Wie kleidet sich der liberale Ökonom von heute? Ist doch ganz klar: Mit dem “Adam Smith Tartan”.
Die Scottish Economic Society hat zu Ehren des Begründers der modernen Volkswirtschaftslehre ein eigenes Schotten-Karo erstellt und im offiziellen schottischen Tartan-Register verzeichnen lassen.
Etwas Nachhilfe für Schottland-Laien zur Bedeutung der Tartans liefert Wikipedia:
Der Tartan eines schottischen Clans ist eine spezielle Abfolge von Farben bzw. Farbtönen, die nur von den Mitgliedern des Clans getragen werden dürfen. Obwohl ein Tartan damit sichtbar die Zugehörigkeit zu einem Clan ausdrückt, ist es nach schottischem Wappenrecht kein Vergehen, den Tartan eines anderen Clans zu tragen. Allgemein akzeptiert ist das Tragen eines Tartans, wenn man verwandtschaftlich, per Adoption oder auch nur namentlich als dem Clan zugehörig gilt.
Die Registrierung offizieller Clan-Tartans begann am 8. April 1815, als die Highland Society of London (gegründet 1778) alle Clan Chiefs aufforderte, der Gesellschaft ein Stück ihres Tartans zu schicken, groß genug, um das Muster erkennen zu lassen.
Basis des Adam-Smith-Tartans sind die Clan-Tartans der Familien von Adam Smith’s Vater und seiner Mutter Margart Douglas, wie die Scottish Economic Society berichtet:
It combines the Ancient Smith tartan (dating from 1886) with the Douglas Hunting tartan (dating from pre-1819), thereby also honouring Margaret Douglas’s important role in raising Adam Smith.
Einen Schal oder eine Krawatte kann man für £ 15 über den Glasgower VWL-Professor Robert E Wright bestellen – allerdings nur dann, wenn man Mitglied der Scottish Economics Society ist. Wenn das kein Anreiz ist, dem Verband beizutreten!
Vorgestellt wurde das Muster übrigens auf einer Konferenz der Scottish Economic Society, die in Aberfeldy-Whisky-Brennerei stattfand.
Ich finde es eine Frechheit, dass man mich dazu nicht eingeladen hat.
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