Soll Deutschland in der Eurozone bleiben?

Jetzt live auf Youtube: Der erste Ökonomenhangout zur Euro-Krise.

 

Es diskutieren die Wirtschaftsblogger Arne Kuster (www.wirtschaftwurm.de), Dirk Elsner (www.blicklog.com) und Olaf Storbeck, Ökonomie-Redakteur (noch) beim Handelsblatt und Betreiber des Blogs “Economics Intelligence”.

 

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Alle Kommentare [4]

  1. Falsche Frage, da ein Verbleib Deutschland in der EU nur möglich ist wenn D. auch in der Eurozone bleibt, sollte die Frage lauten: Soll Deutschland in der EU bleiben?

  2. Seit circa 18 Jahren hat Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 17 Milliarden Euro pro Monat. In diesen 17 Jahren konnte Deutschland, als stärkste EU-Wirtschaft, diesen Leistungsbilanzüberschuss überwiegend in der Währungsunion und vor allem dank der Überschuldung der Länder Südeuropas erreichen.
    Besonders verhängnisvoll war dass die Gewinne, die deutsche Konzerne in diesen Länder erzielt haben, überwiegend ins Nichteuroausland und z.T. in den ehemaligen Ostblockländer reinvestiert wurden, und nicht in den Euro-Länder wo sie erzielt wurden. Dies kommt einer legalen Kapitalflucht aus diesen Ländern gleich und ist für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Länder Mitverursacher. (Spanien, Portugal, Griechenland über 50%, Italien nur etwas besser)
    Durch die Überflutung mit deutschen Industrieprodukte ist auch die Industrie dieser Ländern (besonders Italiens) stark geschrumpft, während die Deutschlands stark gewachsen ist.
    Auf diese Weise wurde auch das Wirtschaftskraft Europas gegen Osten verschoben, Deutschland dadurch selbst zum Zentrum.
    Erstaunlich ist vor allem dass Frankreich, das einzige Land das diese Entwicklung hätte verhindern oder mindestens etwas bremsen können, dies zugelassen und sogar unter Sarkozy sie unterstützt hat. Erst jetzt scheint es den Franzosen ein Licht aufzugehen. Leider spät, vielleicht zu spät um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, die die Franzosen in erster Linie gewollt haben, zu verhindern! Diese Entwicklung war vorauszusehen, durch die EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse den anderen EU-Länder diktiert, waren die schwächere Euro-Länder der stärkeren Industrie Deutschlands ausgeliefert.

  3. Im Jahre 1998 schrieb ich in der WELT einen Leserbrief, der dann die Überschrift trug. “Euro-Sprengstoff”. Der Kernsatz in diesem Leserbrief war:
    “Mit Blick auf Südostostasien denke ich mit Schaudern daran,
    dass die Wechselkurskorrekturen in Europa künftig gar nicht mehr möglich sind”.
    Genau daran krankt heute der EURO-Raum, interne Abwertungen haben furchtbare Auswirkungen auf die Volkswirtschaften von Staaten wie man sieht, externe Abwertungen verlaufen in ihren Auswirkungen sehr viel milder.
    Ich glaube, den PIGS und auch Frankreich wäre sehr geholfen, wenn Deutschland aus der EURO-Zone austräte.
    Den Deutschen würde es dann insgesamt nicht viel schlechter ergehen als heute, siehe Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen, Südkorea und viele andere Länder ohne EURO.
    Aber Deutschland mit einer starken selbständigen DM in Europa und der Welt hätte viele Neider vor allem unter der franzosischen Elite, die uns nicht das Scharze unter dem Fingernagel gönnt.

  4. Problem: Die Euro-Zone ist ein suboptimaler Währungsraum. Griechenland und andere sind nicht mehr in der Lage ihre Währung abzuwerten, wie zu Zeiten einer EWG. Deshalb Verschschlanckung der Euro-Zone hin zu einem Nord-Euro der einem Süd-Euro gegenübersteht.
    In Europa sollte eine Dreigliederung sein, ein stabilitätsorientierter Nord-Euro und ein abwertungsfähiger Süd-Euro und diejenigen Länder die weder der einen noch der anderen Zone angehören.