Chinas Finanzbranche braucht dringend Geld. Das zeigt sich an den ständig neuen Aktienemissionen und Börsengängen. Hintergrund sind nicht nur Eigenkapitalvorschriften, sondern auch eine befohlen erhöhte Kreditvergabe. Die Börsen Hongkong und Shanghai sind jedoch bereits ausgelaugt, zumal die Agricultural Bank of China den Markt noch einmal kräftig abgezapft hat. Neueinsteigern bleibt da nur eins: Rabatt.
Die China Everbright Bank hat heute die angepeilte Handelsspanne für ihren bevorstehenden Börsengang bekannt gegeben. Aus den Zahlen geht hervor: Das Papier wird vergleichsweise billig. Es bewertet das gut aufgestellte Institut insgesamt niedriger als andere chinesische Banken bei ihrem Debut.
Everbright bietet sich preiswert feil, obwohl die Kurs derzeit eigentlich steigen. (Sie waren seit Jahresbeginn dermaßen tief gefallen, dass die Anleger in Hongkong und Shanghai derzeit glauben, den Boden gesehen zu haben.)
Aber das Everbright will unbedingt einen Erfolg für seinen IPO. Auf Rückenwind durch Rekordnachrichten wie die Agricultural Bank kann das mittelgroße Institut jedoch nicht hoffen. Beim Großbörsengang der Agricultural Bank beklagten sich Analysten und Beobachter darüber, dass die Aktien zwar weggingen – der Handel aber eher schleppend anlief.
Ist Everbright deshalb ein Schnäppchen? Nicht unbedingt. Chinas Finanzbranche steht womöglich in den kommenden Monaten schlimmes bevor. Und an der Börse gibt es nach unten kein Netz und keinen doppelten Boden.











3 Kommentare zu “Everbright macht sich zum Billigheimer”
[...] Everbright macht sich zum Billigheimer Von Finn Mayer-Kuckuk (Handelsblatt). Vgl. 光大银行IPO战略配售认购火爆 三大措施确保市场稳定 (sina.com/Nanfang Ribao). [...]
[...] Handelsblatt Global Markets: Börsengänge, China: Everbright macht sich zum Billigheimer [...]
[...] This post was mentioned on Twitter by Alexander Felde and Jens, Jan Ruehmling. Jan Ruehmling said: Everbright macht sich zum Billigheimer: Chinas Finanzbranche braucht dringend Geld. Das zeigt sich an den ständig … http://bit.ly/aGjMdH [...]