Artikel mit dem Tag: Staatsschulden

Ohne China kein Hebel

Die Menschen in Europa scheinen große Angst vor Geld zu haben. (Vielleicht stinkt es ja am Ende doch?) Nur so lässt sich die heftige Reaktion auf die Aussicht erklären, dass China mehr  europäische Staatsanleihen kaufen könnte. Dabei ist völlig klar: Wir brauchen die Chinesen. Ohne Investoren aus Fernost funktioniert der berühmte Hebel nicht, mit dem diePolitiker das eingezahlte Steuergeld zur Eurorettung nutzen wollen. » Weiterlesen

S&P-Zögertaktik ist unverantwortlich

Worauf warten die Ratingspezialisten von Standard & Poor’s noch? Wie lange wollen sie dem gerade stattfindenden Etappencrash noch zusehen, bevor sie endlich verkünden, ob sie die USA nach dem faulen Schuldenkompromiss vom Wochenende herunterstufen? » Weiterlesen

US-Rating unter Beschuss

Das Top-Rating der USA wackelt. Alle drei großen Ratingagenturen haben in den vergangenen Wochen mit einer Herabstufung der USA gedroht, falls sich Republikaner und Demokraten nicht auf eine Anhebung der Schuldengrenze einigen sollten. Standard & Poor’s warnte gar vor dem Stempel “zahlungsunfähig”, falls die Amerikaner am 4. August auslaufende Anleihen nicht zurückzahlen können. » Weiterlesen

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Alcoa-Logo (Bild via Wikipedia)Man stelle sich vor, die größten Konzerne der Welt stellen ihre Quartalszahlen vor und keiner schaut hin! Zumindest zu Beginn der Berichtssaison in den USA für das zweiten Quartal sieht es genau so aus. Ob der Aluminiumhersteller Alcoa – der ja  traditionell den Startschuss für den Zahlenreihen gibt – an diesem Montag nach US-Börsenschluss tatsächlich einen Gewinnsprung vermeldet oder nicht, ist derzeit fast nebensächlich. Denn die Eurokrise, die nun auch Italien zu erfassen scheint, und das endlose Politikergezänk um die Anhebung des Schuldenlimits in Washington absorbieren weitgehend die Aufmerksamkeit der Investoren.

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S&P oder die USA – wer ist hier der Bösewicht?

Standard & Poor’s hat ein Tabu gebrochen und die Verschuldung der USA zum öffentlichen Thema gemacht. Und nicht nur das: Die Ratingagentur hat gleichzeitig gedroht, dass die USA ihr Top-Rating verlieren könnten, wenn sie nicht endlich aus ihrem finanzpolitischen Dornröschenschlaf erwachen. Wie ernst es S&P mit der Drohung ist und ob die Agentur tatsächlich den Mut hat, den Amerikanern das Dreifach-A zu entziehen, bleibt offen. Aber eines hat S&P geschafft: Nachdem die Welt anderthalb Jahre einzig auf die europäischen Schulden geschaut hat, ist die desolate Lage der USA jetzt auch erstmals ein größeres Thema. » Weiterlesen

Großbritannien in der Wachstumsfalle

Schlechte Nachrichten für den britischen Premierminister David Cameron: Die Wirtschaft des Königreichs ist im vierten Quartal 2010 überraschend geschrumpft. Dabei ist das Land dringend auf eine Erholung der Wirtschaft angewiesen, nur so lässt sich der Schuldenberg der Briten ohne Verwerfungen abtragen. » Weiterlesen

Irische Ansteckungsgefahr

Trotz aller verbalen Unterstützung der EU und der Europäischen Zentralbank sind viele Investoren in dieser Woche Hals über Kopf aus irischen Staatsanleihen geflüchtet. Der Grund dafür: Die Anleger fürchten, dass die Rettung der maroden Banken die Wirtschaftskraft der kleinen Insel überfordert, und dass die Iren am Ende unter den Rettungsschirm der EU flüchten müssen. Aber die Angst vor einem Bail Out alleine kann den Kurssturz irischer Staatsanleihen nicht erklären.

Die Nervosität wird von Spekulationen angeheizt, dass die Anleiheeigner sich an den Kosten der Sanierung beteiligen sollen, und auf einen Teil ihres Gelds verzichten müssen. Ein Plan, den zuerst die Deutschen auf die Tagesordnung gehoben haben. Zwar versicherte Finanzminister Wolfgang Schäuble mehrfach, dass eine solche Lastenteilung wenn überhaupt nur für neue irische Staatsanleihen in Frage komme und nicht für die Papiere, die sich bereits in den Depots der Anleger befinden. Aber Schäubles Beruhigungspille zeigte bislang keine Wirkung. » Weiterlesen

Das falsche Spiel der Märkte

Kaum haben die Investoren von der Fed erhalten, was sie wollten, stürzen sie sich begierig auf das nächste Thema. Und weil gerade alles so gut läuft, greift man einfach mal wieder auf Bekanntes zurück: Die drohende Pleite europäischer Krisenstaaten. Mit den Diskussionen  um das irisches Sparpaket und der anstehenden Anleiheemission Portugals am Mittwoch gibt es ja auch zwei wunderbare Anlässe, um die europäische Schuldenkrise neu aufs Tapet zu bringen. Was, wenn die Portugiesen am Kapitalmarkt scheitern und auf ihren Anleihen sitzen bleiben? » Weiterlesen

Irland in der Schuldenzwickmühle

Eigentlich kann man den Iren keinerlei Vorwürfe machen. Die Regierung in Dublin tut wirklich alles, um das Land aus der selbstverschuldeten Krise zu holen. Gestern verkündete Finanzminister Brian Lenihan seinen leidgeprüften Wählern, dass sie sich auf ein neues Sparprogramm von sechs Mrd.Euro gefasst machen müssen. Aber reicht das, um die Märkte zu beruhigen, die Irland seit Tagen wieder an den Schuldenpranger stellen? » Weiterlesen

Geld lässt sich nicht einfrieren

Angesichts der ungewohnt hohen deutschen Staatsverschuldung von nur wenig unter zwei Billionen Euro fordern viele brave Bürger ein Umdenken im Umgang mit den Staatsfinanzen. Statt sich im Notfall Mittel zu leihen, soll die Regierung vorher Rücklagen für schlechte Zeiten bilden. Doch Geld lässt sich gar nicht in der nötigen Menge aufheben – wie das Beispiel Chinas und Japans zeigt. » Weiterlesen