War der Euro ein Fehler, Herr Professor Donges?

Für mich war es eine Premiere: Zum 1. Kölner wirtschaftspolitischen Dialog war ich mit Videokamera, Mikrophon und Camcorder angereist, um meinen Einstieg in das Videobloggen wagen.

Am Rande der Veranstaltung habe ich zwei Interviews geführt – eines davon mit dem langjährigen Vorsitzenden des Sachverständigenrates und emeritierten Kölner Professors Juergen B. Donges.

Ich habe Donges, der auch in Spanien lebt,  zur Euro-Krise befragt: Was passiert in Spanien, und braucht das Land ebenfalls einen Bailout? Wie beurteilt er die Politik der Bundesregierung, und war der Euro ein Fehler? Donges erkärt, warum Führungspersonen in Europa fehlen, was die Währungsunion mit einem Tennisclub zu tun hat und wie Sparprogramme vermittelbar sind.

Mangels Kameramann ist die Kameraführung ein bisschen einfallslos, und auch in Sachen Interviewführung muss ich noch einiges Lernen.

Rein handwerklich ist das alles noch nicht perfekt. Mich würde sehr euer Feedback interessieren – machen solche Video-Interviews Sinn? Oder kann ich mir die Mühe sparen? Was kann ich besser machen?

Update: Danke für die hilfreichen Rückmeldungen. Ich hätte noch eine Frage zur Länge: Länger als 8 Minuten sollte es wahrscheinlich auf keinen Fall sein – oder ist das schon zu viel? Welche Länge halten Sie für maximal zumutbar?

Besuchen Sie mein englisches Weblog “Economics Intelligence”.

Ähnliche Beiträge

Alle Kommentare [8]

  1. Was die Länge angeht, kommt es natürlich immer aufs Thema und den Gesprächspartner an. Manche neigen ja leider auch zum Schwadronieren (negative externe Effekte für den Zuhörer), aber das muss man sich dann andererseits auch nicht unbedingt antun. Mich hätte die Meinung aktueller Mitglieder des Sachverständigenrats ein bisschen mehr interessiert, was Herr Donges hier vorträgt klingt, bei allem Respekt, ein bisschen von gestern. Das Ockenfels- Interview war da schon wesentlich interessanter.

  2. Der Videoblog/ diese Interviewtechnik ist klasse. Weiter so, mehr Einzelinterviews zu wichtigen Themen (eben keine Talkshows).

  3. Was die Länge angeht: 5 bis 10 Minuten sind in meinen Augen je nach Thema durchaus kein Problem. Ziel eines Videoblogs kann ja nicht das Zusammenschneiden auf 1:30 sein. Alternativ könnte man verschiedene Themen eines Interviews auch in mehreren (Teil-)Videos posten, so dass man auch gezielt nur ein Thema anschauen kann.

  4. Videobloggen ist eine Klasse Idee. Wenn sie wieder in London sind hätte ich drei Vorschläge als Interviewpartner(-in):

    Professor Charles Goodhart
    London School of Economics

    #############################

    Hélène Rey
    London Business School
    Professor of Economics
    -Member of the Board of the Autorité de Contrôle Prudentiel (French regulatory
    authority for banks and insurance companies). Founding Chair of the scientific
    committee of the ACP.
    – Member of the Conseil d’Analyse Economique (non partisan Council of economic
    Advisors to the French Prime Minister)

    ##########################

    Willem Buiter
    Citigroup Centre,
    Canada Square, Canary Wharf,
    London E14 5LB, UK.

    [Kommentar von Olaf Storbeck: Danke für die Anregungen. Ich habe mal die Telefonnummern und E-Mail-Adressen entfernt, um Spammern die Sache nicht zu einfach zu machen. Ich kenne alle drei, an Goodhart komme ich leider bislang nicht ran, er ist total busy. Die anderen werde ich mir mal vornehmen.]

  5. Podcasts finde ich durchaus gut und höre ich mir gerne ab und zu an. Bild brauche ich aber nicht, mir reicht Audio. Bei einem Interview zu Sachfragen bieten Bilder keinen Informationsmehrwert. Dafür sollte dann die Tonqualität auch gut sein und das ist hier nicht der Fall.

  6. *thumbsup*

    Absolut breichernder Beitrag. Mehr davon! Die Prägnanz in den Aussagen gefällt mir; bekommt man so an der Fakultät leider selten.

  7. Ton- und vielleicht auch Bildqualität könnten etwas besser sein, ansonsten klasse! Hoffe auf mehr, solange die Videos nicht allzu lang sind.

  8. Gefällt mir gut. Bitte mehr davon. Es wäre schön, wenn man auch im TV nicht immer dieselben Statements der bekannten Talkshow-Köpfe sehen und hören würde, sondern öfter solche klaren und prägnanten Statements wie von Donges. Mit interessanten und sachkundigen Interviewpartnern kann das sicher eine schöne Serie werden.
    Zur Technik: Generell reichen meiner Meinung nach für solche Themen eine ruhige Kamerahand und ein verständlicher Ton, da braucht es keine Spezialeffekte.