In Mexiko wird in gut zwei Monaten ein neuer Präsident gewählt. In einem Schwellenland ist das immer Anlass für Befürchtungen. Zumal in Mexiko, wo der Drogenkrieg tobt und das Land Investitionen kostet. Da birgt ein Machtwechsel immer potenziell Unsicherheit.
Die Befürchtungen vor großen negativen Veränderungen hat jetzt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). zerstreut. Mexikos sei gut gewappnet und positioniert für ein Wahljahr. Und es sei wenig wahrscheinlich, dass Wachstum und Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen würden. S&P-Analyst Mauricio Tello schreibt in einem Bericht, dass das Land sowohl die globale Wirtschaftskrise als auch die politischen Probleme relativ gut überstanden hat.
Dabei unterschlägt der Experte allerdings, dass die mexikanische Volkswirtschaft seit 2006 nur 1,6 Prozent jährlich im Schnitt gewachsen ist und damit eines der Schlusslichter in Lateinamerika bildet. Anders sieht es bei den Staatsfinanzen aus. Die sind stabil geblieben.
Für den Experten Tello gelten die beiden zurückliegenden Präsidentenwahlen 2000 und 2006 als Indikatoren. Nach beiden Abstimmungen habe es keine großen Schwankungen an den Finanzmärkten gegeben. Stabilität war das bestimmende Element. „Wir hoffen, dass das nach dem 1. Juli auch wieder so sein wird.“
An dem Tag stimmen die Mexikaner über den Nachfolger von Präsident Felipe Calderón ab. Derzeit führt in den Umfragen deutlich der Kandidat der Oppositionspartei PRI, Enrique
Peña Nieto mit über 50 Prozent, gefolgt von der Kandidatin der regierenden Rechtspartei PAN, Josefina Vázquez Mota und dem Linksbewerber Andrés Manuel López Obardor (PRD). Beide kommen auf knapp über 20 Prozent der Stimmen.











Ein Kommentar zu “Ratingagentur zerstreut Angst vor Wahlen in Mexiko”
Diese Info ist eigentlich nicht mehr aktuel… Andrés Manuel López Obrador führt jetzt 43% in den Umfragen. Die Umfragen in Mexiko werden am meistens manipuliert werden weil es gibt immer noch eine sehr große Kooperation (Korruption) zwischen PRI Partei und die Mexikanische Media.