Zu viel Hysterie um Solar und Wind

Atom geht, Erneuerbare Energien kommen. Für Anleger scheint das bereits ausgemachte Sache zu sein. Seit der Atomkatastrophe in Japan stürzen sie sich auf Aktien von Solar- und Windkraftunternehmen. Der Erfolg der Grünen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und die hektischen Bemühungen der Berliner Regierungsparteien, sich von der Atomkraft zu distanzieren, haben zu Wochenbeginn den nächsten Kursschub ausgelöst. » Weiterlesen

Devisenmarkt sendet Warnsignal nach Washington

Dass die Amerikaner ein großes Schuldenproblem haben, ist ein Allgemeinplatz. Die spannende Frage ist seit langem eigentlich, wann die ausländischen Gläubiger nicht mehr bereit sind, die Misswirtschaft in Washington zu finanzieren. Und die Reaktion der Devisenmärkte auf die Unruhen im Nahen Osten und Arabien hat gezeigt, dass der Dollar nicht mehr wie früher automatisch von einer globalen Krise profitiert. Der fundamentale Vertrauensschwund gegenüber dem Greenback ist also Realität. Selbst Pessimisten glaubten jedoch bislang nicht daran, dass dies schnell zu einem akuten Problem für die US-Regierung werden könnte. Solche Prozesse dauern für gewöhnlich lange. Aber durch die Katastrophe in Japan wächst rasend schnell ein neues Risiko heran: Einer der größten Gläubiger Amerikas dürfte sein Geld demnächst selbst brauchen.
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Moody’s – der zweitgrößte Feind der Euro-Zone

Wie schnell sich das Bild drehen kann: Noch am Dienstag griffen Investoren bei spanischen Anleihen zu und akzeptierten auch niedrigere Zinsen als bei der vergangenen Auktion. Heute ist Portugal dran –und muss tief in die Tasche greifen. » Weiterlesen

Rückversicherer erholen sich

Nach ihrem Absturz scheinen sich die Aktien der Rückversicherer heute zu erholen. Und das, obwohl die Schadenschätzungen für Japan in eine Richtung gehen, nach der es sich um den teuersten Fall für die Branche seit dem Wirbelsturm Katrina 2005 handeln könnte. Aber wer sich die Langfrist-Charts von Münchener, Schweizer und Hannover Rück anschaut, stellt fest, dass dieser Megaschaden nicht zu einem deutlichen Absturz geführt hatte. Im Gegenteil: Die Kurse stiegen in den kommenden beiden Jahren deutlich über das Niveau von 2005.

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Grund zur Sorge

Wenn die Händler in Europa am Montag morgen an die Arbeit gehen, ist die Welt noch einmal ein ganzes Stück unsicherer geworden. Das verheerende Erdbeben in Japan und seine Folgen werden an den Märkten für einen äußerst nervösen Start in die neue Woche sorgen. Dabei gibt es eigentlich schon mehr als genug Gründe, um sich ernste Sorgen zu machen: Die Eurokrise zum Beispiel, oder die Aufstände im Nahen Osten, die für steigende Ölpreise sorgen und so die Erholung der Weltwirtschaft gefährden. » Weiterlesen

Ist Warren Buffett gefragt?

Es mag makaber klingen, über Gewinnchancen zu reden, wenn die Erde bebt. Aber die Märkte schalten auch angesichts größter Katastrophen nicht plötzlich um auf Mitgefühl – sondern bleiben bei ihrer kühlen Logik. Heute stehen die Aktien der Rückversicherer mächtig unter Druck. Aber vielleicht ist das gerade eine Kaufchance. Und wenn es ganz dick kommt, wird die Branche vielleicht wieder die Milliarden US-Investors Warren Buffett brauchen.

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Bill Gross – “Nestbeschmutzer” mit Courage

Das amerikanische Ego ist empfindlich. Vor allem dann, wenn es um den heiligen Dollar und das Selbstverständnis des Landes als die größte Nation auf Erden geht. Da passt es überhaupt nicht ins Konzept, dass ausgerechnet der Chef des weltgrößten Bondsfonds Pimco Bill Gross – einer der sonst gottgleich angebeteten Stars der heimischen Finanzbranche – im Angesicht der Megaschuldenprobleme des Landes die Bestände seines Fonds an US-Staatsanleihen abstösst. Entsprechend klein wurde die Nachricht in den US-Medien gefahren. Und auch Gross selbst ignorierte über 24 Stunden die Anfragen der versammelten Weltpresse nach einem Kommentar zu dieser drastischen Maßnahme, vermutlich um sich und seine zum deutschen Allianz-Konzern gehörende Firma nicht unnötig in die Schusslinie zu bringen.
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Bankerinflation in Fernost

Der Osten leuchtet, golden sogar. Während die leidgeprüften Banker in London und New York noch immer an ihrem Post-Krisen-Kater laborieren, steigt in Asien die nächste Bonus-Party. » Weiterlesen

Es wird ernst für Griechenland

Die Ratingagentur Moody’s hat Griechenland gleich um drei Stufen von Ba1 auf B1 herabgesetzt. Die Griechen schäumen vor Wut – verständlich. Denn sie haben den Eindruck, dass ihre Bemühungen um eine Stabilisierung der Staatsfinanzen gar nicht honoriert werden. Aber vielleicht ist der wirkliche Adressat der Rating-Herabstufung gar nicht Griechenland, sondern die EU.

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Der Dollar: too big too fail

Die Chinesen wollen ihren Außenhandel nach Möglichkeit auf den Yuan, die heimische Währung, umstellen. Deutet sich damit an, dass der Dollar nach und nach seine überragende Rolle als weltweite Reservewährung verliert? Ich glaube, das wäre die falsche Folgerung. Aber schwächer dürfte die amerikanische Währung schon werden.

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