Das neue Jahr beginnt in den USA, wie das alte geendet hat – mit Staatsdoping wie zu besten DDR-Zeiten. Das ist bekanntlich höchst gesundheitsgefährdend, aber kurzfristig ungemein hilfreich. Deshalb erhält Detroits maroder Autofinanzierer GMAC in den nächsten Tagen einen neuerlichen Notkredit aus Washington – diesmal 3,5 Mrd. Dollar. Ansonsten würde die Firma mit ihrer hochgradig vergifteten Subprime-Tochter Residential Capital wohl irgendwann zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag zusammenbrechen. Ein Finanzkollaps von GMAC würde zwar nicht die Finanzwelt erschüttern (Stichwort „too big to fail“), sehr wohl aber die hochgedopten US-Autokonzerne General Motors und Chrysler. Die wiederum stehen beim amerikanischen Steuerzahler bereits mit mehr als 60 Mrd. Dollar in der Kreide und sind auf (Billig-)Finanzierungen von GMAC zwingend angewiesen. » Weiterlesen
Artikel aus dem December 2009
Knapp daneben ist auch vorbei
Mit 5957,43 Punkten hat der Deutsche Aktienindex das Jahr offiziell beschlossen. Dass er dann doch unterhalb der magischen 6000 Punkte blieb, sollte man in dem dünnen Handel nicht überbewerten. Aber vielleicht hat es eine gewisse symbolische Bedeutung. » Weiterlesen
Ernüchternde Zahlenspiele zum Ende des Jahrzehnts
Auf den ersten Blick schaut das doch formidabel aus. Fast 70 Prozent hat der breite US-Aktienmarkt seit dem Tiefpunkt im März 2009 gewonnen. Die wenigen Anleger, die bei dieser Rally dabei waren, wird es freuen. Bei näherer Betrachtung herrscht aber Tristesse in den Depots all derer, die auf das Werben der Banken und Fondsgesellschaften erhörten und “langfristig” anlegten. » Weiterlesen
Einmal an den 6000 genippt
Jetzt hat der Dax mal eben die 6000 Punkte erreicht, aber offensichtlich nur mit Mühe. Und das, obwohl der Handel gegen Jahresende sehr dünn ist und man nicht viel Volumen braucht, um für den Stichtag die Börsenbilanz noch etwas hübsch zu machen. Es besteht daher die Gefahr, dass das neue Jahr erst einmal ernüchternd beginnt.
Die Latte liegt hoch
Nun ist die Jahresendrally also doch gekommen. Rund sieben Prozent hat der Dax seit Ende November gewonnen. Noch hat es für den Sprung über 6000 Punkte nicht ganz gereicht. Doch die paar Punkte, die dem Dax fehlen, sollten in den nächsten Tagen – wenn nicht schon heute – eigentlich kein Problem darstellen. Die ohnehin schon gute Jahresbilanz des Dax würde das noch ein Stückchen aufbessern. Rund ein Viertel hat der Leitindex seit Jahresbeginn zugelegt, seit dem Tiefpunkt im März beträgt das Plus beeindruckende 64 Prozent. Die schlechte Nachricht daran: So kann es kaum weitergehen. » Weiterlesen
Hoffnung auf lasche Regulierung treibt Finanztitel
Zuerst in Japan, jetzt auch in Europa: Berichte über eine angeblich sehr späte Einführung neuer Kapitalanforderungen für Banken beflügeln die Titel der Branche. Damit ist der Fokus der Investoren klar: Regulierung ist schlecht, Banken allein können es am besten. Kannten wir das nicht aus der Zeit vor der Krise?
Die Angst um die Staatsfinanzen
Nein, Griechenland wird schon nicht pleite gehen. Und die Spanier sind ohnehin weit davon entfernt. Und Dubai hat ja jetzt schnell eine Milliardenhilfe vom reichen Nachbarn bekommen. Trotzdem warnt die Ratingagentur Moody’s, dass die Angst um die Staatsfinanzen ein beherrschendes Thema für das Jahr 2010 wird – zu recht.
Bären in Öl
Noch vor wenigen Wochen schien es, als gebe es für die Ölpreise nur eine Richtung. Fast wie am Strich waren die Notierungen von gut 30 auf fast 80 Dollar je Barrel gestiegen. Und Analysten – insbesondere der angelsächsischen Investmentbanken mit starkem Rohstoff-Arm - unterfütterten diese Rally mit optimistischen Prognosen für 2010, die schon wieder ganz nah an die Marke von 100 Dollar heranreichten. Damit ist es jetzt erstmal vorbei. » Weiterlesen
Die Angst vor dem glatten Parkett
Nein, die Absagen von Hochtief Concessions und jetzt auch noch Scan Energy haben keinen Einfluss auf das Geschäft mit Börsengängen (IPO). Im kommenden Jahr geht es hier endlich auch in Deutschland tierisch ab. Zehn Neulinge mindestens werden dann Kurstableau der Börse aufgenommen, wahrscheinlich sogar 20, wenn es ganz gut geht sogar 30.
Spanien ist nicht Griechenland
Wenn Griechenland krank ist, bekommt die Eurozone einen Schnupfen. Wenn sich Spanien ansteckt, wird es aber eine Grippe für ganz Europa. Trotzdem sollte man den negativen Rating-Ausblick von S&P für Spanien nicht dramatisieren.

