Die Herabstufung der Bonitätsnote der USA durch eine große Ratingagentur wirkt heute auf die Märkte – das war klar. Aber bricht eine neue Panik aus? Am Morgen in Asien sah es erst noch vergleichsweise gut aus. Kurz vor Mittag drehten die wichtigen Indizes jedoch richtig tief ins Minus. » Weiterlesen
Artikel mit dem Tag: Japan
Japans Börse erreicht fast ihr Erdbebentief
Was ist schlimmer: Ein Tsunami, der 20 000 Menschen umbringt und einen Atom-GAU mit unabasehbaren Folgen auslöst? Oder ein Streit um den US-Bundeshaushalt? Die Anleger in Tokio halten zwar das Erdbeben immer noch für das schlimmere Ereignis für die eigenen Aktien — aber nur knapp. » Weiterlesen
Devisenmarkt sendet Warnsignal nach Washington
Dass die Amerikaner ein großes Schuldenproblem haben, ist ein Allgemeinplatz. Die spannende Frage ist seit langem eigentlich, wann die ausländischen Gläubiger nicht mehr bereit sind, die Misswirtschaft in Washington zu finanzieren. Und die Reaktion der Devisenmärkte auf die Unruhen im Nahen Osten und Arabien hat gezeigt, dass der Dollar nicht mehr wie früher automatisch von einer globalen Krise profitiert. Der fundamentale Vertrauensschwund gegenüber dem Greenback ist also Realität. Selbst Pessimisten glaubten jedoch bislang nicht daran, dass dies schnell zu einem akuten Problem für die US-Regierung werden könnte. Solche Prozesse dauern für gewöhnlich lange. Aber durch die Katastrophe in Japan wächst rasend schnell ein neues Risiko heran: Einer der größten Gläubiger Amerikas dürfte sein Geld demnächst selbst brauchen.
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Grund zur Sorge
Wenn die Händler in Europa am Montag morgen an die Arbeit gehen, ist die Welt noch einmal ein ganzes Stück unsicherer geworden. Das verheerende Erdbeben in Japan und seine Folgen werden an den Märkten für einen äußerst nervösen Start in die neue Woche sorgen. Dabei gibt es eigentlich schon mehr als genug Gründe, um sich ernste Sorgen zu machen: Die Eurokrise zum Beispiel, oder die Aufstände im Nahen Osten, die für steigende Ölpreise sorgen und so die Erholung der Weltwirtschaft gefährden. » Weiterlesen
China: Danke, Ihr großzügigen Japaner!
Japan greift am Devisenmarkt ein, um den Kurs des Yen zu drücken. Eine pure Verzweiflungstat, mit der Tokio vor allem seinem größten asiatischen Rivalen einen Gefallen tut. » Weiterlesen
Japans Erfahrung mit Banken-Bashing
Die Geschichte wiederholt sich möglicherweise nicht, aber Finanzkrisen ähneln sich manchmal verblüffend. Nach dem Platzen der japanischen Immobilienblase 1990 musste die Tokioter Regierung die Banken heraushauen, so wie es Staaten weltweit in der aktuellen Krise gemacht haben. Und auch in Japan folgte eine Phase aggressiver Kritik der Politiker an den Finanzhäusern. Die Aktienkurse stürzten daraufhin steil ab. » Weiterlesen
Die “Zug statt Flug”-Denke
Die scheinbare Einfältigkeit der Anleger verblüfft manchmal. In Japan sind heute die Aktien einer Bahngesellschaft steil gestiegen – offenbar weil die Insolvenz der Fluggesellschaft JAL bevorsteht. Die JAL-Papiere waren zuvor so schnell gefallen, dass sie gleich zum Handelsbeginn das Verlustlimit erreichten. Die Börse hat die Anteilsscheine dann aus dem Handel genommen – sie kosten jetzt nur noch 28 Cent. Wie die zweite Schale an der gleichen Waage ging parallel der Wert der Anteilsscheine der Bahngesellschaft JR Tokai nach oben. Sie betreibt den Shinkansen-Schnellzug von Tokio nach Osaka. » Weiterlesen
Die lose Zunge des Herrn Kan
Der japanische Finanzminister Naoto Kan hat gleich am ersten Tag im Amt mit finanzpolitischen Kanonen um sich geschossen. Der Yen sei überbewertet, tönte er gestern. Heute legte er mit der fast schon konkreten Ankündigung nach, Japan könne den Dollar durch Aufkäufe stützen. Doch der Herr Minister sollte vorsichtig sein. » Weiterlesen
Nikkei begrüßt neue Computer mit Hochstand
Für Tokios Aktienmarkt hat sich die IT-Neuanschaffung des Jahres bewährt. Im Handel am Montag funktionierte das neue Handelssystem “Arrowhead” fehlerlos. Doch das war heute nicht die einzige gute Nachricht aus Japan – die Anleger sind auch ansonsten wieder optimistischer geworden. » Weiterlesen
Zweifel an der Geldschwemme
Die japanische Notenbank hat ihr Versprechen von gestern wahr gemacht und den Geschäftsbanken bereits heute billiges Geld angeboten. Eine Billion Yen, über sieben Milliarden Euro, konnten die Institute gegen Sicherheiten bei der Bank of Japan abrufen. Doch es zeigte sich Japans altes Problem: Keiner will die Knete.

