Die Schweizer haben den sicheren Hafen, den offenbar viele Anleger in ihrer Währung sahen, im Prinzip erst einmal verschlossen. Die Spekulation auf einen weiter steigenden Frankenkurs ist unterbrochen. Aber auch den Investoren, die dem Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) misstrauen, hat die Schweiz jetzt nicht mehr viel zu bieten. » Weiterlesen
Artikel mit dem Tag: Währungen
Der Dollar: too big too fail
Die Chinesen wollen ihren Außenhandel nach Möglichkeit auf den Yuan, die heimische Währung, umstellen. Deutet sich damit an, dass der Dollar nach und nach seine überragende Rolle als weltweite Reservewährung verliert? Ich glaube, das wäre die falsche Folgerung. Aber schwächer dürfte die amerikanische Währung schon werden.
Bernanke gibt den Arbeitsminister
Bernanke in Denkerpose, Bernanke in altehrwürdigen Universtätshallen, Bernanke im allerheiligsten Hauptsitzungssal der Fed und die kleinbürgerliche Straße, in der der mächtigste Geldmanager der Welt aufwuchs, in Großaufnahme: Soviel Werbung zur besten Sendezeit hat es für einen Währungshüter in den USA wohl noch nie gegeben. Der US-Fernsehsender CBS widmete dem um seinen Ruf und seine Machtfülle kämpfenden Fed-Chef am Sonntagabend eine satte halbe Stunde. Und Bernanke nahm das Angebot dankend an. Seine Botschaft ans Volk: Ich bin der Arbeitsminister der USA.
Nur Gold glänzt schöner
Wann immer die Anleger in unsicheren Zeiten Zuflucht in einem ruhigen Währungshafen suchen, greifen sie nach dem Schweizer Franken. Daran hat auch die internationale Kampagne gegen die Steueroase in den Alpen nichts geändert. Diese Woche haben die Sorgen über die Weltkonjunktur und die Herabstufung der irischen Staatsanleihen den Wechselkurs des Franken zum Euro unter die Marke von 1,30 gedrückt. So stark war die eidgenössische Währung noch nie. » Weiterlesen
Das britische Spardiktat
Exportwunder Amerika?
“Yes, we can” – really? Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, das Exportvolumen der Vereinigten Staaten bis 2015 auf zwei Billionen Dollar zu verdoppeln, klingt aus mehreren Gründen reichlich verwegen.
Chinas Ungleichgewichte (2): Der Yuan
US-Präsident Barack Obama hat in den vergangenen Wochen von China mehrfach scharf gefordert, die Landeswährung Yuan aufzuwerten. Die Chinesen verkauften ihre Waren in Amerika unangemessen billig, klagte der Präsident. Ein Parteigenosse, Senator Arlen Specter, warf Peking sogar „Straßenräuberei“ vor: „Sie nehmen unser Geld, leihen es zurück und besitzen nun einen guten Teil der Vereinigten Staaten!“ Das laute Geschrei wird jedoch vor allem eines bewirken: das Gegenteil des Verlangten. » Weiterlesen
Die lose Zunge des Herrn Kan
Der japanische Finanzminister Naoto Kan hat gleich am ersten Tag im Amt mit finanzpolitischen Kanonen um sich geschossen. Der Yen sei überbewertet, tönte er gestern. Heute legte er mit der fast schon konkreten Ankündigung nach, Japan könne den Dollar durch Aufkäufe stützen. Doch der Herr Minister sollte vorsichtig sein. » Weiterlesen
Kein Dollar-Desaster in Sicht
Endzeitauguren haben Hochkonjunktur. Nicht nur in Hollywood, dessen neuer Kassenknüller das Ende der Welt nach dem Kalender der Maya im Jahr 2012 mit viel Krach und Spektakel illustriert. Mit dem Streifen kann man einen Schauer, wie man ihn zum Höhepunkt der Finanzkrise beim Blick in den Abgrund spürte, gefahrlos noch einmal durchleben. Popcorn inklusive. Auch der Dollar ist beständig Gegenstand von Armageddon-Prognosen, die ihm einen Absturz ins Nichts vorhersagen. » Weiterlesen
Der Wunder-Won
Samsung und Hyundai sind guter Laune. Ihre Produkte sind trotz Krise weltweit schwer gefragt. Den Südkoreanern hilft dabei ihre Währung. Der Won hat seit Beginn der Wirtschaftskrise gegenüber dem Euro um ein Drittel abgewertet. Samsung kann ein Handy in Deutschland nun also ein Sechstel billiger anbieten und behält in der koreanischen Bilanz trotzdem ein Sechstel mehr Gewinn. Doch der koreanische Nationalstolz spielt auch eine Rolle. » Weiterlesen

