Was Deutschland von Südeuropa lernen muss

Beim Aufräumen am Wochenende  fiel mir eine alte Ausgabe des Economist in die Hände – mit einer bizarren Karikatur. Zu sehen ist ein übergewichtiger Deutscher neben einem spanischen und einem französischen Muskelprotz. Die Story handelt von den Wachstumsunterschieden in Europa. Sie hat den Titel: „The fit and the flabby“ –  die Fitten und die Schlaffen. Damals, also 2004,  waren Spanien und Frankreich fit – und Deutschland schlaff.

Heute ist es umgekehrt. In den Karikaturen ist Deutschland zum Muskelprotz und zum leuchtenden Vorbild geworden. Vor allem wegen der hohen Exportüberschüsse.

Die haben jedoch auch eine Kehrseite:  Deutschland hat durch seine Exportüberschüsse über Jahre Forderungen gegenüber den am wenigsten wettbewerbsfähigen Ländern angehäuft. Deutschen Überschüssen stehen hohe Defizite und damit Schulden von Ländern wie Griechenland, Portugal oder Spanien gegenüber.

Das Problem ist, dass sich kein Land permanente Defizite leisten kann. Irgendwann sind die Auslandsschulden zu groß und ein Ventil ist nötig, um sie loszuwerden. Die USA und Großbritannien  machen das, indem sie Geld drucken und ihre Währung abwerten. Diese Option haben Griechenland und Spanien in der Euro-Zone nicht. Sie müssen bei permanenten Defiziten irgendwann umschulden oder sind auf Transfers angewiesen.

Der Londoner Rechtsprofessor Gunnar Beck hat vergangene Woche in einem Gastbeitrag geschrieben, dass die Euro-Rettungspolitik nur den deutschen Exporteuren hilft.  Der Lebensstandard in Deutschland sei seit der Euro-Einführung kaum gestiegen, moniert er.

Ich teile weder Becks Wortwahl noch seine Schlussfolgerung, dass Deutschland aus dem Euro austreten soll. In einem Punkt aber hat er Recht:  Permanente Exportüberschüsse bergen ein hohes Verlustrisiko und mehren nur dann den hiesigen Wohlstand, wenn sie irgendwann in ausländische Waren und Dienstleistungen zurückgetauscht werden können.

Was ist  das Fazit? Deutschland soll seine Verluste begrenzen und aus dem Euro austreten, meint Beck. Die Folge davon wäre aus meiner Sicht eine wirtschaftliche Katastrophe.  Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat einen besseren Vorschlag. Sie argumentiert seit Jahren: Deutschland muss sein Geschäftsmodell anpassen und den Dienstleistungssektor stärken. Vorbild können dabei ausgerechnet Spanien und Italien sein, aber der Reihe nach.

Während Deutschland bei der Industrie die meisten OECD-Länder in den Schatten stellt, hängt es im Dienstleistungssektor zurück. Das ist bitter, denn 2011 hatten Dienstleistungen einen Anteil von fast 70 Prozent an der deutschen Wirtschaftsleistung – die Industrie hingegen machte rund 26 Prozent aus.

Die so genannten marktbestimmten Dienstleistungen (Unternehmensdienstleistungen, Handel, Verkehr, Finanzen) wuchsen in Deutschland  zwischen 2000 und 2007 jährlich um 2,2 Prozent –  die OECD-Länder schafften hingegen im Schnitt 3,1 Prozent. Vergleichsweise niedrig fiel hierzulande auch das Wachstum bei personalisierten Dienstleistungen in Kultur, Bildung und Sport aus.

Aus Sicht der OECD ist der Grund für die schwache Performance offensichtlich: Deutschland reguliert den Dienstleistungssektor viel zu stark und hemmt so seine Produktivität. Apotheker dürfen nicht mehr als vier Filialen aufmachen, Anwälte ihre Honorare nicht selbst festlegen und Handwerker  viele Tätigkeiten nur ausüben, wenn sie einen Meisterbrief haben. Bei der Regulierung freiberuflicher Dienstleistungen liegt Deutschland auf Platz 22 von insgesamt 27 OECD-Ländern.

Je unproduktiver der Dienstleistungssektor ist, desto niedriger die Löhne – und desto höher der Anteil der Arbeiter, die lieber im Industriesektor arbeiten. Wenn der Dienstleistungssektor hingegen produktiver wird, steigen die Löhne  – und damit auch die Nachfrage. Das wiederrum trägt dazu bei, dass der Exportüberschuss sinkt. Das oft gescholtene Spanien schneidet im OECD-Ranking deutlich besser ab als Deutschland (Platz 14). Und auch von Italien können wir lernen, obwohl es Schlusslicht im OECD-Ranking ist.

Der neue italienische Ministerpräsident Monti hat nach seinem Amtsantritt als erstes den Dienstleistungssektor reformiert. Tankstellen dürfen auch andere Produkte verkaufen als Benzin, Taxilizenzen bleiben nicht mehr auf ein bestimmtes Territorium begrenzt und Rechtsanwälte dürfen ihre Honorare selbst festlegen. Montis Reformeifer würde auch Deutschland gut tun.

 

Ähnliche Beiträge

Alle Kommentare [18]

  1. @Denk.mal
    Zu 2.) Wenn der Dienstleistungssektor mehr Freiraum bekommt und produktiver wird, steigt das Wachstum in Deutschland. Der Anteil des Dienstleistungssektors nimmt zu – und der Anteil der Industrie ab. Ein ausgewogeneres Geschäftsmodell reduziert die Anfälligkeit für Krisen.

    zu 3.) Warum sollte es einen Inflationsschock geben?

    @Manni Manta

    Der Dienstleistungssektor soll stärker wachsen. Dadurch würde sein Anteil an
    der Wirtschaftsleistung steigen – und der Anteil der Industrie sinken. Das Resultat wäre ein ausgewogeneres Geschäftsmodell und ein höheres Wirtschaftswachstum für Deutschland. Großbritannien ist das andere Extrem. Dort ist die Industrie zu schwach.

  2. @Ben-Wa: Beck kritisiert, dass sich der Lebensstandard in Deutschland nicht verbessert, wenn man Güter exportiert und gegen wertlose Forderungen tauscht. Anpassung ist möglich. Spanien hatte 2008 ein Leistungsbilanzdefizit von 10 Prozent der Wirtschaftsleitung. Im zweiten Quartal 2012 hat es dank deutlich höherer Exporte und niedrigerer Importe – einen kleinen Überschuss erzielt. Insgesamt war die Leistungsbilanz der Eurozone in den vergangenen Jahren in etwa ausgeglichen. Es wäre für alle Seiten besser – vor allem für den Lebensstandard in Deutschland – wenn sich nicht nur die PIGS-Länder anpassen, sondern ein Stück weit auch Deutschland.

  3. Natürlich ist eine Deregulierung und Flexibilisierung des Dienstleistungssektors in D wünschenswert und ökonomisch sinnvoll – aber dass sie zu “höheren Löhnen” und zu mehr gesamtwirtschaftlicher Nachfrage führen würde ist sehr unwahrscheinlich. Im Gegenteil führen offenere und transparentere Märkte zu mehr Effizienz, also weniger Extrarenten und mittelfristig niedrigeren Preisen (was durch zusätzliche nachfrage wohl kaum überkompensiert würde). Gerade in I oder ES dienen die geplanten Reformen ja mehr Effizienz und sinkenden Preisen – also gesamtwirtschaftlich eher einem (monetär bewertet) Schrumpfen (!) des überproportional ausgeweiteten und zugleich oft dysfunktionalen Sektors. Ökonomisches Wachstum ist eher von neuen Dienstleistungen etwa im Bereich Gesundheit und Fit-/Wellness, Ausbildung/Lebenslanges Lernen und Betreuung zu erwarten.

  4. Selbst die Oliven aus “Griechenland” stammen aus der Türkei und werden dann in GR anders ausgezeichnet. Also nicht mal das haben die drauf! “Apotheker dürfen nicht mehr als vier Filialen aufmachen …” Die Apotheker werden geschützt vor Konkurrenz, da reichen vier Stück oder aber alle Privilegien abschaffen, wird aber nicht passieren. “… und Handwerker viele Tätigkeiten nur ausüben, wenn sie einen Meisterbrief haben” das sorgt für hohe Qualität und der Bürger gerät nicht so schnell an Abzocker. Ja, die Reallöhne sollten in Deutschland massiv steigen, aber dann müssten die Eurogewinner (Konzerne, Aktienfirmen, Banken, Großindustrie) mehr von ihren Gewinnen dank Euro abgeben, und das wollen die nicht. Aktuell können wir nichts vom Süden lernen.

  5. Bereits in meinem Studium vor 30 Jahren hat sich ein Dozent kritisch zum Exportsüberschuss geäußert: Geld ist nur ein Vehikel und es geht immer um einen Warentausch. Damals gab es noch Lire und Peseten und jeder hatte die Fremdwährungsentwicklung (wie bei GBP und USD) auf dem Schirm. Ob eine Reform des tertiären Sektors Deutschland hilt, bezweifle ich. Mehr Oliven können wir auch nicht essen, aber vor Griechenlands Küsten werden Erdöl und -gas vermutet. Wieso läßt sich die EU die Förderrechte nicht abtreten?

  6. Mit anderen Worten, wenn Deutschland den Wert seines “gesparten” Geldes, das ja tatsächlich angehäufte Forderungen sind, nicht verlieren will, muss es dafür sorgen dass die Schuldner wieder auf die Beine kommen und attraktive Angebote erstellen können, solche die man konsumieren will. Und für die Zukunft ist auf die nachhaltige Zahlungsfähigkeit der Handelspartner zu achten.

    Übrigens gilt beides unabhängig davon ob eine Währungsunion besteht oder nicht.

  7. Ganz verstehen tu ich das erhlich gesagt nicht. Meiner Einschätzung nach krankt es genau an diesen Dienstleistungen. Sehen wir uns China an, wieviel Dienstleistung gibt es dort? Die Produktion und die Industrie sind das A&O. Egal ob das Eisenbahnschienen sind oder chirurgische Scalpelle.
    Sehen Sie sich GB mit seinem Finanz/Dienstleistungssektor an.
    Ein Staat ohne Rohstoffe muss viel Exportieren, denn er braucht Devisen. Welche Dienstleistung soll ein Handwerker Exportieren?

    Lg aus Österreich

  8. Herr Mallen,

    1) es ist unbestreitbar, dass die Globalisierung bis jetzt sehr lang einen übergeordneten Deregulierungstrend erlebt hat. Dass Deutschland in diesem Umfeld einen dauerhaften Exportüberschuss erzielt, liegt nicht daran, dass sich Deutschland unfair verhält. Eine Abkehr vom Exportüberschuss wird sich bei Beibehaltung aktueller Trends ohnehin langsam vollziehen. Selbstverständlich lässt sie sich beschleunigen.

    2) Die “Stärkung des Dienstleistungsektors”, für die Sie Beispiele anführen, soll was genau bringen? Selbst wenn dann mal eine Taxilizenz von Kassel nach Rosenheim wechselt? Wodurch steigt da welche Produktivität? Es ist unbestreitbar, dass die eigentliche Wertschöpfung nicht im Dienstleistungssektor stattfindet. Es werden genügend Menschen benötigt, die echte Produkte herstellen, ansonsten imitiert man die USA, mit den offenkundigen Folgen.

    3) Die von Ihnen angemahnte Trendwende hin zu weniger Industriejobs und teurerer Dienstleistung führt gesamtvolkswirtschaftlich bitteschön zu was? Zu einem brutalen Inflationsschock mit anschließender Insolvenzwelle auf dem Weg weg von einer halbwegs leistungsfähigen Gesellschaft hin zu einer, die glaubt, sich Wohlstand leisten zu können.

    Danke für Ihren Artikel jedenfalls.

  9. ganz schlechter artikel und in bezug auf ihren hinweis zu prof beck folgende anmerkung:
    mit verlaub das wirkt als ob ein amateurfußballer -nationalspieler belehren will.

    zum euroaustritt gibt es nun mal keine alternative, auch wenn sie und der politikmainstream uns das weismachen wollen und katastrophenszenarien beschwören.
    argumente höre man keine nur düstere beschwörungen und D müsse helfe , denn es hätte ja so vom euro profitiert. argumente und fakten bleiben sie schuldig. kein wunder , es gibt schlicht keine.

  10. Hallo Herr Mallien,
    Spanien und Italien als Vorbiler nehmen – bei aller Liebe zu Paella und Pizza, ist extrem Fragwürdig. Wir wissen das beide Länder über ihre Verhältnisse gelebt haben und nichts dagegen unternommen haben. Der EURO ist für diese Länder eine Art von Schutzmantel, unter den man sich versteckt ohne aufzufallen, das der eigene Haushalt hinüber ist. Nun nach Griechenland werden die Mängel Europas extrem Sichtbar. Unsere Politiker haben wie immer halbe Sachen gemacht. Europa und der EUR mussten schnell kommen als Gegengewicht zum damals starken US Dollar. Doch jede schnelle Entscheidung birgt die Gefahr das man etwas übersieht. Heute steht Spanien vor dem Abgrund weil es über Jahrzente in die Immobilienwirtschaft (geschlossene Immobilenfonds) investiert hat, gleichwohl wissend, das der Markt kolabiert. Das nenne ich nicht umwissend, sondern kurzsichtig. Ein solches Beispiel sollte sich hier keiner nehmen.

  11. Na ja, wenn wir uns den Südländern anpassen, dann doch allenfalls hinsichtlich ungezügelter Schuldenpolitik. Wir müssen in der EU realisieren, daß wir in der Minderheitenposition sind. Das sollte sich ändern. Denn wir müssen auch mehr herausbekommen, als einzahlen. Also noch mehr neue Schulden. Wir müssen soweit kommen, daß zB. die italienischen Aristokraten (die gibt es wirklich noch zuhauf) für uns zahlen müssen. Es sollte unserer Politik nicht schwerfallen umzusteuern. Nur die Breite des Bürgertums und der Mittelstand müssen noch lernen damit umzugehen. Beim nächsten Italienurlaub eben einfach noch ein bißchen lernen ist angesagt. Die Konzerne sind eh schon alle auf den Caymaninseln etc., die sind schon “safe”.

  12. So viel ökonomische Unkenntnis und hahnebüchener Unsinn wie hier von Herrn Mallien produziert wurde, ist für mich als Volkswirt für eine Marke wie das Handelsblatt kaum mehr tolerierbar. Das Handelblatt sollte in der Lage sein, besser ausgebildete Redakteure für ihre Wirtschaftsthemen zu finden.

  13. @Ben-Wa

    Es geht in dem Artikel doch hauptsächlich gar nicht darum, dass Deutschland mehr von den PIGS kaufen soll. Es geht darum, die deutsche Wirtschaft für die Zukunft zu rüsten, indem der Dienstleistungssektor liberalisiert wird. Dadurch könnten hochqualifizierte Jobs geschaffen werden, die besser bezahlt werden. Durch höhere Löhne steigt die Nachfrage in Deutschland. Woher die Deutschen die Produkte kaufen, ist dabei egal. Soweit ich das verstanden habe, geht es nur um die Handelsbilanz von Deutschland und nicht die der Eurozone…

  14. Über den Beitrag von Jan Mallien
    Also so einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die junge Frau lebt wohl in einer anderen Welt. So kann Martwirtschaft nicht funktionieren, es wäre der Untergang für Deutschland!
    Der Wettbewerb untereinander treibt an u. bringt Fortschritt. Wenn die “Süd-Länder” nicht in der Lage sind, ihre Strukturen anzupassen, dann sollten wir aus dem EURO austreten und unsere Produkte an den verkaufen, der auch Geld hat!

  15. Wenn ich ihr Statement mir anschaue, dann ist es also der zukünftig deregulierte Dienstleistungssektor in Deutschland, der uns nach vorne bringt, wenn wir nur die Angebotspalette ausweiten. Und wo kommt die Nachfrage her, wenn in Deutschland im Dienste der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin die Einkommen stagnieren.

    Im Übrigen ist Deutschland ein Muskelprotz mit okkupierten Muskeln, die er ja nur dann behalten darf, wenn die anderen das “Eiweiß” sprich Geld beibringen und die Target-Salden (Exportdefizite) mit eigenem Exportüberschuss angleichen. Ob das mit Montis epochaler Entfesselung der Tankstellen zu leisten ist, darf doch sehr bezweifelt werden. Dieses neoliberale Wolkenkuckucksheim ist doch wohl eher ein unstrukturiertes Sammelsurium einzelner Tatbestände, die ökonomischen in der Summe keinen Sinn ergeben.

    Deutschland hat “Muskeln” als Folge eines völlig falschen Geschäftsmodells, da es auf eine besondere Art Wirtschaftskrieg angelegt ist, der nur den Export-Unternehmen nutzt und die sich hieraus ergebende Wohlstandsmehrung als eine katastrophale Fehlallokation erweist (20% besitzen 80% des Vermögens).

    Und der Fetisch Wettbewerbsfähigkeit ist doch nichts weiter als eine Erfindung makroökonomischer Analphabeten, die offenbar nicht bis drei zählen können. Erstens ist der Anteil des Exports an der VGR sehr unterschiedlich. Bei Griechenland etwa 25%, was bedeutet, dass der größere Teil der Wertschöpfung im Binnenmarkt liegt. Wenn nun, was uns Voodoo-Ökonomen und deutsche Regierung als Allheilmittel verkaufen wollen, alle Euroländer gleich wettbewerbsfähig geworden sind, d.h. Löhne, Renten und Sozialtransfers auf vergleichbarem niedrigem Niveau angekommen sind, wer verkauft dann wem, da alle wettbewerbsfähig sind, seine Güter, Dienstleistungen etc. Klingt das nicht nach Alice im Wunderland, wenn das das gemeinsame Ziel ist.

    Ich fürchte, das führt nicht aus, sondern noch viel tiefer in die Wirtschaftsmisere hinein, die wir mit unserem Geschäftsmodell in Europa angerichtet haben. Da täten etwas weniger Muskeln bei uns und etwas mehr bei den anderen ganz gut. Wer immer noch glaubt, der deutsche Weg sei erfolgreich, der verschließt die Augen vor den ökonomischen Konsequenzen, dieses Irrwegs.

  16. Ja, Herr Mallien, Deutschland kann von den PIGS lernen, wie man gewaltig über seine Verhältnisse lebt und andere dafür bezahlen läßt.
    Verstanden haben Sie die Ausführungen von Gunnar Beck jedenfalls nicht. Es fehlen die Zahlen – nur ideologisches Geschwätz! Und welche Produkte aus den PIGS sollen denn die Deutschen kaufen? Wenn überhaupt, dann kaufen sie japanische, koreanische oder chinesische Produkte. Mehr Oliven aus Griechenland wird niemand mampfen.
    Wunschdenken, euroideologisch aufgeladen. Absolut unglaubwürdig!

  17. Ein interessanter Vorschlag. Nachdem ich eine Weile in Barcelona gelebt habe, und dort erfahren durfte, was ein geöffneter Markt für Handwerker bedeutet, kann ich nur sagen: nein danke! Was bringt mir ein günstiger “Handwerker”, der sich alles selbst beigebracht hat, wenn er 3x kommen muß bis es repariert ist? Da habe ich doch lieber meinen Meisterzwang – das garantiert zwar auch nicht Höchstleistung, aber zumindest einen gewissen Mindeststandard.