Ockenfels: “Volkswirte neigen zu gewisser Arroganz”

In der vergangenen Woche habe ich in Köln meine ersten Gehversuche als Videoblogger gemacht – am Rande des 1. Kölner Wirtschaftspolitischen Dialogs habe ich die Professoren Juergen Donges und Axel Ockenfels interviewt.

Hier das Interview mit Ockenfels, der erklärt mir, was die Uni Köln mit der neuen Forschergruppe “Economic Engineering” vorhat, die die DFG in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund drei Millionen Euro fördert.

» weiterlesen

“Journal of Economic Perspectives” tadelt Bruno Frey öffentlich

Die Titanic verlässt Southampton - Freys umstrittene Arbeiten beschäftigten sich mit ihrem Untergang (Foto via Wikipedia)

Das “Journal of Economic Perspectives” (JEP) hat Bruno Frey und seine Koautoren Benno Torgler und David Savage wegen der Mehrfach-Veröffentlichung nahezu identischer Beiträge getadelt, Bruno Frey hat sich im Namen aller Beteiligten entschuldigt, schrieb mir JEP-Herausgeber David Autor soeben. Den Schriftwechsel mit Frey wird das JEP in seiner nächsten Ausgabe abdrucken,

“which is a very stern and public rebuke to an academic. “

Mit dem JEP distanziert sich das zweite VWL-Journal von den Praktiken von Bruno Frey und seinen Ko-Autoren – der Herausgeber des “Journal of Economic Behaviour und Organization” hat das Autoren-Trio offenbar auf die schwarze Liste gesetzt und ihnen mitgeteilt, dass er in Zukunft keine Arbeiten von ihnen mehr akzeptieren werde.

Das 1986er-Paper von Hall (“Social class and survival on the S.S. Titanic”), das ich bei Repec gefunden habe (5. Treffer, wenn man nach “Titanic” sucht)  kannten die JEP-Herausgeber noch nicht, obwohl sie sich mehrere Monate mit dem Thema beschäftigt haben.

» weiterlesen

Sitzt Bruno Frey auf der Titanic?

Untergang der Titanic (Bild via Wikipedia)

Übers Wochenende habe ich mich in die Vorwürfe, die das anonyme US-Webblog “Economic Logic” gegen Bruno Frey, Benno Torgler und David Savage erhoben hat und die ich am Freitag hier schon kurz präsentiert habe, im Detail eingelesen.

Nach der Lektüre der vier Arbeiten und der Ethik-Richtlinen der Journals lautet mein Zwischenfazit: Das ist weit mehr als ein Sturm im Wasserglas. Es sieht leider so aus, als hätten die Autoren mit ihren vier  Arbeiten zum Untergang der  Titanic tatsächlich gegen die guten Sitten der ökonomischen Zunft verstoßen und die Richtlinen der Journals, in denen die Papiere erschienen sind, verletzt. Sie haben nahezu identische Arbeiten bei verschiedenen Journalen eingereicht, ohne auf ihre anderen Papiere zum gleichen  Thema hinzuweisen und ohne diese zu zitieren.

» weiterlesen