»Matthias Eberle 24. August 2010, 04:37 Uhr

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Was tun bei Anlagenotstand?

Akute Risikoscheu bestimmt derzeit die Strategie der Anleger. Dass die Amerikaner zwischen Januar und Juli 2010 mehr als 33 Mrd. Dollar aus Investmentfonds abgezogen haben, ist im Land der Wertpapier-Fans schon bemerkenswert. Es spricht für die These, dass Groß- und Kleinaktionäre zwischen Ost- und Westküste inzwischen weiter sind als die Politiker in Washington uns glauben machen wollen.

Die erzählen immer noch gebetsmühlenartig ihre Erholungs- und Wachstums-Story, während sich Unternehmen und Privatleute bereits auf das Ende der massiven Konjunktur- und Stimulusprogramme einrichten – mithin auf eine lange, womöglich sehr lange Durststrecke. Was also tun, wenn der Ausblick für (US-)Aktien sehr trüb ist, die Bond-Märkte mehr Angst als Rendite abwerfen und Amerikas künstlich gestützter Immobilienmarkt das Potenzial hat, noch eine Etage tiefer zu krachen? Dann lieber doch kopfüber rein ins Goldbecken, selbst wenn auch diese Anlage bei 1.225 Dollar pro Unze längst Bauchschmerzen bereitet? Liquidität (also so was Ähnliches wie Omas Sparstrumpf) gilt in den USA traditionell als Todsünde: „Cash is trash“ (Müll) heißt es hier, weshalb immer mehr Menschen nun umgehend in den Anlagenotstand verfallen – vermutlich nicht nur Amerikaner.

Weshalb eigentlich? Was spricht (für langfristig orientierte Investoren!) dagegen, sein Geld eine Zeit lang flüssig zu halten und bei deutlich niedrigeren Niveaus wieder einzusteigen, etwa am Aktienmarkt? Inflation müssen wir bis auf weiteres nicht fürchten, einen heftigen Rücksetzer an den Börsen sehr wohl. Das garantiert die Monster-Kreditblase, aus der Washington irgendwann in den nächsten Jahren die Luft lassen muss.

»Matthias Eberle 24. August 2010, 04:37 Uhr

    Ein Kommentar zu “Was tun bei Anlagenotstand?”


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