Hilfe, ich bin ein Geek! (sagt “Wired”)

Wired Deutschland - das Erstlingswerk

Ich bin mir nicht ganz sicher, was es über einen selbst aussagt, wenn ein früherer Chef einen für einen “Geek” hält.

Als mich Thomas Knüwer,  der  vor zehn Jahren in der Netzwert-Redaktion beim Handelsblatt mein erster Boss war, mich vor einigen Monaten fragte, ob ich als ein Fallbeispiel für eine Geschichte über “Geeks” in der ersten deutschen Ausgabe von “Wired” zur Verfügung stünde,  habe ich schon einen Moment lang  gezögert. (Mein spontaner Gedanke war, dass das auf ihn vielleicht eher zutrifft als auf mich….)

Aber gut, ich habe mich drauf eingelassen (sind wir nicht alle ein bisschen eitel?)

Das Gespräch mit der Kollegin Christiane Link (die nebenbei in London ziemlich erfolgriech den “German Link” verlegt, die einzige deutsche Zeitung in UK) im Café des Guardians war sehr nett, und der Fototermin in einer Industrieruine in der Nähe von King’s Cross war unglaublich.

Seit heute liegt das deutsche “Wired” am Kiosk – ich habe meinen Vater schon losgeschickt, und mir mit einiger Neugier die iPad-App runtergeladen. Bei der Lektüre des Textes von Christiane ich ich ziemlich rot geworden….

In der iPad-App  gibt es neben der Geschichte von Christiane Link über mich und mein englisches Ökonomieblog “Economics Intelligence” (“Mit dem Fahrrad auf den Datenberg”) auch ein Video, das Eva Schulz und Roman Hagenbrock über mein Fahrrad-Blog “Cycling Intelligence” und Fahrradfahren in London allgemein gemacht haben.

Abgesehen von dem  viel zu positiven Artikel über mich macht das Heft einen echt guten Eindruck….

Update: Christiane Link, die Autorin des Textes über mich, hat auf ihrem Blog “Behindertenparkplatz” ebenfalls über die aktuelle “Wired”-Ausgabe gebloggt.
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Besuchen Sie mein englisches Weblog “Economics Intelligence” und meine Facebook-Seite – ich freue mich über jedes “like”!

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Alle Kommentare [7]

  1. Wie tief die Zahlungsbilanzkrise innerhalb der Eurozone vorangeschritten ist, zeigt die neuste Zahl der sonstigen Forderungen der Bundesbank innerhalb des Eurosystems (Target2). Diese sind im August von 343Mrd auf 390Mrd. gestiegen. http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php?lang=de&open=&func=row&tr=EU8148. Rechnet man die EZB-Anleihenkäufe und die Rettungsschirme hinzu, wird einen ganz schwindlig. Viele Länder in der Eurozone sind nicht mehr in der Lage sich am freien Kapitalmarkt zu finanzieren. Mittlerweile besteht nicht nur ein Finanzierungsbedarf für die negativen Leistungsbilanzen, sondern auch für die Kapitalflucht aus diesen Ländern. Im Augenblick werden die Zahlungsbilanzen und Liquidität fast ausschließlich durch einen Griff in die Kasse der Bundesrepublik Deutschland hergestellt. Dauert die Kapitalflucht, (der Finanzmarkt will dort in neuer Übertreibung massiv positive Leistungsbilanzen sehen) aus den Krisenländern an, ist alles zu spät. Da kann keiner Gegenhalten. Trichet kann von Glück sagen, wenn er pensioniert ist, bevor die Bombe platzt. Analyse: Wir haben es mittlerweile neben den Leistungsbilanzdefiziten mit massiver Kapitalflucht zu tun. Die Dämme sind spätestens im August gebrochen. Die Kapitalflucht aus Irland war kein singuläres Ereignis, sondern hat massiv breitflächig eingesetzt. Ergebnis: Deutschland wird die enormen Forderungen via EZB-Target, nicht nur die 27%, und Rettungsschirmen abschreiben müssen und somit den größten Teil des Nettoauslandguthabens verlustig gehen und als Staatsschulden umrubeln müssen.

  2. Willem Buiter:

    “•Cannot be automatically linked to current-account deficits in those countries;
    •Do not automatically reduce central bank credit to commercial banks in other member states (and any reduction of central bank credit should not be interpreted negatively, as implying reduced funding for banks and their customers); and
    •Should not be interpreted as a measure of the risk exposures of the national central banks of TARGET2 creditor countries.

    This does not mean that the increase in TARGET2 imbalances cannot be suggestive of serious problems.”

    Diesem kann man zustimmen, bis auf die Feigheit (Should!!) zu benennen, wie denn die Target2 Salden wieder ausgeglichen werden können und der Tatsache, dass zwar nicht die Leistungsbilanzdefizite, sehr wohl aber die Leistungsbilanzen finanziert werden. Die Argumentation ist einfach nur rabulistisch und nicht aufklärerisch. Aufgabe einer Aufklärung ist es Wege aufzuzeigen, wie die deutsche öffentliche Hand die Finanzierung der Leistungsbilanzen der notleidenden Euroländer über die EZB oder die Rettungsschirme wieder zurückführen kann, oder zu bekennen, dass diese aus politischen Gründen, die man befürwortet, als Euro-Transferzahlungen abzuschreiben sind. Dann muss nur noch der deutsche Arbeitnehmer überzeugt werdeb, dass er weitere 10 Jahre auf Reallohnsteigerungen zu Gunsten einer europäischen Integration verzichten muss.

  3. Um ihrer Eitelkeit noch etwas Zucker zu geben:
    Ihre Blog Beiträgen zur TARGET2 Debatte werden von Willem Buiter und Kollegen in den folgenden beiden Veröffentlichungen zitiert:

    Making sense of Target imbalances
    Willem Buiter Juergen Michels Ebrahim Rahbari
    6 September 2011
    LINK: http://www.voxeu.org/index.php?q=node%2F6945

    ************

    Buiter, WH, E Rahbari, and J Michels (2011) “The implications of intra-Eurozone
    imbalances in credit flows”, CEPR Policy Insight No. 57
    LINK: http://www.cepr.org/pubs/policyinsights/pi.asp

    *************

    Der ehemalige Bundesbankpräsident Helmut Schlesinger kritisiert die Bundesbank
    wegen der aufgelaufenen TARGET2-Forderungen. Er schlägt eine Obergrenze sowie einen Strafzins vor.
    LINK: http://www.faz.net/artikel/C30638/bundesbankbilanz-schlesinger-kritisiert-
    die-bundesbank-30498272.html

    *************

    Sinn hat einige Ökonomen aus Wissenschaft und Zentralbanken motiviert ihre Sicht der TARGET2 Forderungen zum Besten zu geben. Die akademischen Ökonomen sehen die Sache eher kritisch. Die noch aktiven Zentralbanker halten dagegen.

    ifo Schnelldienst 16/2011 “Die europäische Zahlungsbilanzkrise”
    LINK: http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/_DocBase_root/
    DocBase_intro/_Publication_Content?p_article_nr=110120110160

    mit (unter anderen) folgenden Beiträgen

    Sinn, Hans-Werner
    Die europäische Zahlungsbilanzkrise – Eine Einführung

    Schlesinger, Helmut
    Die Zahlungsbilanz sagt es uns
    (Darauf bezieht sich der obige FAZ Artikel)

    Neumann, Manfred J. M.
    Refinanzierung der Banken treibt Target-Verschuldung

    Homburg, Stefan
    Anmerkungen zum Target2-Streit
    (auch in der letzten Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftsdienst erschienen)

    Ulbrich, Jens und Alexander Lipponer (Bundesbank Ökonomen)
    Salden im Zahlungsverkehrssystem Target2 – ein Problem?

    Bindseil, Ulrich, Thiman Philippine Cour- (beide EZB)
    und Philipp König (TU Berlin)
    Weitere Anmerkungen zur Debatte um Target2 während der Finanzkrise