Premier Giorgos Papandreou und sein Finanzminister Giorgos Papakonstantinou können mit dem Ergebnis des Brüsseler EU-Krisengipfels zufrieden sein: eine Solidaritätserklärung ( na ja… ) ,die Ankündigung strenger Aufsicht durch EU und IWF (was der Regierung im Kräftemessen mit den Gewerkschaften und den Populisten in der eigenen Partei hilft) und die Aussicht, dass die EU notfalls doch finanziell einspringen wird (was die Shortseller vorsichtig machen dürfte).
Unter dem Strich genau die richtige Reaktion der EU also. Mehr wäre zu viel gewesen. Zumal Papandreou in Brüssel ausdrücklich nicht um Finanzhilfen gebeten hat. Dazu kennen er und sein Finanzminister Papakonstantinou, auch dank Sozialisation im angelsächsischen Ausland (bzw. in Paris, im Fall Papakonstantinou) die internationalen Finanzmärkte zu gut – ganz im Gegensatz zu den maßgebenden Leuten der konservativen Vorgängerregierung).
Nur wenn Griechenland unter Sparzwang und Reformdruck bleibt, kann auch der Euro stark sein.
Interessant wird sein, wie die Finanzmärkte in den kommenden Tagen reagieren.
Nächster Termin: das Treffen der EU-Finanzminister am 15 und 16. Februar. Dann könnte sich konkretisieren, wie die Partner Griechenland notfalls beistehen. Und der Notfall könnte schon bald eintreten: spätestens im März will Griechenland die Bücher für eine neue Zehnjahresanleihe öffnen.

