint in der Hoffnung, dass Dieter Bohlen ihnen keinen allzu fiesen Spruch reindrückt und das Publikum sie immer weiter wählt – bis zum Superstar. » weiterlesen

Wenn aus Bären Bullen werden

An jeden Jahresanfang knüpft sich die Hoffnung eines Neubeginns, und bislang fühlt sich 2013 gar nicht so schlecht an, zumindest an den Börsen. Zwar hatte auch 2012 mit frischem Optimismus begonnen, bevor die Euro-Krise dann nach wenigen Monaten wieder die Stimmung verdarb. Aber in diesem Jahr gibt es doch einige bemerkenswerte Signale, die Hoffnung machen. » weiterlesen

The Smog – Nebel des Grauens

Ein Land voller Dreckschleudern: Kohlekraftwerk in Hebei

Ein Land voller Dreckschleudern: Kohlekraftwerk in Hebei

Die Schwaden, die am Samstagnachmittag im Pekinger Stadtteil Chaoyang auf mich zukamen, erinnerten mich an den Film „Der Nebel des Grauens“. Nur dass darin keine toten Seeleute lauerten, sondern Feinstaubpartikel.

Der plötzliche Rekord-Smog kommt für mich etwas überraschend, weil der Trend eine Weile lang in Richtung besserer Luft ging. Gerade zu Jahresbeginn hatten wir wunderbar klares Wetter. Peking selbst tut zudem einiges, um die Luft zu verbessern – gerade haben zwei neue U-Bahnlinien eröffnet. Doch der Nebel des Grauens wabert flächendeckend über den Industrieregionen Nordchinas.  » weiterlesen

Berühmt werden oder richtig liegen

Habe gerade den Bestseller “The signal and the noise” von Nate Silver gelesen und möchte nur auf eine seiner Thesen aufmerksam machen, die Ökonomen betrifft. Danach haben Leute dieses Berufsstands, überspitzt gesagt, die Wahl, entweder berühmt zu werden oder richtig zu liegen. Beides zugleich scheint sehr schwierig zu sein.

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Chinesische Vendetta

Das sonst rote Logo der "Südliches Wochenende" in Trauer-Grau.

Das sonst rote Logo der “Südliches Wochenende” in Trauer-Grau.

Die Journalisten in der chinesischen Südprovinz Guangdong fordern derzeit den Rücktritt des örtlichen Propagandachefs. Anders gesagt: Sie fordern einen neuen Zensor. Zur Stunde findet dazu sogar ein kleine Demo statt – hier findet sich ein Live-Ticker.

Das Ziel des Protests klingt bisschen so, als forderten die Mäuse vom Bauern eine neue Katze. Diese Entwicklung spricht für erstaunliches Selbstbewusstsein der Journalisten – es zeigt aber auch, wie sehr sich die Gesellschaft mit dem System arrangiert hat. » weiterlesen

Chinas rekordschnelle Überinvestition

Chinesischer Hochgeschwindigkeitszug bei der Jungfernfahrt

Chinesischer Hochgeschwindigkeitszug bei der Jungfernfahrt (Foto: fmk)

China hat in diesen Tagen die weltweit längste Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge eröffnet. Der vermeintliche Triumph der Technik zeigt jedoch zugleich den großen Hinkefuß des chinesischen Wirtschaftswunders: Es beruht auf Überinvestitionen, die nie eine angemessene Rendite bringen werden.  » weiterlesen