Ifo-Geschäftsklima so hoch wie zuletzt 1969!

Das Ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Februar von 110,3 auf 111,2 Punkte gestiegen und hat die Erwartungen der Volkswirte wieder einmal übertroffen (Commerzbank: 110,5; Konsens: 110,3). Das Ifo-Geschäftsklima befindet sich auf dem höchsten Stand seit Dezember 1969! Die Unternehmen haben vor allem ihre gegenwärtige Lage deutlich besser eingeschätzt, die Erwartungen für die kommenden sechs Monate konnten sich auf dem sehr hohen Niveau halten. Ebenfalls stark zugelegt hat der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe Deutschlands (62,6 nach 60,5 im Januar), der entsprechende Index für den Euroraum legte von 57,3 auf 59,0 zu.
Ausblick: Das hohe Ifo-Geschäftsklima legt nahe, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal gegenüber dem vierten um fast 1% wächst. Dies liegt auch daran, dass eine ungewöhnlich kalte Witterung die Bautätigkeit im vierten Quartal gesenkt hat, und ein Teil im ersten Quartal nachgeholt werden sollte. Ich fühle mich wohl mit meiner Prognose, dass die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2011 um 3% wachsen wird. Die für Deutschland viel zu lockere Geldpolitik (Leitzins von 1,0%) facht das Wachstum immer mehr an. Das zweifellos existierende Konjunkturrisiko einer eskalierenden Staatsschuldenkrise würden die Staaten im Fall der Fälle wohl durch einen forcierten Marsch in die Transferunion bändigen – auch wenn dies Anreize für unsolides Haushalten schaffte.

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Alle Kommentare [6]

  1. Naja, die Vergangenheit hat gezeigt, dass der ifo-Geschäftsklimaindex eine geringe Aussagekraft hat bezüglich der aktuellen, sowie der zukünftigen Konjunktur.

    Statistiken, insbesondere die, die Umfragen enthalten und somit vollständig subjektiv sind, sollten mit Vorsicht genossen werden. Deswegen läutern bei mir immer die Alarmglocken, wenn der ifo-Geschäftsklimaindex verwendet wird, um Prognosen zu untermauern.

    Mir ist durchaus bewusst, dass der ifo-Geschäftsklimaindex nicht ihr einziger Beleg ist,
    aber ich halte diesen Index für Humbug.

  2. Der Index ist so hoch wie nie? Und die ganzen Probleme wie Bankenkrise und Staatsverschuldung brennen weiter unter der Decke vor sich hin.
    Mal ehrlich seit der Krise 2008/2009 hat sich nichts geändert; es wird gezockt und Schulden gemacht als gäbe es kein Morgen mehr.
    Ich würde sagen: Vorsicht Leute, hohe Gefahr für einen richtig grossen Aktiencrash.

  3. Einfach nur dürftig – etwas mehr Mühe mit Blick auf die Risken und die Frage, wie lange das noch gut gehen kann, wäre schon zu erwarten gewesen.

  4. Wo bleibt mein Kommentar? Angst vor berechtigter Kritik, die alle ihre Argumente und Schönfärbereien in Luft auflösen?

    Unehrliche Prognosen:
    Die Wachstumsvorhersagen sind zur Hälfte reines Wunschdenken. In Wahrheit ist der Aufholprozess nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaft höchst gefährdet.
    http://www.fr-online.de/politik/meinung/unehrliche-prognosen/-/1472602/6709090/-/index.html
    Die Transferunion ist schon lange Wirklichkeit. Herr Weber hat rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen.
    wiwo, 18.02.2011: Die Bundesbank finanziert den Rest der Euro-Zone stillschweigend mit einer dreistelligen Milliardensumme – und täglich wird es mehr Geld.
    Wie sich jetzt herausstellt, hat die Deutsche Bundesbank zuletzt stillschweigend in einem Volumen Finanzhilfen gewährt, die alle europäischen Rettungsmaßnahmen in den Schatten stellen.
    Allein die Forderungen an nationale Notenbanken in Euro-Ländern belaufen sich auf 326 Milliarden Euro, weder demokratisch legitimiert – etwa durch den Bundestag – noch von der Bundesregierung beschlossen.
    So lange der deutsche Steuerzahler ausgeplündert und das Vermögen innerhalb der EU verteilt wird, um das Armageddon in einigen EU-Staaten abzuwenden, so lange gibt es neue Hoffnung, für ein paar Monate. Ein Konjunkturanstieg ist reines Wunschdenken.
    Dazu kommt, dass es mit unserem „Dauer-Boom auf Pump“ langsam aber sicher zu Ende geht.

    2011 erlahmt der Asienboom:
    Die Konjunktur des Kontinents droht sich deutlich abzukühlen und damit den Aufschwung in Deutschland massiv zu schwächen. Experten rechnen nur noch mit halb so viel Wachstum in vielen aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens. Gleichzeitig haben viele Regierungen angefangen, ihre Konjunkturprogramme zurückzufahren, denen wir unseren „Aufschwung zu verdanken hatten“.
    Die meisten Schulden zur Belebung der Konjunktur und Rettung der Bankster sind in den Schattenhaushalten versteckt. Wir reden also nicht über 2 Billionen Euro Schulden, sondern von mind. 10 Billionen. Und was sagt uns das?
    http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Staatsschulden_2.jpg

    Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro.
    Jetzt sind die Retter pleite. Wegbrechende Steuereinnahmen, allein bei uns über 200 Milliarden durch Verlustvorträge, und explodierende Ausgaben für die Zinsen und Sozialleistungen.
    Der Boom geht genau so lange, wie die Zentralbanken jeden Tag immer neue Milliarden und Billionen drucken. Wo das endet wissen unsere Eltern und Großeltern. Die haben es LIVE erlebt.

    Unser erträumter Aufschwung – eine Fata Morgana

  5. Unehrliche Prognosen:
    Die Wachstumsvorhersagen sind zur Hälfte reines Wunschdenken. In Wahrheit ist der Aufholprozess nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaft höchst gefährdet.
    http://www.fr-online.de/politik/meinung/unehrliche-prognosen/-/1472602/6709090/-/index.html

    Die Transferunion ist schon lange Wirklichkeit. Herr Weber hat rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen.
    wiwo, 18.02.2011: Die Bundesbank finanziert den Rest der Euro-Zone stillschweigend mit einer dreistelligen Milliardensumme – und täglich wird es mehr Geld.
    Wie sich jetzt herausstellt, hat die Deutsche Bundesbank zuletzt stillschweigend in einem Volumen Finanzhilfen gewährt, die alle europäischen Rettungsmaßnahmen in den Schatten stellen.
    Allein die Forderungen an nationale Notenbanken in Euro-Ländern belaufen sich auf 326 Milliarden Euro, weder demokratisch legitimiert – etwa durch den Bundestag – noch von der Bundesregierung beschlossen.
    So lange der deutsche Steuerzahler ausgeplündert und das Vermögen innerhalb der EU verteilt wird, um das Armageddon in einigen EU-Staaten abzuwenden, so lange gibt es neue Hoffnung, für ein paar Monate. Ein Konjunkturanstieg ist reines Wunschdenken.
    Dazu kommt, dass es mit unserem „Dauer-Boom auf Pump“ langsam aber sicher zu Ende geht.

    2011 erlahmt der Asienboom:
    Die Konjunktur des Kontinents droht sich deutlich abzukühlen und damit den Aufschwung in Deutschland massiv zu schwächen. Experten rechnen nur noch mit halb so viel Wachstum in vielen aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens. Gleichzeitig haben viele Regierungen angefangen, ihre Konjunkturprogramme zurückzufahren, denen wir unseren „Aufschwung zu verdanken hatten“.

    Die meisten Schulden zur Belebung der Konjunktur und Rettung der Bankster sind in den Schattenhaushalten versteckt. Wir reden also nicht über 2 Billionen Euro Schulden, sondern von mind. 10 Billionen. Und was sagt uns das?
    http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Staatsschulden_2.jpg
    Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro.
    Jetzt sind die Retter pleite. Wegbrechende Steuereinnahmen, allein bei uns über 200 Milliarden durch Verlustvorträge, und explodierende Ausgaben für die Zinsen und Sozialleistungen.

    Der Boom geht genau so lange, wie die Zentralbanken jeden Tag immer neue Milliarden und Billionen drucken. Wo das endet wissen unsere Eltern und Großeltern. Die haben es LIVE erlebt.

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