Die mexikanische Marine hat einen der meistgesuchten mexikanischen Drogenbosse geschnappt. Rigoberto Zamarripa Arispe, alias „Comandante Chaparro” soll der zweite Chef des berüchtigten „Zeta“-Kartells sein. Er ging den Soldaten bei einem Einsatz in der Nähe der Stadt Monterrey im nördlichen Bundesstaat Nuevo León ins Netz. Nach offiziellen Angaben vom Sonntag, wurden bei einer Razzia auf einer Ranch in der Ortschaft Cadereyta auch vier weitere hochrangige Zetas festgenommen. Der Festnahme des 36-jährigen Zamarripa am vergangenen Donnerstag soll ein anonymer Hinweis vorausgegangen sein. Die Marine stellte ebenfalls ein großes Waffenarsenal sicher.
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Artikel mit dem Tag: Kartelle
Zweiter Mann des Zeta-Kartells in Mexiko festgenommen
Der Tod erreicht Blogger und Twitterer
Im letzten Tweed von NenaDLaredo stand: „Caceria d ratzzz si ven a donde korren esos DENUNCIENLOS xfa!!” „Rattenjagd. Wenn Ihr seht, wohin sie laufen, VERRATET sie bitte”. Das war am Donnerstag vergangener Woche. Einen Tag später verschwand NenaDLaredo, die mit Klarnamen María Elizabeth Macías hieß. Am Sonnabend wurde die 39-jährige Journalistin tot aufgefunden. Halbnackt, enthauptet. Ihre Mörder hatten die Redaktionsleiterin der Tageszeitung Primera hora am Kolumbus-Denkmal in Nuevo Laredo abgelegt, jener Grenzstadt zu den USA im Bundesstaat Tamaulipas, in welcher der Drogenkrieg besonders blutig tobt. Neben der Leiche lagen einige Computer-Tastaturen und eine handgeschrieben Nachricht, in der es hieß: „Ich bin hier wegen meinen Artikeln“. Macías ist die elfte tote Journalistin in Mexiko seit 2010. Das nordamerikanische Land ist inzwischen zu einem der gefährlichsten Arbeitsplätze der Welt für Medienschaffende geworden. » Weiterlesen
Das Ende der Poesie
Als ihn die Nachricht vom Tod seines Sohnes erreicht, ist Javier Sicilia gerade auf den Philippinen. Es ist der 28. März, als Unbekannte seinen Sohn Juan Francisco und sechs Freunde in der mexikanischen Stadt Cuernavaca nach einem Barbesuch verschleppen, sie foltern und dann mit Klebeband ersticken. Juan Francisco Sicilia wurde 24 Jahre alt. » Weiterlesen
Weltweite Friedensmärsche gegen Gewalt in Mexiko
Javier Sicilia nennt das, was gerade in seiner Heimat passiert, einen „Krieg von Mexikanern gegen Mexikaner”. Sein Sohn ist diesem Krieg vor ein paar Wochen zum Opfer gefallen, als er mit Freunden nachts nach einem Barbesuch verschleppt, gefoltert und getötet wurde. Juan Francisco Sicilia, 24 Jahre alt, war eines der vielen Tausenden unschuldigen Opfer des mexikanischen Drogenkriegs. Und da sein Vater diesem sinnlosen Morden nicht mehr länger tatenlos zusehen will, hat er zu einem Friedensmarsch aufgerufen. Er marschiert mit Unterstützern und Freunden von Donnerstag bis Sonntag von seiner Heimatstadt Cuernavaca rund 90 Kilometer nach Mexiko-Stadt. Am Sonntag werden auf der Abschlusskundgebung in der Hauptstadt Zehntausende Menschen erwartet. » Weiterlesen
Alles nur ein Versehen
Es ist schon lange nicht mehr leicht, als Beobachter den Überblick im mexikanischen Drogenkrieg zu behalten. Jeden Tag werden Pistoleros der Kartelle, Polizisten und zunehmend auch Unschuldige erschossen. Jetzt hat ein Drogenboss zugegeben, dass bisweilen auch die Kartelle in ihrem blutigen Ringen um Reviere und Routen den falschen Gegner ins Visier nehmen. Weil er Touristen für Mitglieder eines rivalisierenden Kartells hielt, ermordete der Mexikaner Carlos Montemayor, 20 Urlauber in Acapulco, „Aus Versehen”, sagte er der Polizei nach seine Festnahme. Die Leichen der Urlauber aus dem Bundesstaat Michoacán waren Anfang November in Acapulco gefunden worden. Sie waren im September nach einem Trip in den pazifischen Badeort verschwunden. » Weiterlesen
Russisch Roulette in Mexiko
Von Ciudad Juárez rechts ab durch die Wüste von Chihuahua. Schnurgerade zieht sich die Bundesstraße 2 entlang des Grenzzauns zu den USA durch sandiges, windiges und verlassenes Niemandsland. Hier im Tal von Juárez regieren die Kartelle, hier schmuggeln sie, hier töten sie und hier finden sie ihren Unterschlupf. Nach einer knappen Stunde Fahrt erreicht man Práxedis G. Guerrero: 7000 verängstigte Einwohner, ein erschossener Polizeichef, ein geflohener Bürgermeister und Marisol Valles, die vielleicht mutigste Frau Mexikos. » Weiterlesen
Ringen um Reviere und Routen (I)
Ein halbes Dutzend Kartelle kämpfen in Mexiko um den Binnenmarkt und die Routen für Schmuggelware aller Arten in die USA. Nach Erkenntnissen der US-Drogenfahnder ist Mexiko Drehkreuz für 60 bis 90 Prozent des in den USA konsumierten Kokains. Zudem versorgen die Kartelle den US-Markt mit Marihuana, Heroin und synthetischen Drogen.
Aber die Mafias verschieben auch Autos und Waffen, schmuggeln Menschen, entführen, erpressen und dominieren das Geschäft mit Raubkopien. Die Jahresumsätze aller illegalen Geschäftstätigkeiten zusammen schätzen Experten auf jenseits der 100 Milliarden Dollar. Die entspricht zehn Prozent des mexikanischen Bruttoinlandsprodukts. Die mexikanischen Kartelle haben ihr Einflussgebiet inzwischen auf 47 Länder ausgeweitet und sind nach der russisch-ukrainischen und der chinesischen Mafia die drittgrößten kriminellen Organisationen weltweit. » Weiterlesen
Mexikos Militär hebt Trainingscamp der Drogenmiliz aus
Das mexikanische Militär hat am Donnerstag ein Rekrutierungscamp der Drogenmilizen ausgehoben und dabei 27 mutmaßliche Mitglieder des besonders brutalen „Zetas”-Kartells getötet. Das Camp auf einer Ranch im Norden Mexikos sei aus der Luft entdeckt und dann von Einheiten der Streitkräfte angegriffen worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Bei ihrer Ankunft in dem Camp zwischen den Städten Ciudad Mier und Monterrey, auf der Grenze zwischen den Staaten Tamaulipas und Nuevo León, seien die Soldaten mit Schüssen empfangen worden. Im Laufe des stundenlangen Gefechts seien auch zwei Soldaten getötet worden. » Weiterlesen
Erneut blutiges Wochenende in Mexiko
Nur wenige Tage nach dem Mord an 72 Migranten im Norden Mexikos hat der Drogenkrieg am Wochenende erneut mehrere Dutzend Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Behörden wurden alleine bis zum Sonntag an verschiedenen Orten des Landes 48 Menschen tot aufgefunden. Die große Mehrzahl von ihnen wurde offensichtlich hingerichtet. » Weiterlesen

