Artikel mit dem Tag: China

“Parteimitglieder bekommen die hübschesten Frauen”

Ein Delegierter betritt die Große Halle des Volkes in Peking

Warum wird ein Unternehmer Kommunist? Aus Überzeugung? Aus Opportunismus? Ganz falsch, sagt einer der reichsten Männer des Landes – und verrät den wahren Grund für seinen Eintritt: “Das Parteibuch wirkt wie ein Magnet of hübsche Frauen”, enthüllte Liang Wengen in Peking  erstaunten Reportern.

Liang ist derzeit Delegierter auf dem laufenden Parteitag der chinesischen Kommunisten. Er kann so frei plaudern, weil er im Vergleich zu den anderen Genossen eine gewisse Unabhängigkeit mitbringt. Schließlich besitzt er ein Privatvermögen von mehreren Milliarden Euro. Und seine Firma, der Baumaschinenhersteller Sany, leistet sich so spektakuläre Dinge wie den Kauf des deutschen Betonpumpenhersteller Putzmeister. » Weiterlesen

Schikanen zum Parteitag

Der Blogger dieser Zeilen hätte diesen Eintrag fast nicht online stellen können. Denn der Internetzugang im Pekinger Büro des Handelsblatts war dermaßen stark gestört, dass die Verbindung jedesmal bei dem Versuch zusammenbrach, einen Text zu veröffentlichen.

Während des 18. Parteitags der Kommunistischen Partei Chinas gilt in Peking der Ausnahmezustand. Die Sicherheitskräfte bieten alles auf, um den Delegierten ein störungsfreies Treffen zu ermöglichen. » Weiterlesen

Chinas Wutbürger gehen wieder auf die Straße

In der Hafenstadt Ningbo tritt die Bereitschaftspolizei an. (Weibo)

In der Hafenstadt Ningbo tritt die Bereitschaftspolizei an. (Weibo)

Die chinesischen Stadtregierungen verhalten sich schon lange nicht mehr, wie sich das für einen autoritären Staat gehört. Wenn das Volk eine Demo macht, dann geben sie meistens nach.

In der Stadt Ningbo zwei Autostunden südlich von Shanghai waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag Tausende von Bürgern auf die Straße gegangen, um gegen die Erweiterung eines Chemiewerks zu protestieren.

Die Demonstranten haben gute Chancen, sich durchzusetzen. Vor einem Parteitag mit Wahl einer neuen Führung ab 8. November können die regierenden Kommunisten keine Unruhe gebrauchen.  » Weiterlesen

Chinas irrer Zensurwahn im Fall Wen

Bildschirmfoto aus Peking: Die New York Times ist seit Freitag gesperrt.

Bildschirmfoto aus Peking: Die New York Times ist seit Freitag gesperrt.

Die Zensoren reagierten schnell, und sie reagierten hart. Die Website der New York Times und ihres chinesischsprachigen Ablegers waren vom Freitagmorgen an von nirgendwo in China mehr erreichbar. Grund war ein Artikel über den Reichtum von Premier Wen Jiabao.

Für die chinesische Internetgemeinde ein harter Schlag: Ihr ist eine weitere Informationsquelle verlorengegangen.  » Weiterlesen

Romney zeigt sich in China-Fragen ahnungslos

Chinesische Arbeiterin in der Elektroindustrie: auch bei teurem Yuan billig

Chinesische Arbeiterin in der Elektroindustrie: auch bei teurem Yuan billig

Bei der Wahlkampfdebatte zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney war auch China ein Thema. Romney sagte, wenn China “sich an die Spielregeln halten würde”, dann wären Arbeitsplätze in den USA wieder konkurrenzfähig.

Sprich: Apple würde iPhones wieder in den USA herstellen, ohne dass sie teurer wären als Importe aus China. Ein kurzes Rechenexempel zeigt: Das stimmt nicht.

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Jetzt holen sie sogar Mao raus

Neue Demos gegen Japan in Peking. Nachdem das nationalistische Fieber gestern etwas zurückgegangen war, gingen die Proteste heute mit neuem Schwung los – Schuld war ein historischer Jahrestag.

Die Demonstranten ziehen zwischen Absperrungen vor der japanischen Botschaft entlang und rufen “Schlagt! Schlagt! Schlagt die mickrigen Japaner!” Hintergrund ist ein Besitzstreit um eine Gruppe von Felseninseln im Meer zwischen den Ländern.

Pekings Sushi-Wirte haben Angst vor Nationalisten

Ein wütender Mob zieht vor der japanischen Botschaft in Peking auf.

Ein wütender Mob zieht vor der japanischen Botschaft in Peking auf.

Es sind vermutlich die schlimmsten antijapanischen Proteste seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Japan im Jahr 1972. Ich wohne in Peking in der Nähe der japanischen Botschaft, und ich muss sagen: Den Ausbruch von Nationalismus finde ich erschreckend.

Es ist das Jahr 2012, und junge, ganz normal aussehende Leute ziehen vor der Botschaft eines Nachbarlands auf, eines wichtigen Wirtschaftspartners, und skandieren Hasssprüche. “Ihr mickrigen Japaner, verzieht Euch aus China”, ruft einer.

Schlimmer noch: Für übermorgen, Dienstag, sind noch viel größere Demos angekündigt.  » Weiterlesen

In China kocht der Hass auf Japan hoch

Demo gegen den Inselverkauf vor der japanischen Botschaft in Peking

Demo gegen den Inselverkauf vor der japanischen Botschaft in Peking

Wenn es ein Thermometer gäbe, das den aktuellen Stand der chinesischen Abneigung gegen Japan anzeigt, dann würde es in den letzten Tagen über 60 Grad gestiegen sein – also schon ziemlich heißt. (Dabei unterstelle ich, dass 100 Grad bedeutet, dass die Armeen beider Länder aufeinander schießen.)

Vor der japanischen Botschaft in Peking skandierten heute den ganzen aufgebrachte Demonstranten antijapanische Parolen. Sie reckten dabei die Fäuster und warfen manchmal leere Flaschen über den Zaun.

Als ich das Treiben beobachtete, wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Protest vielleicht doch staatlich organisiert sein könnte. Auf jeden Fall aber ist er geduldet.  » Weiterlesen

Premier Wen verteidigt sein Erbe

Chinas Premier Wen Jiabao bei "Sommer-Davos" in Tianjin: "Wir haben richtig gehandelt!"

Chinas Premier Wen Jiabao bei “Sommer-Davos” in Tianjin: “Wir haben richtig gehandelt!”

Das Gegrummel war zuletzt immer lauter geworden. “Die Regierung hat 2009 maßlos übertrieben” , sagte mir neulich ein einflussreicher chinesischer Ökonom, der in einer staatlichen Denkfabrik arbeitet. Gemeint war das Konjunkturprogramm zum Ausgleich der Weltkrise – es hat zu Blasen und einer Überhitzung der Wirtschaft geführt.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in China (“Sommer-Davos”) verteidigt der scheidende Premier Wen Jiabao nun sein Erbe. ”Einige Leute kritisieren unser Konjunkturpaket und sagen: der Preis war zu hoch”, sagte Wen vor wenigen Minuten in Tianjin. “Aber ich stelle klar, dass wir nur so Fabrikschließungen und Arbeitslosigkeit verhindern konnten.”  » Weiterlesen

War Chinas Vizepremier in einen Autounfall verwickelt?

Nächtlicher Verkehr in Peking

Nächtlicher Verkehr in Peking

In Peking und in unabhängigen chinesischen Auslandsmedien verbreitet sich das Gerücht, dass der künftige chinesische Staatschef Xi Jinping schon seit sechs Tagen nach einem Autounfall im Krankenhaus liegen soll.

Falls das stimmt, wäre das ein schwerer Schlag für die regierenden Kommunisten. Vizepräsident Xi soll im kommenden März die Führung des Landes übernehmen. Er ist der Hoffnungsträger der Partei für weitere Reformen, aber auch für den eigenen Machterhalt.

Die Version von dem Unfall würde auch erklären, waum Xi die US-Außenministerin versetzt hat» Weiterlesen