Es hat sich inzwischen schon ein bisschen herumgesprochen: Ende Januar veranstaltet der Stifterverband gemeinsam mit dem Handelsblatt in Frankfurt einen zweitägigen Kongress zum Thema “Ökonomie neu denken”, zu den Referenten gehören der Harvard-Professor Ken Rogoff und der Princeton-Ökonom Markus Brunnermeier. (Das vollständige Programm hier als PDF).
Das Besucher-Interesse ist so groß, dass es inzwischen eine Warteliste für Teilnehmer gibt.
30 Nachwuchsökonomen und fünf Wirtschaftsblogger können aber am Stau vorbei zum Kongress fahren.
Für bis zu fünf Wirtschaftsblogger übernimmt der Stifterverband die Reise- und Übernachtungskosten. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail (storbeck [at] handelsblatt [dot] com) oder hier mit einem einem Kommentar melden.
Außerdem hat die Stiftung “Geld und Währung” hat ein äußerst attraktives Fellowship-Programm für junge Wissenschaftler ausgeschrieben, das mit insgesamt 30000 Euro dotiert ist. 30 Forscher können jeweils 1000 Euro bekommen – und das Geld, das nach Abzug der Reise- und Übernachtungskosten übrig bleibt, in ihre Forschung stecken.
Interessenten sollten sich allerdings beeilen: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 20. November bewerben. Wie man sich bewerben kann, wird hier im Detail erklärt.
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4 Kommentare zu ““Ökonomie neu denken” – und darüber bloggen”
“Ökonomie neu denken”, ist ein vom herrschenden Verständnis bestimmtes Thema. “Ökonomie an sich” kann nicht und also auch nicht “neu” gedacht werden. Die Erkenntnisse von der Einheit von Politik und Ökonomie, von Politischer Ökonomie, sind wieder zur Kenntnis zu nehmen. Begonnen werde damit, wenn der Widerspruch des herrschenden Verständnisses zu diesen Erkenntnissen überwunden wird. Die Selbstzweifel der Ökonomen-Nobelpreisträger auf der diesjährigen Konferenz in Lindau sollten Anlass genug sein, diesen Widerspruch des herrschenden Verständnisses zu überwinden, aber eben nicht, dass deren Verständnis von “Ökonomie” (nur) neu zu denken sei.
Das Thema des Kongresses muss also lauten: “Politische Ökonomie wieder verstehen”
Sehr geehrter Herr Storbeck,
wenn es die Gelegenheit gibt, als Quereinsteiger an der Konferenz teilzunehmen, dann will ich diese auch recht gerne nutzen.
Mit der Krise des ökonomischen Systems beschäftige ich mich seit Jahren und Jahrzehnten. Erster Impuls war das Buch von Paul C. Martin , Wann kommt der Staatsbankrott (1983), das ich alle paar Jahre wieder mit Gewinn lese.
Wie wird erfolgreiches wirtschaftliches und staatliches Handeln ohne Wachstum oder gar bei einem Rückgang des wirtschaftlichen Leistungsvermögens möglich ? ist die Frage, die ich gerne in die Konferenz hineintragen möchte.
Angesichts endlicher Ressourcen und tendenziell zurückgehender Bevölkerungszahlen gerade in Europa ist dies der Denkansatz, der zukunftsweisend sein kann. Und ich erhoffe mir von einer Konferenz von Spitzenökonomen tatsächlich erste Leitlinien für einen Erfolg ohne Wachstum.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Fachtan
Oh, gewoehnliche Wirtschaftsblogger duerfen am erlesenen Wirtschaftskongress teilnehmen? Und dann noch als “Free Lunch”? Da bewerbe ich mich natuerlich sofort.
http://eurogate101.com/
Trotz polemischer Aufmachung geht es bei mir um wichtige wirtschaftliche Themen, hauptsaechlich wie man m.E. aus der Eurozone und Europa einen langfristigen Erfolg machen kann. Und zwar ohne Transferunion oder Verklagen von europaeischen Laendern vor einem Gerichtshof (wie gerade von unserer Kanzlerin vorgeschlagen), sondern durch vernuenftige Geldpolitik, und oekonomische Anreize.
Besonders das wuerde mich natuerlich interessieren:
“Session 3: Neue Spielregeln für politisches Handeln.
Wie erfolgt Politikberatung durch die Wirtschaftswissenschaften?”, denn gerade da scheint es ja was zu hapern.
Genuegt das als Bewerbung?
Lösungsmuster zur schrittweisen Neuorientierung ökonomischer Systeme und Auflösung mehrheitlich bekannter Probleme:
http://www.schubaeusmodell.de/fileadmin/files/Dokumente/Regelwerk.pdf