»Rolf Benders 13. Juli 2010, 16:19 Uhr

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Portugal? Da war doch was…

Man stelle sich vor, Portugal kracht zusammen und keiner hört hin. Ganz so krass ist es nicht, aber die neuerliche Herabstufung des Landes durch die Ratingagentur Moody’s hat die Devisenmärkte heute weitgehend kalt gelassen. Das Thema “Eurokrise” hat offenbar zumindest vorerst seinen Reiz für die Investoren verloren.

Anders als noch vor ein paar Wochen reagierte der Euro nicht mit heftigen Abschlägen auf die Nachricht. Im Gegenteil: Weil die Griechen ein paar Anleihen platzieren konnten und gleichzeitig das Außenhandelsdefizit der USA stieg, legte die zuletzt so geschmähte Gemeinschaftswährung sogar deutlich zu.
Stück für Stück wird den Märkten klar, dass die Erholung in den USA auf Sand gebaut ist und im zweiten Halbjahr weitgehend zu Stillstand kommen wird. Jüngster Indikator dafür ist das überraschend deutlich gestiegene Handelsdefizit.

Dadurch rückt nicht nur eine Zinserhöhung der Fed in weite Ferne. Es mehren sich zudem Stimmen, die die US-Notenbank zu einer neuerlichen Nutzung der Gelddruckmaschine drängen. Das dürfte das Vertrauen in den Dollar weiter schwächen. So wenig rosig die Lage in Europa ist, man kämpft sich immerhin langsam aus dem Jammertal heraus. Gleichzeitig rutschen die USA wieder tiefer rein. Bis auf weiteres dürfte das dem Euro helfen.

»Rolf Benders 13. Juli 2010, 16:19 Uhr

    2 Kommentare zu “Portugal? Da war doch was…”


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