“Yes, we can” – really? Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama, das Exportvolumen der Vereinigten Staaten bis 2015 auf zwei Billionen Dollar zu verdoppeln, klingt aus mehreren Gründen reichlich verwegen.
2004 = 2010?
Fragt man Analysten nach ihrer Meinung für das Börsenjahr 2010, dann bemühen die Strategen auffallend häufig das Börenjahr 2004. » Weiterlesen
Mehr Öl für die Weltwirtschaft
Die Opec hebt ihre Prognose des weltweiten Ölverbrauchs an von 800.000 auf 900.000 Barrel pro Tag im Jahr 2010. Das ist zunächst eine optimistische Prognose: Das Ölkartell geht davon aus, dass die staatlichen Stimulationsprogramme recht gut gewirkt haben und die Weltwirtschaft wieder in Gang kommt.
Kein Grund für Euphorie
Heimlich still und leise arbeiten sich die führenden Aktienindizes in den Bereich ihrer Jahreshochs zurück. Dem amerikanischen S&P 500 fehlt nach sechs Tagen mit Kursgewinnen in Folge nur noch ein Prozent, der Dax muss auch nur noch gut drei Prozent zulegen, um den bisherigen Höchststand von 6094 Punkten zu knacken. Die Schuldenkrise, noch vor Kurzem willkommener Auslöser für eine Kurskorrektur, scheint vergessen. Aber was steht hinter dem neuerlichen Stimmungsumschwung? » Weiterlesen
Wie die Zauberlehrlinge
Am Wochenende will die EU-Kommission Banken und Finanzwächter zusammentrommeln, um über jenes Teufelszeug zu beraten, dass seit Wochen den Politikern der Eurozone Kopfzerbrechen macht. Die Rede ist von Credit Default Swaps – kurz CDS genannt. Das sind im Grunde Kreditversicherungen, die den Käufer gegen den Zahlungsausfall seines Schuldners schützen sollen. Da diese obskuren Produkte jedoch nicht offen über Börsenplätze, sondern heimlich am Telefon und Computer (over-the-counter heißt das im Fachjargon) gehandelt werden, lassen sich damit unheimliche Dinge anstellen. Zum Beispiel kann man damit spekulieren, auch wenn man gar keinen Schuldtitel besitzt, den man absichern möchte. Das klingt zunächst absurd, denn niemand würde eine Versicherung auf etwas abschließen, das er gar nicht besitzt. Es sei denn, und hier wird es spannend, er kauft die Versicherung zu einem niedrigen Preis, um sie anschließend teuer weiter zu verkaufen. » Weiterlesen
Renovierung am Notausstieg
Die Exit-Strategien der Regierungen sind in aller Munde, insbesondere in den USA. Über ihre Notenbanken haben die Staaten riesige Mengen Geld in die Volkswirtschaft gepumpt, um den stockenden Geldkreislauf wieder in Gang zu bringen. Irgendwann muss das Geld wieder aus dem Markt, andernfalls droht eine Inflation. Also, so geht die Mär, werde jetzt sanft, aber sichtbar mit der Exit-Strategie begonnen: “Jeden Tag ein bisschen”, wie Obama-Wirtschaftsberater Lawrence Summers kürzlich betonte. Die Realität, das zeigt sich immer wieder, sieht anders aus. » Weiterlesen
AIG: Hoffnungsschimmer für die Märkte
Die Megaübernahme des Asienversicherer AIA durch die britische Prudential offenbart einen Hoffnungsschimmer für die Märkte und das Weltfinanzsystem. Drei Banken garantieren die größte Kapitalerhöhung, die jemals für eine Übernahme am Markt platziert werden sollte.
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AIG: Eine Chance für Großbritannien
Wenn der Kauf des Asiengeschäfts von AIG durch die britische Prudential zustande kommt, bestätigt sich damit ein Trend: Die Briten werden immer mehr tonangebend im Geschäft mit den Schwellenländern. Möglicherweise liegt darin die große Chance für den angeschlagenen Finanzsektor auf der Insel.
Die Politik muss den Markt überholen
Die Szenerie erinnert schon wieder an die schlechtesten Zeiten der Finanzkrise, auch wenn sie noch nicht ganz die damalige Dramatik erreicht hat. Wieder stellt sich die Frage: Wer ist schneller, der Kapitalmarkt oder die Politik? Wenn die Politik sich zu Hilfen für Griechenland entschließt, die Kapitalmärkte aber längst neue Themen oder Angriffsziele entdecken um gegen den Euro zu spekulieren, dreht sich die Spirale immer weiter.
BASF zeigt, wo es lang geht
Der Chemieriese BASF ist heute eine wesentliche Stütze des deutschen Aktienmarkts. Und er zeigt exemplarisch, wie die deutsche Wirtschaft, bis hinein in den Mittelstand, funktioniert und wie sie sich auf die Krise einstellt. Im vergangenen Jahr ist die Kapazitätsauslastung auf ein Rekordtief gesunken, der Umsatz schrumpfte um 20 Prozent. Aber in den meisten Märkten wurde die Schockstarre, die 2008 nach den Sommerferien eingesetzt hatte überwunden.

