Dass die Amerikaner ein großes Schuldenproblem haben, ist ein Allgemeinplatz. Die spannende Frage ist seit langem eigentlich, wann die ausländischen Gläubiger nicht mehr bereit sind, die Misswirtschaft in Washington zu finanzieren. Und die Reaktion der Devisenmärkte auf die Unruhen im Nahen Osten und Arabien hat gezeigt, dass der Dollar nicht mehr wie früher automatisch von einer globalen Krise profitiert. Der fundamentale Vertrauensschwund gegenüber dem Greenback ist also Realität. Selbst Pessimisten glaubten jedoch bislang nicht daran, dass dies schnell zu einem akuten Problem für die US-Regierung werden könnte. Solche Prozesse dauern für gewöhnlich lange. Aber durch die Katastrophe in Japan wächst rasend schnell ein neues Risiko heran: Einer der größten Gläubiger Amerikas dürfte sein Geld demnächst selbst brauchen.
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Artikel mit dem Tag: Devisen
Devisenmarkt sendet Warnsignal nach Washington
Konspirationstheorien
Jede Katastrophe größeren Ausmaßes gebiert ihre eigenen Konspirationstheorien. Eine Regel, die natürlich auch für die Schuldenkrise in der Eurozone gilt. » Weiterlesen
China: Danke, Ihr großzügigen Japaner!
Japan greift am Devisenmarkt ein, um den Kurs des Yen zu drücken. Eine pure Verzweiflungstat, mit der Tokio vor allem seinem größten asiatischen Rivalen einen Gefallen tut. » Weiterlesen
Peking macht Hongkong zum Währungslabor
Die Finanzmetrolpole Hongkong im Süden Chinas hat sich still und leise eine einzigartige Position aufgebaut, die den dortigen Banken extreme Vorteile verschafft – und im Westen hat bisher kaum einer etwas gemerkt. Denn die Hongkonger Behördern haben einen Pakt mit den Kommunisten in Peking geschlossen. » Weiterlesen
Tatsächlich, der Yuan fällt
Der Krimi um die chinesische Währung geht weiter: Wie bereits befürchtet, hat der Yuan zwei Tage hintereinander gegenüber dem Dollar an Wert verloren. Dabei hatte sich Washington doch schon so auf eine Aufwertung gefreut. Diese käme den eigenen Exporten zugute und könnte die Produktion im Land stärken. Doch daraus wird anscheinend erstmal nichts. » Weiterlesen
Das doppelte teuer-China
Jetzt ist sie also da, die neuerliche Freigabe der chinesischen Währung. Gestern Nachmittag stieg der Yuan um 0,4 Prozent gegen den Dollar, nachdem er sich am Vormittag noch kaum bewegt hatte. Damit schöpfte er das Handelsband von einem halben Prozent schon fast völlig aus, das die Regierung ihm gewährt. Ab jetzt sind damit weitere Trippelschritte zu erwarten, die sich über Monate zu echten Aufschlägen addieren. Damit verstärkt die Devisenreform einen zweiten Trend – und zusammen könnten sie der produzierenden Industrie unheimlich werden. » Weiterlesen
Alle starren gebannt auf den Yuan
Montagmorgen in Fernost. Der erste Blick der Finanzakteure gilt dem Wechselkurs der chinesischen Währung. Wie steht der Yuan zum Dollar? Tut sich schon was?
Am Samstag hatte die Zentralbank in wolkigen Worten angedeutet, dass die Dollarbindung des Yuan enden könnte. Das wäre eine Sensation. Doch was heute auf den Bildschirmen erschienen ist, enttäuscht zunächst: Um 0,0007 Dollar stieg der Yuan im Laufe des Vormittags. Da die Kopplung der beiden Währungen innerhalb eines Handelsbands erfolgt, ist das der Normalfall. Oder haben alle die Zentralbank missverstanden? » Weiterlesen
Der unbekannte Dritte rückt ins Rampenlicht
Es war ein historisches Ereignis: Gestern abend lieferten sich die Spitzenkandidaten der britischen Parteien das erste Fernsheduell in der Geschichte des Königreichs. Quasi alle Umfragen sehen Nick Clegg, den Chef der Liberaldemokraten als Sieger der anderthalbstündigen Redeschlacht. Für die Kapitalmärkte und die Londoner City ist das keine gute Nachricht.
Washington ist gefährlicher als Athen
Alle Welt redet von Griechenland. Und von Portugal und Spanien. Vergessen wir einmal, dass der Bundestaat Kalifornien ein viel höheres Gewicht in den USA hat als Griechenland in Euroland – und Kalifornien ist am Rand der Zahlungsunfähigkeit, hat allerdings, bedingt durch das US-Finanzsystem, relativ wenig Altschlulden auf dem Buckel, dafür aber immer wieder akute Zahlungsprobleme.
Trügerische Euroschwäche
Eigentlich ist der Euro ja gar nicht schwach. Er ist nur nicht mehr so stark wie noch im Herbst. Die Griechenlandkrise setzt ihn unter Druck. Aber wahrscheinlich bewerten die internationalen Märkte das Chaos in Athen und die Gedankenspiele über ein Zerbrechen der Eurozone viel zu stark.

