Die Menschen in Europa scheinen große Angst vor Geld zu haben. (Vielleicht stinkt es ja am Ende doch?) Nur so lässt sich die heftige Reaktion auf die Aussicht erklären, dass China mehr europäische Staatsanleihen kaufen könnte. Dabei ist völlig klar: Wir brauchen die Chinesen. Ohne Investoren aus Fernost funktioniert der berühmte Hebel nicht, mit dem diePolitiker das eingezahlte Steuergeld zur Eurorettung nutzen wollen. » Weiterlesen
Artikel mit dem Tag: Staatsschulden
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Man stelle sich vor, die größten Konzerne der Welt stellen ihre Quartalszahlen vor und keiner schaut hin! Zumindest zu Beginn der Berichtssaison in den USA für das zweiten Quartal sieht es genau so aus. Ob der Aluminiumhersteller Alcoa – der ja traditionell den Startschuss für den Zahlenreihen gibt – an diesem Montag nach US-Börsenschluss tatsächlich einen Gewinnsprung vermeldet oder nicht, ist derzeit fast nebensächlich. Denn die Eurokrise, die nun auch Italien zu erfassen scheint, und das endlose Politikergezänk um die Anhebung des Schuldenlimits in Washington absorbieren weitgehend die Aufmerksamkeit der Investoren.
Großbritannien in der Wachstumsfalle
Schlechte Nachrichten für den britischen Premierminister David Cameron: Die Wirtschaft des Königreichs ist im vierten Quartal 2010 überraschend geschrumpft. Dabei ist das Land dringend auf eine Erholung der Wirtschaft angewiesen, nur so lässt sich der Schuldenberg der Briten ohne Verwerfungen abtragen. » Weiterlesen
Irische Ansteckungsgefahr
Trotz aller verbalen Unterstützung der EU und der Europäischen Zentralbank sind viele Investoren in dieser Woche Hals über Kopf aus irischen Staatsanleihen geflüchtet. Der Grund dafür: Die Anleger fürchten, dass die Rettung der maroden Banken die Wirtschaftskraft der kleinen Insel überfordert, und dass die Iren am Ende unter den Rettungsschirm der EU flüchten müssen. Aber die Angst vor einem Bail Out alleine kann den Kurssturz irischer Staatsanleihen nicht erklären.
Die Nervosität wird von Spekulationen angeheizt, dass die Anleiheeigner sich an den Kosten der Sanierung beteiligen sollen, und auf einen Teil ihres Gelds verzichten müssen. Ein Plan, den zuerst die Deutschen auf die Tagesordnung gehoben haben. Zwar versicherte Finanzminister Wolfgang Schäuble mehrfach, dass eine solche Lastenteilung wenn überhaupt nur für neue irische Staatsanleihen in Frage komme und nicht für die Papiere, die sich bereits in den Depots der Anleger befinden. Aber Schäubles Beruhigungspille zeigte bislang keine Wirkung. » Weiterlesen
Das falsche Spiel der Märkte
Kaum haben die Investoren von der Fed erhalten, was sie wollten, stürzen sie sich begierig auf das nächste Thema. Und weil gerade alles so gut läuft, greift man einfach mal wieder auf Bekanntes zurück: Die drohende Pleite europäischer Krisenstaaten. Mit den Diskussionen um das irisches Sparpaket und der anstehenden Anleiheemission Portugals am Mittwoch gibt es ja auch zwei wunderbare Anlässe, um die europäische Schuldenkrise neu aufs Tapet zu bringen. Was, wenn die Portugiesen am Kapitalmarkt scheitern und auf ihren Anleihen sitzen bleiben? » Weiterlesen
Irland in der Schuldenzwickmühle
Eigentlich kann man den Iren keinerlei Vorwürfe machen. Die Regierung in Dublin tut wirklich alles, um das Land aus der selbstverschuldeten Krise zu holen. Gestern verkündete Finanzminister Brian Lenihan seinen leidgeprüften Wählern, dass sie sich auf ein neues Sparprogramm von sechs Mrd.Euro gefasst machen müssen. Aber reicht das, um die Märkte zu beruhigen, die Irland seit Tagen wieder an den Schuldenpranger stellen? » Weiterlesen
Geld lässt sich nicht einfrieren
Angesichts der ungewohnt hohen deutschen Staatsverschuldung von nur wenig unter zwei Billionen Euro fordern viele brave Bürger ein Umdenken im Umgang mit den Staatsfinanzen. Statt sich im Notfall Mittel zu leihen, soll die Regierung vorher Rücklagen für schlechte Zeiten bilden. Doch Geld lässt sich gar nicht in der nötigen Menge aufheben – wie das Beispiel Chinas und Japans zeigt. » Weiterlesen

