In eigener Sache: Neuer Umgang mit Leser-Kommentaren

Bislang sind wir hier im Handelsblog mit Leser-Kommentaren ziemlich liberal umgegangen und haben quasi alles freigeschaltet, auch Kommentare, die nach Angaben der Verfasser von anderen Online-Medien nicht veröffentlicht wurden.

In Zukunft werde ich das deutlich restriktiver handhaben.

Trotz mehrfacher Bitten, sachlich und Themenbezogen zu diskutieren, nehmen die Kommentare mit niveaulosen Beschimpfungen und platten Argumenten zu sehr Überhand.

Ich befürchte, dass das an sich hervorragende  Diskussionsniveau hier deutlich zu verfallen droht – und Nutzer, die sachlich diskutieren wollen, von diesen Pöbeleien abgeschreckt werden.

Um ein gewisses Grundniveau der Diskussion zu gewährleisten, werde ich  daher tumbe nationalistische und per se Euro-feindliche Kommentare (bitte beachten Sie zu der Frage, was damit gemeint ist, meine Anmerkung weiter unten) nicht mehr freischalten – zum Beispiel solche, die Nazi-Deutsch enthalten (“Finanzknechtschaft”), die  die Geschichte verdrehen (“Muss erst wieder ein Krieg gegen Deutschland geführt werden?”) oder in denen darüber räsonniert wird, “wie ein nachgewiesener Maßen intelligentes Volk wie die Deutschen sich derart ausnutzen lassen kann”.

Das gleiche gilt für Verschwörungstheorien jeder Art.

Und bevor hier jemand “Zensur!, Zensur!” ruft: Geht zu WordPress.com oder einem anderen Anbieter, macht ein eigenes Blog auf und verbreitet eure Gedanken dort. Oder schreibt bei “Stop Bilderbeger”.

Update: Ein Leser hat gerade gefragt:

“Wie war es angekündigt? Tumbe Kommentare werden nicht mehr freigeschaltet? Also was ich jetzt an Kommentaren lese, ist an Sinnesbegrenztheit (tumb>taub>eingeschränkte oder verzerrte Sinneswahrnehmung) nicht zu überbieten…

Stimmt! Hintergrund ist, dass ich bei diesem Beitrag – zum letzten Mal – sämtliche Kommentare, die kein Spam im Sinne von Werbung sind, freischalte, damit sich jeder ein eigenes ein Bild der Diskussionskultur machen kann.

Ein paar Leute haben sich generell darüber beklagt, dass Kommentare hier erst erscheinen, nachdem wir sie freigeschaltet haben – das  machen wir schon länger, um Werbung herauszuhalten. Jetzt bleiben auch inhaltliche Pöbeleien draußen (ob die von links oder rechts kommen, interessiert mich übrigens nicht die Bohne).

Jemand hat sich über die Moderatoren-Kommentare der “ZEIT” mokiert – genauso werden wir es hier machen. (Ich weiß nicht, wer bei der “Zeit” den Job macht – bei uns sind es jedenfalls definitiv keine Studienabbrecher, sondern ein Diplom-Volkswirt mit über 10 Jahren Berufserfahrung im Journalismus.) Der Vorwurf, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken, ist übrigens echt absurd. Wie gesagt, wenn ihr pöbeln wollt, macht euer eigenes Blog auf. Oder noch besser: Diskutiert doch einfach sachlich!

Update 2: Ist ja eine rege Diskussion, die hier entstanden ist. Ich möchte einige Dinge nochmal klarstellen: Es geht hier nicht darum, Meinungen, die uns nicht gefallen, nicht zu Wort kommen zu lassen. Es geht darum, dass die Beiträge, die unsachlich und pöbelig sind, im Moment überhand nehmen und ich befürchte, dass eine inhaltliche Debatte von diesem tuben Zeug verdrängt wird.

Ziel dieses Weblogs ist es, wirtschaftpolitische Fragen und wirtschaftswissenschaftliche Forschung auf inhaltlich anspruchsvollem Niveau zu diskutieren. Wenn hier jemand in einem Kommentar zur Diskussion um die Target-Salden schreibt:

“Was soll das ganze akademische Gefasel von ‘Zentralbankgeld’ und ‘Targetsalden’?”

dann frage ich mich wirklich, was er damit bezwecken will – außer den Troll zu spielen. In den Beiträgen um die Targetsalden geht es nun man um dieses Thema, und wem das nicht gefällt, wird ja nicht gezwungen, es zu lesen.

Anmerkung zur “Euro-Feindlichkeit”: Etwas missverständlich war möglicherweise meine Formulierung, dass euro-feindliche Beiträge nicht mehr freigeschaltet werden – im Kopf hatte ich dabei eine Reihe von Kommentaren zu Target2-Texten, die sich überhaupt nicht auf das Thema bezogen, sondern sich generell damit beschäftigten, was für ein riesiger Verrat an Deutschland der Euro doch sein soll. Das kann man so sehen (tue ich nicht), hat aber in einer Diskussion über Target2 nur unwesentlich mehr mit dem Thema zu tun als der Kommentar, dass der Atomausstieg ein Fehler oder genau richtig ist .

Falls wir hier mal generell die Zukunft des Euro diskutieren, ist jeder eingeladen, seine Meinung dazu kund zu tun.

Generell bezieht sich meine Ankündigung zu den Leserkommentaren übrigens nur auf dieses Weblog, nicht auf die Handelsblatt.com-Webseite oder die Zeitung (übrigens kenne ich keine halbwegs seriöse Zeitung, die jeden Leserbrief unbearbeitet druckt).

Zu einigen in den Kommentaren vorgeschlagenen Alternativ-Vorschlägen:

- @Bernd Klehn: Wir haben hier im Webblog leider derzeit keinen wirksamen Schutz gegen Werbe-Spam, diese Captchas funktionieren nicht zuverlässig und unsere IT arbeitet noch an einer anderen Lösung. Würden wir derzeit alle Beiträge automatisch freischalten, würde das Blog mit Kommentaren überflutet, die auf irgendwelche Porno- und Shopping-Seiten verlinken. Wir bemühen uns, die Beiträge schnell freizuschalten, aber gerade am Wochenende kann es da schonmal zu Verzögerungen kommen.

- Kommentare nur noch nach  namentlicher Anmeldung: Das wäre meine liebste Variante, ist aber meines Wissens leider derzeit technisch ebenfalls nicht möglich.

- alle Kommentare veröffentlichen, die unsachlichen aber in einer zweiten Liste: Technisch ebenfalls nicht so ohne weiteres möglich, und ich bin mir auch wirklich nicht sicher, ob das Handelsblatt manchen Leuten wirklich eine Plattform geben sollte. Wie gesagt, jeder kann sein eigenes Blog aufmachen und dort schreiben, was er will. (Nachtrag: Ich habe mich entschlossen, hier zu dokumentieren, welche Kommentare rausfliegen.)

Und noch ein Nachtrag: Mehrere Leser, die sich über die vermeintliche “Zensur” aufregen, verweisen als positives Beispiel auf das Blog “Politically Incorrect” (PI), das ich inhaltlich hier nicht weiter kommentieren will (Es bietet im Online-Shop T-Shirts mit der Aufschrift “Sarrazin statt Muezzin” an…) . Nur soviel: Habt ihr euch schon mal die Mühe gemacht, euch deren Leitlinien durchzulesen?

  • Kommentare, die mit fäkalsprachlichen, blasphemischen, antisemitischen oder vulgären Ausdrücken durchsetzt sind, werden von uns nicht akzeptiert.
  • Kommentare, die sich mit unsachlichem, übertrieben polemischem, verleumderischem, ehrverletzendem oder beleidigendem Verbal-Vandalismus gegen die PI-Blogger wenden und dabei geeignet sind, ein Klima allgemeiner Beschimpfung und Verunglimpfung herbeizuführen, werden von uns ebenfalls nicht geduldet.
  • Wir behalten uns vor, Kommentare, die zu sehr vom Thema des Beitrags abweichen (OT), zu löschen.

Schon wieder ein Update: Zahlreiche Leser haben angemerkt, dass Sie unseren Wunsch nach einer sachlichen und höflichen Diskussionskultur nachvollziehen können, aber die Idee, Kommentare, die die Grenze überschreiten,  einfach rauszuwerfen, für problematisch halten.

Ich kann diesen Einwand nachvollziehen – und auch das Angst, wir würden hier unliebsame Meinungen unterdrücken (darum geht es uns, wie gesagt, nicht).

Da wir im Moment technisch keine Möglichkeit haben, im Blog Kommentare in zwei Listen (sachlich / polemisch) einzuteilen oder zu bewerten, habe ich mich zu folgendem Vorgehen entschlossen: Ich nehme sie ganz oder teilweise aus dem Blog aus, versehe das mit einer Anmerkung und dokumentiere die entfernten Kommentare in voller Schönheit hier in einer Liste.

Besuchen Sie auch meinen englischen Blog “Economics Intelligence”

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Alle Kommentare [110]

  1. Den oben beschriebenen rauf/runter Vote Mechanismus gibt es auch z.B. bei yahoo.com. Und ich glaube auch bei “Die Welt”, die ja auch ganz massiv daran leidet, das die Kommentare fast nur aus den immer gleichen Hetztiraden bestehen. Das ist eine Möglichkeit, ein Forum autmatisiert zu betreiben, was bei sehr vielen Einträgen ziemlich notwendig wird. Kommentare fliegen so etwa ab der 10.ten negativen Bewertung raus.

    Auf den ersten Blick also gut, schon demokratisch, automatisch ……., aber:
    1. kann eine kleine, mäßig gut organisierte Gruppe mißliebige Meinungen rauskegeln ….
    2. In ein Forum mit hunderten von Bauchgefühlsäußerungen kommt keine wirkliche Diskussion / Debatte auf, und zumindest ich gehe auch bei Beiträgen, bei denen mich auch die Kommentare wirklich interessieren, fast immer nach den ersten beiden 20 Kommentare Seiten raus.
    3. Das hat zur Folge, das sich nur die Berufskommentierer durchsetzen, weil derjenige, der etwas nachdenkt, ein bischen recherchiert, nur auf Position 100 und größer landet, und damit von > 90 % der Leser nie gesehen wird, beim Paul Krugman (NYtimes.com) ist das extrem.
    4. Es läuft also auf ein Abwägen zwischen vielen Klicks (die die Anzeigenkundschaft mag) und inhaltlichem Niveau raus.
    5. Sowas kann man auch über paid subscription regeln ,wie die NYTimes es im Moment probiert (aber aus finanziellen und nicht inhaltlichen Gründen), aber wer gönnt sich schon 10 oder 20 Subscriptions zu 20 $ / Monat ???, und demokratisch / freie Meinungsäußerung ist das gewiss auch nicht.
    6. So erscheint mir denn die von Storbeck beabsichtigte Vorgehensweise schon als ziemlich gut. Und würde mich freuen, wenn jemand was deutlich besseres einfällt. Deswegen habe ich mich auch über die weiteren, zu bedenkenden Kriterien und Beispiele so weit ausgebreitet.

  2. Sehr geehrter Herr Storbeck,
    JA! Schmeißen Sie die unsachlichen Spinner raus. Und: NEIN! Begründen Sie es nicht. Das haben Sie gar nicht nötig. Tun Sie es einfach. Nicht nur der Blog, das gesamte HB-Forum ist mit Verschwörungsspinnern und Radikalinskis durchzogen. Das quält!
    Ich persönlich habe nichts gegen eine kräftige Sprache und über “Finanzknechtschaft” hätte ich mich nicht weiter aufgeregt, aber Sie haben ja Recht, es zieht immer mehr “Stammtischler” an.

    Nein, ich meine das Ganze nicht ironisch. Sauberhalten den Blog und man kann wieder in Ruhe lesen (auch wenn ich nicht immer alles verstehe :-( ). Diese Leute haben Zensur verdient. Schauen Sie sich an, wieviel Sie deswegen schon schreiben bzw. antworten mußten. Ist es das wert? Sie können es Berufsnörglern nicht Recht machen. Also: Raus mit ihnen.

    Gruß
    Blinse

  3. Sehr geehrter Herr Storbeck

    Sie kritisieren zu Recht die Unsachlichkeit meines Ausdrucks und für das ‘akademische Gefasel’ möchte ich mich vielmals entschuldigen!
    Ich darf jedoch in Erinnerung rufen, daß der Ausdruck in einen Kontext eingelassen war, u.a. in den nach der Forderung, verständlicher Information. Dazu sowie zu dem Vorwurf, daß dies nicht ausreichend geschieht und die Menschen in wichtigen Fragen im Unklaren gelassen werden, stehe ich nach wie vor. Z.B.:
    - EURO, Einheitswährung oder Währungsverbund?
    - Wer druckt die Geldnoten, die EZB?
    - Was geschieht mit dem Leistungsbilanzüberschuß Deutschlands in der Eurozone?
    - Wie hoch ist der Verlust für Deutschland hinsichtlich entgangener Zinsen für die Bereitstellung von Währungsüberschüssen
    - Wie hoch ist der Verlust für Deutschland hinsichtlich zu hoher Zinsen z.B. in der Zeit von 2000-2008 als Deutschland Positivzinsen und viele Südländer wegen hoher Inflation Negativzinsen zahlten?
    - Was sind die Auswirkungen solcher politischen und ökonomischen Ungleichgewichte?
    - Wieso werden Steuer- und Abgabeerhöhungen sowie Veräußerungen unentwegt und trotz besseren Wissens ‘Sparen’ genannt? – auch im Handelsblatt.
    - Was geschieht wirklich, würde der Währungsverbund verändert oder gar aufgelöst? Würde Europa zerfallen, wie immer wieder behauptet oder sich vielleicht demokratischer reorganisieren?
    - Wieso können Entscheidungen von historischer und existentieller Tragweite mit solch geringer demokratischer Legitimation gefällt werden, wie im EURO-Raum?
    - Können undemokratische Strukturen mit dem Hinweis auf die friedensstiftende und friedenserhaltende Rolle der EU niedergebügelt werden, wie es viele Polititker oft zu tun pflegen?
    - Wieso werden politische Systeme, in denen das entscheidende Demokratiekriterium der Gewaltenteilung nicht erfüllt ist (wie z.B. in Deutschland und Frankreich), nicht als das tituliert was sie sind, nämlich Oligarchien. Herrschaftssysteme, in denen sich die herrschenden Administrationen und Eliten mehr oder weniger hemmungslos bedienen? (Informieren sie doch mal systematisch über die Selbstbedienungsmentalität der öffentlichen Dienste in den verschiedenen EU-Ländern und allen voran der EU-Administration selbst. Die Menschen würden den Glauben verlieren)
    Unter den Menschen werden diese Fragen hitzig und kontrovers diskutiert.
    Daß die Nutznießer eines Systems es für gut befinden, weiß jeder. Der (vorauseilende) Gehorsam vieler Zeitungen und ihrer Schreiber im Hinblick auf die politisch wohlgefällige Beantwortung dieser Fragen macht jedoch oft fassungslos, während die oligarchischen Staatsformen in der EU Gefahr laufen, ihre Legitimation zu verlieren, weil die Menschen sich von den sich selbst bedienenden Insidersystemen abgestoßen fühlen (siehe dazu die jüngste Enthüllungen zu den Kreditabsicherunggeschäften griechischer Politiker). Die Beiträge vieler Ihrer Leser machen die darüber um sich greifende Verärgerung sichtbar.

    Natürlich gibt es kein Recht auf verständliche und kritische Informationen, aber warum soll man weiterhin Zeitung lesen, wenn dem nicht so ist?

    Trotz aller Kritik danke ich dem Handelsblatt für die Diskussionsforen und die Möglichkleit der Meinungsäußerung und hoffe, daß sie frei bleibt, auch wenn sich manchmal die Verärgerung unsachgemäß Luft schafft.
    hpmalter

    • @ hpmalter: Entschuldigung angenommen, Schwamm drüber. Ich werde versuchen, bei Gelegenheit auf die von Ihnen angesprochenen Punkte einzugehen, im Moment fehlt mir dafür die Zeit.

  4. Werter Herr Qualitaetsredakteur!

    Ich wuensche Ihnen viel Spass, auf Ihrem Qualitaetsblog inmitten Ihrer geliebten QualitaetskommentatorInnen auf hoechstem Niveau belanglosen Bullshit in Endlosschleifen nachzuplappern.

    Den Schwaetzer erkennt man bekanntlich am elitaeren Gehabe und sinnentleerten Geschwaetz.
    Wie ein Kommentator bereits anmerkte, liest er Ihr Blatt ab und an im Flieger. Ich auch. Mir ist das Geld einfach zu schade!
    Die Zeitung war vor 15-20 Jahren um Laengen besser! Jetzt ist alles systemkonformer Einheitsbrei ohne wirklichen Neuigkeitswert.

    Viel Spass noch beim Selberschreiben der Kommetare zu den grandiosen Artikeln!

  5. Ja, so seid ihr Demokraten: Alles was eurer Ideologie kritisch gegenübersteht, wird durch Meinungsmache und Zensur eliminiert. Die Wahrheit kann jedoch auf dauer nicht unterdrückt werden!!!

    p.s. an die Reaktion gerichtet, da es ja eh nicht veröffentlich wird… lol

  6. Oh, okay, das wusste ich nicht. :)
    Vielleicht gibts ja doch irgendwann eine Möglichkeit zur Umsetzung. Ansonsten hoffe ich, dass Sie es irgendwie schaffen eine vernünftige Diskussion hinzubekommen, die natürlich möglichst viele Seiten zu Wort kommen lässt.
    Viel Erfolg!!!

    (Anmerkung von Storbeck: Danke!)

  7. Ich bin auf diese Seite durch den BIldblog gestoßen… .
    Als Anregunng/ alternative Lösung möchte ich die Kommentarmöglichkeit der spanischen 20minutos.es “vorstellen”.

    http://www.20minutos.es/noticia/1088027/0/reformas/atenas/madrid/

    Wenn Sie z.B. auf die zweite Seite der Kommentare gehen, finden Sie an mehreren Stellen den Hinweis “Comentario oculto”, also “versteckter Kommentar”.
    Das ganze funktioniert so: Die Leser bewerten den jeweiligen Kommentar. Bekommt dieser mehr negative als positive “Stimme” wir er, ab einer gewissen Grenzen, “versteckt”. Dadurch stört er nicht mehr beim Diskussions- und Lesefluß. Jeder kann den Eintrag aber durch das klicken auf “Leer comentario” aufrufen und lesen.

    Ob man die Entscheidung, einen Eintrag verstecken zu lassen, den Lesern überlassen möchten, oder ob Sie das entscheiden möchten, Herr Storbeck, ist natürlich Ihre Sache. Aber ich denke, dass dieses Format dem Wunsch nach Vollständigkeit (möglichst wenig Zensur) und einem möglichst hohem Diskussionsniveau gerecht wird.

    (Anmerkung von Storbeck: Vielen Dank für den Hinweis, das ist ein interessantes System. Scheitert bei uns aber leider an technischen Hürden. Wir haben leider wesentlich banale Probleme, die uns technisch überfordern…)

  8. Ich danke der Redaktion für Ihre kluge Entscheidung. Wir werden gerne unterstützend tätig werden und Beiträge, die freigeschaltet werden, auch noch einer genauen inhaltlichen Überprüfung unterziehen. Regierungs- oder gar EU-kritische Beiträge haben in einem garantiert unabhängigen Medium einer freien Arbeiterschaft nichts verloren und werden daher von unseren erfahrenen Mitarbeitern an Verfassungsschutz und MAD zur weiteren Veranlassung weitergeleitet.
    Mit kapitalistischem Gruße,
    Ihr
    E. Mielke

    (Anmerkung von Storbeck: Sie halten sich wohl für besonders witzig, was? Ist ihnen eigentlich klar, dass das eine ziemlich üble Verhöhnung der Stasi-Opfer ist, was Sie da schreiben? Sie relativieren die Verbrechen der SED-Diktatur massiv, indem sie sie damit vergleichen, dass wir hier Pöbel-Kommentare nicht mehr veröffentlichen.)

  9. Zensur?

    Ich lese hier des öfteren , dass zensiert wird in Zukunft. Ich würde hier mal die Kirche im Dorf lassen, bevor ich mit solch bösen Wörtern herumwerfe. In meinen Augen versucht der Autor/das Handelsblatt einfach nur eine Moderation des Forums. Das ist vollkommen legitim. Vielleicht sollte man einen Zähler hier anbringen, der anzeigt wie viele der Kommentare unter den Tisch gefallen sind.

    btw. Wird sich das Handelsblatt an seine eigene Vorstellungen halten? Verbal Vandalissmus liegt immer im Auge des Lesers oder im Ohr des Zuhörers.