Japans Premierminister Yukio Hatoyama hat sich vor der Presse entschuldigt. Im Jahr 2008 habe er vergessen, Investments im Wert von gut zwei Millionen Euro bei der Steuer anzugeben. Nun gut, Japan ist halt etwas korrupt, dachte ich mr. Bemerkenswerter war dann jedoch die Ausrede des Spitzenpolitikers, der immerhin die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt führen soll.
“Da ich in einer bevorzugten Familie aufgewachsen bin, habe ich meine Geldanlagen sehr schlampig organisiert”, begründete Hatoyama den siebenstelligen Flüchtigkeitsfehler.
Der heutige Premier wurde tatsächlich mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Seine Familie geht auf den Samurai-Adel zurück. Schon vor hundert Jahren stellte sie Abgeordnete und Parlamentspräsidenten, nach dem Krieg auch eine Regierungschef. Die Familie bestitzt Aktien des Reifenherstellers Bridgestone und ganze Gebäude in Tokio.
Nun also ein Geständnis, er habe gar keinen Überklich über seine privaten Finanzen. Das soll der Mann sein, der Japans Wirtschaft zum Wachstum zurückführen will? Und der eine nachfrageorientierte, sozialere Politik “zum Nutzen der einfachen Menschen” versprochen hat?
Da glaube ich im Sinne der Entwicklung der Aktien im Nikkei doch lieber die Version, dass er einfach nur durchtrieben ist und die Knete eiskalt an der Steuer vorbeimogeln wollte.











2 Kommentare zu “Schlampig trotz goldenen Löffels”
PS: oder ist mayer-kuckuk acht jahr alt und geht in die 3. klasse (profitiert damit von der verordneten/oktroyierten rechtschreibreform)???????
:/
in beiden fällen gilt: ab noch mal in die schule..
wegen mit dativ????? wo ist denn herr mayer-kuckuck zur schule gegangen?