Artikel vom 5. September 2012

Xi versetzt Clinton

Ein Gespräch, das nicht stattfindet, sagt mehr als 1000 Worte. Chinas Vizepremier Xi Jinping, der kommende starke Mann des Landes, hat Hillary Clinton einen Korb gegeben. “Plötzliche Terminschwierigkeiten” führt die chinesische Regierung als Grund für die Absage des Treffens an. Es war für den heutigen Mittwoch geplant.

Der Affront hält sich in Grenzen, weil Clinton wie geplant den amtierenden Präsidenten Hu Jintao trifft. Und doch gelingt es Peking, durch die Absage deutliche Unzufriedenheit mit der Pazifikpolitik der Amerikaner auszudrücken.

Die US-Außenministerin bereist eifrig die Länder Asiens, um Chinas Nachbarländer vor dem wachsenden Einfluss der Volksrepublik zu warnen. Peking hege gefährliche Ambitionen, ist ihre diplomatisch vorgetragene Nachricht – Länder wie Indonesien sollten sich besser als Verbündete an Seiten der USA halten. Im Juli war sie bereits nach Vietnam, Kambodscha und Laos geflogen.  » Weiterlesen