Der staatliche mexikanische Erdölmonopolist Petróleos mexicanos (PEMEX) verliert täglich Benzin und Öl durch Diebstahl im Wert von fast 2,5 Millionen Dollar. Wurde im vergangenen Jahr vor allem Benzin gestohlen, zapfen die Diebe mittlerweile immer öfters direkt die Ölpipelines an und klauen den wertvollen Rohstoff. „Wir wissen nicht, wer dahinter steckt und auf welchen Schwarzmärkten am Ende Öl und Sprit landen“, sagte Carlos Morales, Produktions-Direktor bei Pemex. Insgesamt verliere der Energiegigant täglich rund 1 Prozent seiner Produktion oder 25.000 Fass Rohöl.
Offensichtlich ist, dass das Organisierte Verbrechen in Form der Drogenkartelle im Energieraub ein lukratives Nebengeschäft entdeckt hat. Vor allem im vergangenen Jahr stiegen die Diebstähle, die im mexikanischen Volksmund „Melken“ genannt werden. 1370 Mal seien 2011 Pipelines „gemolken“ worden, wie Pemex selber bekanntgab. Dies war ein Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtsumme der Verluste belief sich 2011 auf 870 Millionen Euro.
Das Organisierte Verbrechen bedient sich auf seinen Raubzügen im ganzen Land, aber gerade in den Hochburgen der Drogenkartelle im Norden Mexikos muss Pemex besonders viele Verluste abschreiben. Das Unternehmen ist der größte Steuerzahler in Mexiko, rund 40 Prozent des Staatshaushaltes steuert der Ölmonopolist bei.











Ein Kommentar zu “Erdölmonopolist Pemex verliert 1 Prozent der Produktion durch Diebstahl”
40% des mexikanischen Staatshaushalts? Kann das sein?