Seine Herrschaft dauerte nur 504 Tage, dann wurde er selbst gestürzt. Aber in der kurzen Zeit zwischen März 1982 und August 1983 erwarb sich der guatemaltekische Diktator Efraín Ríos Montt den Ruf als mörderischster Gewaltherrscher Lateinamerikas. Seiner Tyrannei während des Bürgerkriegs in dem zentralamerikanischen Land schreiben Menschenrechtsorganisationen den Tod von 17.000 Oppositionellen, Linken und Indios zu. Damit hätte Ríos Montt weit mehr Menschenleben auf dem Gewissen als Chiles Diktator Augusto Pinochet, der 17 Jahre herrschte. » Weiterlesen
Venezuela wählt Chávez-Nachfolger am 14. April
Venezuela wählt am 14. April den Nachfolger des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez. Dies entschied am Wochenende der Oberste Wahlrat CNE in einer außerordentlichen Sitzung. Als Kandidat für den Chávismus geht Übergangspräsident Nicolás Maduro ins Rennen, den sich Chávez kurz vor seinem Tod ausdrücklich als seinen Nachfolger gewünscht hatte. Der 50-Jährige war am Freitag als Übergangspräsident vom Parlament vereidigt worden. Die Opposition bestimmte nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Termins erneut Henrique Capriles zum Kandidaten. » Weiterlesen
Auf Chávez wartet ein gläserner Sarg
Mit einer monumentalen Trauerfeier im Beisein von rund 50 Staats- und Regierungschefs ist der verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez am Freitag verabschiedet worden. Die Staats- und Regierungschefs aus fast ganz Lateinamerika waren nach Caracas gereist, dazu die Präsidenten von Iran und Weißrussland, Mahmud Ahmadinedschad und Alexander Lukaschenko. Die Zeremonie fand in der Militärakademie Fuerte Tiuna von Caracas statt. Die Trauerfeier verfolgten vor den Toren der Akademie mehrere Tausend Menschen trotz hoher Temperaturen auf Großleinwänden. » Weiterlesen
Mexikos Präsident greift erstmals gegen Korruption durch
Mexikos neuer Präsident Enrique Peña Nieto hat im Kampf gegen Korruption ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Vergangene Woche nahm die Justiz die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft, Elba Esther Gordillo, fest. Sie soll über Jahre hinweg umgerechnet zwischen 120 und 155 Millionen Euro veruntreut haben. Gordillo leitet Mexikos Lehrergewerkschaft SNTE seit 1989 und hat diesen Job auf Lebenszeit inne. Mit ihren rund 1,5 Millionen Mitgliedern gilt sie als größte Gewerkschaft in Amerika. Gordillo hat nach Angaben der Ermittler das veruntreute Geld für Schönheitsoperationen, Kunstwerke, sündhaft teure Handtaschen und Schuhe ausgegeben. Zudem habe sie die Wartung ihres Privatflugzeugs damit bestritten und sich ein Haus in San Diego in den USA gekauft. » Weiterlesen
Kuba leitet überfällige Verjüngung ein
Es kommt ja auf Kuba nicht so oft vor, dass ein Präsident seiner Amtszeit selber Grenzen setzt. Im Reich der Dauer-Regierer teilen sich die Brüder Fidel und Raúl Castro nun schon die Macht seit weit mehr als einem halben Jahrhundert. Und man darf annehmen, dass der 86 Jahre alte Revolutionsführer Fidel Castro noch heute regieren würde, wäre er 2006 nicht schwer erkrankt. Seither führt sein auch schon 81 Jahre alter kleiner Bruder Raúl die Geschäfte. Und am Sonntag wurde er bei der konstituierenden Sitzung des neuen Volkskongresses für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Kurz nach seiner Wiederwahl gab Castro II. allerdings bekannt, dass dies seine letzte Amtszeit sei. 2018 will er sich zurückziehen. Künftig sollten die maximale Amtszeit in Führungsämtern auf zehn Jahre begrenzt werden. Die Verfassung solle entsprechend geändert werden, stellte Castro in Aussicht. » Weiterlesen
Endlich Reisen
Zwanzig mal hat es Yoani Sánchez probiert, zwanzig Mal gab es das begehrte Ausreisevisum nicht. Fünf lange Jahre haben die Behörden der berühmten Bloggerin und Regierungskritikerin die Ausreise aus Kuba verweigert. Seit dem 14. Januar aber ist das Ausreisevisum weggefallen und Sánchez darf nun das Land verlassen. Und am Sonntag ging sie auf eine dreimonatige Weltreise. Vorträge, Konferenzen und Besuche bei Medienhäusern stehen in ihrem Terminkalender. » Weiterlesen
Wochenmagazin präsentiert Video von entführten Deutschen
„Das sind die beiden von der ELN entführten Deutschen“ – so überschrieb das kolumbianische Wochenmagazin „Semana“ am Donnerstag auf seiner Internetseite ein Video, auf dem die beiden deutschen Rentner zu sehen sein sollen, die sich in Hand der Linksguerilla Nationales Befreiungsheer (ELN) befinden. Der fünfeinhalb Minuten lange Film zeigt zwei fitte ältere Herren so um die 70 Jahre, die hinter ihrem grünen Toyota-Geländewagen in einer etwas unwirtlichen Gegend auf Klappstühlen picknicken und sich mit Kolumbianern unterhalten. Wer das Video gemacht hat und wann genau es entstanden ist, wird nicht klar. „Semana“, eines der seriösesten Medien Kolumbiens, schreibt, das Video sei wenige Wochen vor der Entführung entstanden. » Weiterlesen
Explosion und 33 Tote bei Mexikos Ölriesen Pemex
Es war kein guter Tag für Mexikos Ölkonzern Petróleos Mexicanos (Pemex). Bei einer schweren Explosion, die vermutlich durch einen Gasaustritt verursacht wurde, kamen am Donnerstag 33 Menschen ums Leben, 121 wurden verletzt. Es war eine der schwersten Unglücke in der Geschichte des Staatskonzerns und eine der verheerendsten in der den vergangen dreißig Jahren in Mexikos Hautstadt Mexico City. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich rund 3000 Menschen in dem Gebäude und seinen Nebengebäuden auf. » Weiterlesen
Alles beim Alten – Castro I. und Castro II. wollen wieder ins Parlament
Am Sonntag wählen 8,4 Millionen Kubaner ein neues Parlament. Die Wahl der Nationalversammlung findet alle fünf Jahre statt und dennoch ist das Ergebnis vorhersehbar. Es bewerben sich 612 Kandidaten um 612 Sitze, und alle gehören sie der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) an. Andere Parteien sind auch gar nicht zugelassen. » Weiterlesen
Der falsche Mann
Die renommierte spanische Tagezeitung „El Pais“ ist nach eigenen Angaben einem falschen Foto des schwer kranken venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez aufgesessen. Das Bild, das in Teilen der Donnerstagausgabe auf Seite eins zu sehen war, und in den Morgenstunden für eine halbe Stunde auf der Internetseite der Zeitung stand, zeigt einen Patienten im OP, intubiert und mit kahlem Schädel. Der Mann wies so tatsächlich Ähnlichkeiten mit Chávez auf, der sich seit dem 11. Dezember auf Kuba von seiner vierten Krebsoperation erholt. » Weiterlesen
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