Die chinesische Sozialnetz-Website “Renren” erwartet heute bei ihrem US-Börsengang eine deutlich höhere Bewertung als Facebook. Erstaunlich? Ja. Aber nicht völlig überraschend: Seit einigen Jahren zapfen chinesische Unternehmen verstärkt den US-Aktienmarkt an, um sich mit Geld zu versorgen. Die Ausgabe der zusätzlichen Anteilsscheine auf dem anderen Kontinent kostet sie dabei kaum etwas – denn erfahrungsgemäß (und erstaunlicherweise) belastet sie die Kurse der vorhandenen Aktien an den örtlichen Märkten wie Shanghai, Shenzhen oder Hongkong kaum. Auch die amerikanischen Investoren spielen mit. Vor allem Techniktiteln aus Fernost können sie nicht widerstehen. » Weiterlesen
Vertrauenskrise in den USA? Von wegen
Eigentlich ist in den USA diese Woche gar nichts passiert. Notenbankchef Ben Bernanke bewegte die Märkte, obwohl er nichts tat und auf seiner Debüt-Pressekonferenz nach einer Fed-Sitzung auch nichts sagte – abgesehen davon, dass sich das US-Wachstum im zweiten Quartal verlangsamt hat. Das kam einen Tag später mit der Veröffentlichung der offiziellen BIP-Zahlen aber ohnehin raus. Auch aus dem Finanzministerium gab es eine Nicht-Nachricht: Timothy Geithner erklärte, dass die USA an ihrer Politik des starken Dollars festhalten. Dumm nur, dass ihm das niemand glaubt. » Weiterlesen
Armes England, arme USA
Spätestens nach den mageren Zahlen zum ersten Quartal ist klar, dass dem zarten britischen Aufschwung tatsächlich die Luft auszugehen droht. Aber die Londoner Regierung, weiß, dass sie an ihrem Sparkurs festhalten muss, will sie nicht das Vertrauen der Märkte verlieren. Wie schnell das gehen kann, zeigt die Drohung der Ratingagentur Standard & Poor’s die Bonität der weltgrößten Wirtschaftsmacht USA herabzustufen. » Weiterlesen
Ihr Auftritt, Mister Bernanke!
Und die US-Notenbank ist doch lernfähig. Sie lernt von der EZB. Nicht etwa, dass Ben Bernanke dem geldpolitischen Kurs von Jean-Claude Trichet folgen würde. Aber am Mittwoch wird der Fed-Chef erstmals in der Historie nach einer Zinsentscheidung vor die Presse treten. Bei der EZB ist das seit Jahren ein Ritual. » Weiterlesen
Der Goldpreis steuert auf seinen Zenit zu
Im Lager der Gold-Bullen herrscht mal wieder Jubelstimmung. Erstmals hat S&P die USA aufs Korn genommen. Eine Staatspleite des globalen Schuldenkönigs, wie sie viele Papiergeld-Kritiker seit Jahren skizzieren, wird als drohendes Krisenszenario nun auch öffentlich diskutiert. Und der Goldpreis steigt weiter. Jetzt fiel erstmals die Marke von 1.500 Dollar je Feinunze. » Weiterlesen
Die Umschuldung kommt – Hand drauf
Wenn es in der europäischen Schuldenkrise bisher eine zentrale Erkenntnis gibt, dann die, dass Negativszenarien früher oder später eintreten. Wie lange haben Griechenland, Irland und zuletzt Portugal – und mit ihnen die gesamte europäische Polit-Prominenz - dementiert, dass sie fremde Hilfe brauchen werden: Am Ende sind sie doch umgekippt. Bei Spanien könnte es (hoffentlich) anders sein. Aber die Ausnahme bestätigt bekanntlich die Regel. » Weiterlesen
Der amerikanische Patient
Stürmischer hätte die Woche an den Märkten kaum beginnen können. Alle Augen richteten sich auf die immer dramatischere Schuldenkrise in der Eurozone und die immer größer werdende Gefahr, dass Griechenland um eine Umschuldung nicht herumkommt. Bis dann plötzlich die Ratingagentur Standard & Poor’s die Investoren daran erinnerte, dass der Weltwirtschaft eine noch ernstere Gefahr droht. Die Bonitätshüter haben heute zwar das erstklassige Rating der USA mit der Bestnote „AAA“ bestätigt, gleichzeitig ihren Ausblick aber auf negativ gesenkt. An den Märkten sorgte dieser Weckruf für einen hässlichen Schock. » Weiterlesen
Abba, Scheinwerfer und die Börse
„Stellen Sie sich vor, Sie müssten über irgendwelche verdammten Scheinwerfer schreiben“, kommentierte ABBA-Kopf Björn Ulvaeus einst seine Schwierigkeiten mit dem Text des äußerst erfolgreichen Songs „Super Trouper“. Nun mag man zu ABBA stehen, wie man will. Schwierigkeiten mit den Scheinwerfern haben dieser Tage aber auch die Chefs der Börsenneulinge. » Weiterlesen
„Mir san mir“ an der Wall Street
Das erste Quartal hat die Risiken zurück an die Kapitalmärkte gebracht: Den Unruhen in Tunesien und Ägypten folgte die Eskalation in Libyen, die den Ölpreis in die Höhe treibt. Einstürzen ließ die Kurse aber erst das Erdbeben in Japan und die anschließende Sorge vor einem Atomkollaps. Ganz nebenbei gewinnt die europäische Schuldenkrise Tag für Tag an Schärfe. Portugal wird sich nach Meinung vieler Experten dem europäischen Rettungsschirm kaum noch entziehen können und in Irland sind die Banken durch einen weiteren Stresstest gefallen. » Weiterlesen
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