» 02. Februar 2013, 01:37 Uhr

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Explosion und 33 Tote bei Mexikos Ölriesen Pemex

Es war kein guter Tag für Mexikos Ölkonzern Petróleos Mexicanos (Pemex). Bei einer schweren Explosion, die vermutlich durch einen Gasaustritt verursacht wurde, kamen am Donnerstag 33 Menschen ums Leben, 121 wurden verletzt. Es war eine der schwersten Unglücke in der Geschichte des Staatskonzerns und eine der verheerendsten in der den vergangen dreißig Jahren in Mexikos Hautstadt Mexico City. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich rund 3000 Menschen in dem Gebäude und seinen Nebengebäuden auf.

Zu den Ursachen des Unglücks wollte Pemex-Chef Emilio Lozoya keine Angaben machen. „Es müssen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abgewartet werden,“ betonte Lozoya. Ein Sprecher der Katastrophenschutz sagte, die Detonation sei offenbar durch eine Gasansammlung in einer elektrischen Anlage ausgelöst worden. Der Vorsitzende der Erdölarbeiter-Gewerkschaft, Moisés Flores, machte die mangelhafte Wartung der Heiz- und Kühlanlage verantwortlich. Der Pemex-Turm ist eines der höchsten Gebäude der Stadt. Er wurde 1984 eröffnet. Das Gebäude gilt als ausgesprochen erdbebensicher, seitdem es 1985 das Jahrhundertbeben der Stärke 8,2 fast schadlos überstand.

Pemex ist nicht nur der größte Konzern Mexikos, er ist auch das größte Unternehmen Lateinamerikas. Der Umsatz lag vergangenes Jahr bei 32 Milliarden Dollar. Die Katastrophe ereignet sich in einem Moment, in dem Pemex im Zentrum der politischen Diskussion steht. Der 1938 verstaatlichte Energiekonzern ist der Stolz des Landes und der größte Steuerzahler für den Fiskus. Aber das Unternehmen arbeitet hoch defizitär. Und Präsident Enrique Peña Nieto musste sich in den vergangenen Tagen gegen Vorwürfe wehren, er plane eine Privatisierung des ineffizienten Riesen. Bevölkerung und Opposition hatten gegen diese angeblichen Pläne protestiert. Daher ist auch die Theorie eines Sabotageaktes oder eines Anschlags nicht ganz auszuschließen.

» 02. Februar 2013, 01:37 Uhr